Interview mit GARAGEDAYS - Jetzt sind wir dran


Die Thrasher GARAGEDAYS mischen im österreichischen Untergrund seit längerem auf, sind aber dank positiver Resonanz von Kritikern und Fans auch schon außerhalb unserer Grenzen bekannt. Wir sprachen mit der Truppe über ihre Erfolge, aber auch Niederlagen und viel mehr.


Hey Jungs, was läuft gerade in der Garage?


Hi Max!
Alles super bei uns. Es wird fleißig an neuen Songs geschraubt. Wir schätzen Ende des Jahres werden 10 Songs fertiggestellt sein.





Eure Alben konnten uns schon länger begeistern, das aktuelle Werk „Here It Comes“ ging bei unserem Kollegen aber dann komplett durch die Decke. Wo sind die Unterschiede zu den Vorgängern?


Dass freut uns sehr zu hören. Ich glaube wir sind einfach ein bisschen reifer geworden, natürlich nahmen wir uns auch viel mehr Zeit für die Aufnahmen etc., kann man sich auch lassen wenn man ein eigenes Tonstudio hat. Wir selber sind aber auch als Musiker gewachsen.


Was bedeutet der Titel und wie passt das Artwork dazu?


Also "Here It Comes" bedeutet für uns so viel wie „Jetzt sind wir dran"
oder „Hier kommt es". Das Cover spricht eigentlich für sich selbst. Es zeigt einen nackten männlichen Oberkörper der dem Zuhörer symbolisieren soll zuerst dringen wir in deinen Gehörgang ein und bevor du es richtig begriffen hast, haben wir schon dein Herz erobert. Also ganz einfach gesagt das Cover passt perfekt.



Ihr habt für die Produktion keine Kosten und Mühen gescheut. Wieso habt ihr euch für Flemming Rassmussen und Andy LaRocque entschieden?


Mit Flemming wollten wir eigentlich schon immer mal zusammen arbeiten und Andy war ja schon immer für unsere Mastering Sachen zuständig. Mit Flemming zu arbeiten war eigentlich sehr unkompliziert. Wir schickten ihm eine Demo CD wo die zehn Songs schon in Rohfassung darauf waren und ihm gefiel was er hörte und wurde so auch unser Produzent. Flemming bringt halt auch eine gewisse Erfahrung mit und das glauben wir ist sehr wichtig wenn du nach einem guten Produzenten suchst.


Bei Reviews über eure Alben werden verschiedenste Bands wie IRON MAIDEN, TESTAMENT, METALLICA oder MEGADETH erwähnt. Wie fühlt ihr euch, wenn GARAGEDAYS Vergleiche mit diesen Helden bekommen?


Ja das ist schon genial mit solchen Metalgöttern verglichen zu werden, aber
wir denken nicht an solche Bands wenn wir einen Song schreiben. Wir machen unser eigenes Ding.





Habt ihr bei den Lyrics bestimmte Einflüsse, bedient ihr damit gerne auch mal klassische Thrash Themen oder ist alles erlaubt?


Also die Lyrics schreibt alle unser lieber Marco, und diese entstehen halt so wie sie ihm gerade einfallen. Bei uns ist eigentlich alles erlaubt, da jeder seine eigenen Vorlieben und Wünsche hat und einbringt! Daraus entsteht dann der für uns typische Garagedayssound!


Wie entsteht ein Song bei GARAGEDAYS normalerweise?


Das ist immer ganz unterschiedlich. Manchmal kommt Marco mit einer Grundlage daher und danach feilen wir alle zusammen noch darüber. Oder zB Rene spielt ein super Riff und Marco fängt sofort darüber an zu singen. So ungefähr bauen wir Stein auf Stein. Wie gesagt jeder bringt sein eigenes Gefühl, seine eigenen Ideen und Vorlieben mit daraus bauen wir dann, wenn du so willst unsere musikalische Garage.


Was waren bisher eure größten Erfolge und gab es auch Tiefpunkte in der Karriere?


Der größte Erfolg war sicherlich die drei Monate dauernde Europa Tour mit U.D.O. Aber mit Jake E Lee auf Tour gewesen zu sein war auch total geil.
Natürlich dürfen wir GRAVE DIGGER nicht vergessen - sehr sehr nette Jungs.
Was hatten wir noch... ahhh... genau unsere erste Tour mit MASTER war auch super.
Über die Tiefpunkte... da gibt es Gott sei dank eigentlich nicht so viel zu Berichten, außer wenn du zwei Monate an einem Song herum bastelst.



Wie ist das Instrumental „Philosophy“ entstanden?


Marco schrieb den ruhigen Part also dem ganz am Anfang des Songs
Die ganzen anderen Stücke die der Song beinhaltet schrieben wir dann alle zusammen. Lustig ist wie wir auf den Namen gekommen sind. Es ist nämlich gar nicht so einfach einen passenden Namen zu finden wenn du solch ein Instrumental Monster vor dir hast. Also gingen wir auf ein paar Bierchen in eine Kneipe und Marco zerbrach sich die ganze Zeit seinen Kopf über den Namen. Plötzlich sagte er laut "Ich hab ihn!" und er zeigte auf eine Wand, wo lauter lustige Sprüche auf English standen. Und die Überschrift eines solchen Spruch´s war „Philosophy“. Und die Sache war geritzt.



Gibt es zu Songs aus eurem Backkatalog interessane Stories zur Entstehung?


Nein eigentlich nicht, jemanden packt die Muse zB. zuhause oder auf dem WC und das wird dann halt vorgetragen und dann wird entschieden ob es sich lohnt den Song weiter zu verfolgen oder nicht.




Ihr habt ja bereits mit Labels zusammengearbeitet, warum ist „Here It Comes“ im DIY Stil entstanden?


Ganz einfach, die Angebote der Labels selber ware - tja man kann nur sagen, beschissen. Ein Beispiel: die Produktionskosten trägt man ja als Band mittlerweile sowieso selber, aber das man dann noch 3000 Euro dem Label bezahlen soll, damit sie das Album auf dem Markt bringen, das passte dann nicht in unsere Schublade.


Danke für die Zeit, möchtet ihr noch etwas loswerden?


Wir danken Euch, und für alle jungen Bands da draussen: hört niemals auf an Euch zu glauben. Never Give Up.


www.garagedays.at

Autor: maxomer

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Beitrag vom 09.09.2019
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