Interview mit SERENITY - man ist ja kein Star nicht


Auf der genialen Night Of Power schnappte ich mir Österreichs Nummer-Eins-Export in Sachen Power Metal - SERENITY. Sänger Georg und Gitarrist Tom enpuppten sich als überaus sympathische und auch gesprächige Interviewpartner.


Ich würde mal sagen, wir fangen ganz einfach an: Wie geht’s euch?


Beide im Chor: Super!



Was erwartet ihr euch von heute Abend?


Tom: Party! Volles Haus! (lacht)
Georg: Ja, von den Verkaufszahlen, was ich bisher hörte, soll es richtig schön voll werden. Von dem her freuen wir uns natürlich schon sehr.




Ihr wart vor kurzem mit KAMELOT unterwegs, bzw. sind auch noch ein paar Termine offen. Wie war die Tour?


(Die 2 sehen sich an und fangen zu lachen an)
Tom: Ich denke, das lass ich den Georg erzählen, der hat am meisten durchgemacht.
Georg: Der erste Teil der Tour war super. Wir waren auch schon mal mit ihnen auf Tour, das war 2007 und aufgrund dieser Tour haben sie uns gefragt ob wir wieder mitgehen wollen. Da waren wir natürlich sofort begeistert.

Der erste Teil war jetzt wie gesagt super. In Holland zum Beispiel waren 2400 Leute. Auch in Köln 1300. Das ist für uns wirklich ein ganz neuer Rahmen in so großen Hallen und vor so einem tollen Publikum zu spielen. Aber leider Gottes fingen wir dann nach sieben Shows, aufgrund dessen, dass wir mit dem Wohnmobil hinterhergezuckelt sind (lacht), zu kränkeln an – hinter dem Nightliner, quer durch die Pampa – und in England war das Wetter richtig scheiße und auch kleinere Bands werden dort anders behandelt - sprich, um einiges schlechter, also als Vorband bist du in England einfach überhaupt nichts wert. Wenn du dann kein warmes Essen, keine warmen Getränke, keine Dusche und nichts bekommst…
Tom: …umziehen bei -5° und das irgendwo draußen.
Georg: Das war eben unser Handicap. Es hat angefangen, dass unser Merchandiser krank geworden ist und zu sechst in so einem kleinen Wohnmobil drinnen, da hat es den Tom noch ein bisschen erwischt und als drittes dann mich, und mich leider am schlimmsten. Ich habe eine Mittelohrentzündung bekommen, Bronchitis, Fieber – einfach alle Zustände, die man sich vorstellen kann.

Wir mussten dann schlussendlich die halbe Tour absagen. Ich bin dann heim geflogen, was auch ein Fehler war, das Fliegen mit der Mittelohrentzündung, nur habe ich in dem Moment das gar nicht gecheckt, dass ich eine hatte. Im Krankenhaus hatte ich dann mit Kortison und Antibiotika versucht fit zu werden, damit wir 2 Tage später in der Schweiz wieder einsteigen können. Aber unmöglich, keine Chance. Aber jetzt haben wir zum Glück mit Frankfurt und Bochum noch zwei Shows bekommen.



Wie sind die Burschen so drauf?


Tom: Sehr professionell. Das ist so das erste was mir zu ihnen einfällt. Man kann super mit ihnen auf einer professionellen Ebene arbeiten. Also es ist jetzt keine freundschaftliche Basis, aber sie wissen was sie wollen, wissen wie es sein soll bzw. nicht sein soll und sie sind jetzt sicher nicht die Partytiger, die sich jeden Tag einen hinter die Birne gießen. Das passt uns dann auch sehr gut eigentlich, denn wir sind das auch überhaupt nicht.
Georg: Das war, denke ich so der Hauptgrund, warum sie uns auf der Tour wieder mitnehmen wollten. Denn sie wussten, dass wir zu ihnen passen, wir sind nicht lästig, wir ziehen uns in unseren Backstageraum zurück und wir arbeiten auch professionell. Das heißt, wenn wir eine halbe Stunde Spielzeit haben, dann ist auch nach 30 Minuten Schluss. Das war ihnen eben wichtig.
Tom: Sie haben auch gesagt, dass die Reaktionen des Publikums auf uns sehr gut waren. Sie wollen auch ein Packet anbieten, das passt und das sie dann nicht im Nachhinein im Forum hören müssen: „Oh Gott, wie schlecht war die Band“.
Das haben sie bei der letzten Tour zum Beispiel mal gehabt und darum sagten sie, das machen sie nicht mehr.



Ah, da war ich sogar dort. Mit FIREWIND, die waren natürlich gut, aber die Band davor… wie hieß die nochmal? (FOREVER SLAVE, ist mir im Nachhinein eingefallen. Auch nachzulesen beim dementsprechenden Live-Review)

Die Tour wird natürlich schon fix und fertig gebucht gewesen sein. Darum Österreich…



Georg: Das hätte auch keinen Sinn. KAMELOT in Österreich – zweihundert "Nosenbärn" vielleicht.
Tom: Ich weiß zwar nicht wieso und warum, aber das ist für Österreich vielleicht nicht ganz die richtige Musik. Ich kenne keine Band im Power Metal Sektor, die bei uns richtig viele Leute ziehen würde.



Verwundert hat mich aber auch, dass DRAGONFORCE das Haus ausverkauft haben.


Tom: Ja gut, DRAGONFORCE haben mit der ganzen Guitar Hero Geschichte zig Tausend Songs verkauft. Das ist einfach ein Publikum, das man so nie erreichen würde.
Georg: Da gehen eben dann auch Leute hin, die mit DRAGONFORCE eigentlich nichts am Hut haben, aber eben von der PlayStation kennen.



Ja, ich hoffe das Event heute ist vielleicht ein kleiner Anreger.


Tom: Ja genau, solche Sachen braucht man, egal welche Band.


„Fallen Sanctuary“ ist schon einige Zeit draußen. Wie zufrieden seid ihr damit?


Tom: Wir können uns nicht beklagen. Es könnte immer besser gehen, ganz klar. Mit dem Produkt selber sind wir sehr zufrieden. Das wird wohl jede Band über all ihre Produkte sagen (lacht). Nein, wir sind wirklich zufrieden. Es war eine Steigerung gegenüber unserem Debüt. Die Gesamtrichtung und die Songs waren ausgereifter. Der Stil hat sich etwas geändert, aber das ist eine ganz normale Entwicklung, wie ich finde. Und so wird es auch in Zukunft weitergehen. Es wird nicht mehr 1:1 sein und wir versuchen schon noch andere Facetten aufzuzeigen.



Wie sieht es mit einem Nachfolger aus, ist schon etwas in der Mache?


Tom: In der Mache, ja. Das Songwriting läuft.



Wann ungefähr könnte man damit rechnen.


Tom: Schwer zu sagen, aber wahrscheinlich nicht vor April 2010.
Georg: Eher sogar etwas später. Es kommt darauf an. Im Mai oder Juni noch eine CD raus zuschießen hat oft keinen Sinn. Da machen wir uns jetzt aber keinen Druck. Bei der letzten hatten wir viel Druck, weil wir diese eben schnell draußen haben wollten. Aber dieses Mal machen wir das sicher nicht mehr. Allgemein war es auch eine Steigerung hinsichtlich Verkäufe natürlich. Man sieht es jetzt auch hinsichtlich Tournee und Gig Angeboten. Sodass sogar schon Headlinger Gigs in Prag usw. angeboten werden, das war vorher einfach nicht der Fall.




Was ist bis dahin sonst noch geplant?


Tom: Ich weiß nicht, was wir davon schon sagen dürfen.
Georg: Nein, nein, das dürfen wir jetzt schon sagen. Ich habe gerade vorhin erfahren, dass es bereits bestätigt ist. Wir gehen, als Special Guest von THRESHOLD (nochmal) auf Tour, für acht bis neun Konzerte. Im Oktober/November wird das sein. Es wird eventuell sogar eine Österreich-Show dabei sein, man glaubt es kaum.

Georg: Wir sind außerdem gerade am Basteln einer Tour mit einer befreundeten Band. Zwei Gigs davon sind schon bestätigt. Einmal Linz und einmal Wörgl mit EDENBRIDGE. Aber was dann sonst noch kommt… je nach Angebot…




Also, eine große Tour mit EDENBRIDGE ist noch nicht geplant? Würde das Sinn machen?


Georg: Es würde Sinn machen, klar. Es ist aber auch immer eine Kostenfrage. Wenn du einen Nightliner mieten musst, der €800,- am Tag kostet, egal ob er steht oder fährt.
Tom: Und wenn wir ehrlich sind, dadurch dass wir als Special Guest für THRESHOLD bestätigt sind, wird wahrscheinlich sonst nicht mehr viel passieren. Es wird sicher noch ein paar Single-Shows geben. Ansonsten werden wir uns ab Herbst aufs nächste Album konzentrieren.
Georg: …müssen, ja.




Du (Georg) warst vor kurzem zu Gast bei FAIRYLAND - (Tom beginnt zu kichern und Georg schüttelt den Kopf) – wie ist es zu dieser Zusammenarbeit gekommen?



Georg: Ganz einfach. Phil, der Mainman von FAIRYLAND hat uns in Lyon mit KAMELOT gesehen, war damals eben recht angetan und ist dann zu mir hergekommen und hat gesagt, er würde gern mich als Gastsänger auf der nächsten CD haben. Ich hab mir dann die vorherigen Scheiben von ihm angehört. Es ist jetzt nicht 1000-prozentig meine Musik, weil ich in dieser Richtung eigentlich nur eine Band richtig gut finde und das ist RHAPSODY… (hängt mit einem Augenrollen noch „Of Fire“ an). (lacht) Vorallem von den ersten 2 CDs bin ich ein großer Fan. Es hat auf jeden Fall von der Promotion her etwas gebracht und die CD ist auch ganz gut geworden. Also, ich musste mich jetzt nicht schämen, dass ich darauf gesungen habe.

Es ist auch recht reibungslos gegangen. Ich bin nach Venedig in das Studio gefahren und wir haben genau zweieinhalb Stunden gebraucht und dann war der Spaß schon wieder vorbei. Am nächsten Tag bin ich wieder heim gefahren.




Gastsängerauftritte wären in Zukunft eine Option für dich?


Georg: Nur in Ausnahmefällen. In diesem Falle, weil sie eben auch bei Napalm Records sind und ich auch eben von Napalm eine Mail bekommen habe, dass es eben schon ganz gut wäre, wenn ich da singen würde. In Japan sind sie auch um einiges größer zum Beispiel und das ist dann natürlich auch für uns wieder gut. Wenn jetzt eine größere Band kommt, die mir stilistisch gut gefällt, dann könnte ich mir das schon vorstellen, aber ich will das nicht zu oft machen, weil meine Stimme SERENITY gehört und fertig.



Die nächste Frage wäre dann: Wenn er planen würde Gigs zu spielen, wäre dies eine Option für dich, da mitzuwirken?


Nein. Ist keine Option. Er hat da auch sein festes Line-Up und ich habe damals schon gesagt, dass mich das eigentlich nicht interessiert, denn dann wird es einfach zu viel.


Auf „Fallen Sanctury“ war der „tolle“ Sticker drauf: „A Must Have For Fans Of KAMELOT“. Das wird, denk ich mal, vom Label gekommen sein.


Tom: Nein, nein, das haben wir uns einfallen lassen und gedacht, des wär jetzt der Oberschmäh. (beide beginnen herzhaft zu lachen)
Georg: Natürlich nicht, das ist vom Label gekommen.



Hehe, und was haltet ihr davon? In gewisser Weise schränkt es ja doch irgendwie ein…


Tom: …auf der einen Seite schränkt es ein und auf der anderen öffnet es. Denn wenn jetzt jemand in den Plattenladen geht und SERENITY, die ja noch eine relativ kleine Nummer sind, sieht, da geht er gleich weiter und hört gar nicht rein, weil er nicht weiß, was das überhaupt sein soll. Aber wenn er sieht „…for KAMELOT Fans“, denkt er vielleicht OK. Denn KAMELOT hat inzwischen eine große Fangemeinschaft. Insofern können wir gut damit leben.

Georg: Egal welche Humpa-Band du jetzt aus dem Regal ziehst, es steht immer darauf: Eine Mischung aus AMON AMARTH, ELUVEITIE und FINTROLL. Es ist eben einfach eine Hilfe für den Fan, der dann hin geht und sagt. Ah, KAMELOT – gefällt mir, hör ich doch mal rein.




Ich war damals, als ich euer Debüt zum ersten Mal hörte, überwältigt von dieser Qualität und Professionalität, die man in Österreich ja eigentlich selten bis gar nicht zu hören bekommt.


(Georg reibt Zeige und Mittelfinger an dem Daumen und beide beginnen zu kichern)

Tom: Tja, komisch… (weiteres Gekicher)
Georg: Wir hom an Haufen Knedln einigsteckt. (in Original, weil er das so schön im Tiroler Dialekt gesagt hat)
Tom: Wir, vor allem der Georg und ich haben von Anfang an gewusst, wo wir hin wollen und was das ganze Projekt SERENITY bringen soll und auf das haben wir das von Anfang an ausgelegt. Wir haben zwar zuerst eine Demo heraus gebracht, „Engraved Within“. Das hat uns schon gezeigt, wo unsere Grenzen liegen, wo nicht. Daraufhin haben wir eigentlich, nachdem keine großen Resonanzen von Labels gekommen sind, gesagt, dass wir unsere erste CD selber finanzieren. Das ist inzwischen eh schon Gang und Gebe. Mit einer Demo CD bekommt man heutzutage einfach keinen Plattenvertrag mehr. Und wir haben dann eben für die Produktion, für österreichische Verhältnisse, relativ viel Geld hineingesteckt. Dann gibt es da Bands mit denen du spielst, die sich dann wundern, wie wir da hin gekommen sind - das sind Bands, die oftmals gar nicht schlecht sind - und wenn du denen sagst, dass da ein jeder von uns ein paar tausend Euro hineingesteckt hat, sagen die: „Was, so viel Geld? Nie im Leben“, die stecken dann lieber €5000,- in ihren Mercedes, in einen Auspuff.
Georg: …weil Remus drauf steht.

Nachdem im Rockhard: Demo des Monats – Metalhammer: Demo des Monats – Heavy: Demo des Monats gestanden ist, haben wir uns schon gedacht: „Jawoi, das war der Durchbruch. Jetzt kommt Nuclear Blast und winkt mit €200.000,- oder so.“ Tja, es war dann Dschingis Khan Records in Weißrussland (allgmeines Gelächter).
Nein, es waren schon Angebote dabei, aber wirklich von kleinen Labels und die haben gesagt, sie können uns 3-4 Tausend Euro für die CD geben. Und wir haben dann gesagt, nein, das probieren wir jetzt gar nicht, wir stecken alles rein, gehen ins Finnfox Studio zum Beispiel, einfach um in einem Studio zu mischen und zu mastern, wo STRATOVARIUS, NIGHTWISH und alle aufgenommen haben, wo wir wissen, dass die Qualität passt und dann hat es auch funktioniert. Dann haben wir mehrere Angebote bekommen, davon 2 sehr gute. Wir haben uns jetzt für Napalm entschieden, weil wir das Gefühl gehabt haben, dass sie jetzt nicht nur eine oder zwei CDs schnell rausbringen wollen und das war es dann, sondern uns aufbauen und man sieht jetzt auch hinsichtlich Tourneen usw., dass sie schon etwas reinstecken und uns promoten.

Tom: Wir sind jetzt gebunden bis an unser Lebensende. (hehe)
Georg: So schlimm ist es dann doch nicht, aber es ist auf jeden Fall ein längerer Vertrag, den wir aber auch bewusst gemacht haben.




Ihr wart jetzt auch schon viel auf Tour, da sind sicherlich schon einige tolle Geschichten vorgekommen, die es zu erzählen gibt. Vielleicht lustige, aber auch unschöne Geschehnisse, abgesehen jetzt von den Krankheiten.


(die 2 sehen sich an und beginnen gleichzeitig zu lachen)
Georg: Naja, mit Krankheiten haben wir lustigerweise immer zu tun.
Auf unserer ersten Tour, auf der MORGANA LEFAY Tour hat es unser Keyboarder geschafft, sich 2 Wochen vor der Tour beim Skifahren den Finger zu brechen. Dann haben wir das irgendwie hingebracht, dass er seine Parts mit 3 Fingern spielen kann. (lacht)
Tom: Wir haben eben das Set so umgebaut, sodass wir die Klavier-lastigen Sachen einfach nicht gespielt haben. Hat irgendwie funktioniert. Er hat es dann gloreicherweise geschafft, in München in ein schwarzes Loch von der Bühne zu fallen, - (Georg griegt sich gar nicht mehr ein) - wobei er sich die Hand dann noch so geprellt hat….
Georg: …dass er dann in der Schweiz mit dem Gips und einer Armschlinge auf der Bühne gestanden ist und ungefähr so Keyboard gespielt hat:



[(Georg überkreuz die Unterarme und klopft mit 3 Fingern auf den Tisch) – was uns alle sehr zum Lachen brachte]


Tom: Das ist dann interessanterweise auch im Rock Hard gestanden, bzw. in einem Interview mit MORGANA LEFAY, was ihn sehr gefreut hat. Das war wirklich so einer von den Punkten, wo es beinahe zum Abbrechen war. Es ist sich aber Gott sei Dank noch ausgegangen. Er hat noch bis zum Ende fertig spielen können, ich weiß nicht wie, aber es hat funktioniert.
Georg: Tourgeschichten gibt es natürlich unzählige, auch lustige, aber zum Glück sind wir von wirklich negativen noch verschont geblieben. Alle Bands, mit denen wir bisher unterwegs waren, waren super nett – ohne Ausnahme. Aber es heißt ja auch: Wie man in den Wald ruft, so kommt es zurück.
Tom: Keine großartigen Skandale, in dem Sinn.



Was wäre euer Wunsch-Tourpackage?


Georg: Haben wir schon (lacht)
Tom: Es war einmal KAMELOT.
Beide gleichzeitig: NIGHTWISH.
Georg: NIGHTWISH, BLIND GUARDIAN… im Vorprogramm von SERENITY (allgemeines Gelächter)



Eigene Headliner Tour?


Georg: Noch ein bisschen zu früh.
Tom (bedächtig):Schwierig.
Georg: Jetzt eine Headliner Tour zu starten wäre möglich, sage ich einfach mal. Ein Low-Cost Budget Tour. Des heißt, kein Nighliner oder sonst etwas, sondern wirklich mit einem Van oder so, oder mit dem Wohnmobil wieder einmal. Aber Wohnmobil, des ist wirklich zach, wenn du dann selber fahren musst…
Tom: Das haben wir jetzt auf der Tour gesehen, das ist der Wahnsinn.
Georg: Du musst 600km oder so zur nächsten Location fahren, an der du am nächsten Tag spielst.

Tom: Da kommst du um 2 oder 3 in der Nacht aus dem Club heraus, fertig abgebaut usw. Das muss man natürlich auch selber machen, da hat man ja niemanden, man ist ja kein Star nicht. Dann fährt man voll übermüdet 600km zum nächsten Ort. Da bleibt dann der Schlaf komplett auf der Strecke.
Georg: Gerade als Sänger ist Schlaf verdammt wichtig. Darum sind auch Sänger wie Roy Khan, Tobias Sammet usw. bis 5 Minuten vor dem eigentlichen Gig nicht zu finden, die siehst du einfach nicht. Die restliche Zeit sind die im Zimmer und schlafen oder schauen in den Fernseher oder was auch immer.




Georg, hast du irgendeine gesangliche Ausbildung?


Gesangliche Ausbildung in dem Sinne eigentlich nicht, sodass ich sagen könnte, ich bin großartig in Unterricht gegangen, sondern hauptsächlich und am meisten gelernt habe ich bei unserer Cover Band. Wir haben im Jahr 2000 eine Cover Band gegründet und die gibt es auch immer noch. Und da spielen wir halt sehr, sehr viel QUEEN… und wenn du QUEEN singst, dann lernst du. Natürlich auch von der Bühnenperformance und so. Wenn du mal mit der Band 200 Gigs oder so gespielt hast, geht das gleich viel lockerer.



Seid ihr da auch zur Zeit noch live aktiv?


Georg: Ja, aber eigentlich nur lokal, also Tirol, Bayern, Vorarlberg usw.



Gibt es noch etwas, was ihr gerne los werden wollt?


Georg: Herzlichen Dank für das Interview…


Ich sage danke



Im Anschluss dieses aufschlussreichen und wirklich lustigen Interviews, quatschten wir noch einige Zeit über Gott, die Welt und den Metal. Danke nochmals an Tom, Georg und die restlichen Jungs von SERENITY, ECLIPTICA und THE DRAGONSLAYER PROJECT für den super Abend.

www.serenity-band.com

Autor: maxomer

Weitere Beiträge von maxomer


Zurück

Beitrag vom 01.09.2009
War dieses Interview
interessant?

6 Stimme(n)
Durchschnitt: 7

Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: