Interview mit Kaltenbach Open Air - Eine Win-Win-Situation


Das Kaltenbach Open Air – kurz KOA – ist eine der wichtigsten Institutionen innerhalb der Österreichischen Metal Szene! Vom 24.-26. August 2017 geht dieses Jahr wieder das Spektakel in Spital am Semmering über die Bühne. Hier trifft sich alles und die Leute lieben das Flair und die tolle Musik. Earshot hatte die Gelegenheit Ronny Frohner vom Organisationsteam Kaltenbach Open Air einiges an Insider-Wissen zu entlocken.


Hallo! Ich freue mich, erneut die Möglichkeit zu haben, euch ein paar Fragen zu stellen!


Servus!
Vielen Dank für das Interesse, wie jedes Jahr sehr gerne!





Wie stressig sind die Vorbereitungen im Moment?


Nachdem wir ja alle schon alte Hasen sind, weiß natürlich jeder welche Aufgaben er hat und wir liegen voll im Zeitplan – alles läuft perfekt!


Was ist euer Fazit vom letzten KOA?


Letztes Jahr war von unserer Seite aus ein nahezu perfektes KOA! Auch von den Festivalbesuchern haben wir nur positives Feedback erhalten, was uns natürlich sehr freut und uns bestätigt, dass wir doch nicht alles falsch machen ;-).


Ihr habt den Termin dieses Jahr wieder um eine Woche zurück verschoben. Hat euch die Konkurrenz vom Summer Breeze letztes Jahr geschadet?


Geschadet würde ich nicht sagen, ein paar Einbußen eventuell, das kann man so nicht beurteilen. Nachdem das Summer Breeze jedoch heuer 20jähriges Jubiläum feiert - wozu wir an dieser Stelle herzlich gratulieren möchten - haben wir uns entschlossen, den Termin um eine Woche nach hinten zu verschieben, da vermutlich doch der eine oder andere aufs Breeze fährt, aber auch das KOA nicht missen möchte.
Davor wäre es aufgrund diverser anderer Festivals einfach nicht möglich gewesen.



Wie läuft es bisher mit dem VVK und sind eure Festivalbesucher eher spontan entschlossen oder wird doch mehr der VVK genützt?


Wir sind voll im Plan, sprich der VVK läuft sehr gut! Der Großteil unseres Stammpublikums bezieht die Tickets bereits im Vorfeld, jedoch sind auch viele Kurzentschlossene dabei, die erst ein paar Tage vor dem Festival oder eben an der Abendkassa ein Ticket kaufen. Der Großteil der Tickets wird jedoch ganz klar über den VVK bezogen.


Ihr habt wieder ein abwechslungsreiches Billing zusammengestellt. Wie schwer ist es, sogenannte „große“ Bands zum KOA zu bringen?


Vielen Dank, wir haben uns wie jedes Jahr wieder sehr bemüht ein gutes und vor allem abwechslungsreiches Line-Up aus den verschiedensten Extrem-Metal-Sektoren zusammenzustellen und ich denke Spiwi und mir ist das auch heuer wieder ganz gut gelungen.

Leider wird es mit dem Booking von Jahr zu Jahr nicht einfacher. Bands bestehen teilweise auf Gagen, die für uns als Underground-Festival einfach nicht stemmbar sind. Solche Gagen können natürlich bei großen Metalfestivals gezahlt werden, bei uns definitiv nicht. Einer unserer Standpunkte ist: Wir buchen nur Bands, die 1. Sinn machen und 2. nicht überteuert sind. Von Sinnlosem und Überteuertem gibt es ja - leider - schon viel zu viel ;-).



Hattet ihr da auch schon einmal Probleme mit Starallüren von irgendwelchen Bands?


Natürlich gibt es immer wieder Bands, die besondere Wünsche äußern bzw. - wie du geschrieben hast – Starallüren haben. Wir konnten jedoch bis jetzt jedes Jahr diverse diesbezüglich auftretende Problemchen zur Zufriedenheit aller lösen. Jeder Künstler soll sich am KOA wohlfühlen. Natürlich gibt es auch hier Grenzen, aber das schnapsen wir uns mit den Bands dann schon aus ;-).


Ihr gebt auch immer vielen heimischen Bands die Chance ihr Können live zu demonstrieren. Wie sind da die Reaktionen von den Bands wenn sie eingeladen werden?


Es ist uns ein großes Anliegen die österreichische Szene ebenfalls tatkräftig zu unterstützen und in das KOA einzubinden! Wir haben jedes Jahr derart viele Anfragen von heimischen Bands, dass wir theoretisch mehrere Festivals draus machen könnten haha. An dieser Stelle ein großes Sorry, dass wir einfach nicht jede Band berücksichtigen können.



Also bis jetzt hat sich noch jede österreichische Band darauf gefreut auf dem renommiertesten österreichischen Extrem-Metal-Open-Air spielen zu dürfen.



Das KOA ist auch außerhalb Österreichs sehr bekannt, was bei der Vielzahl der Festivals ja nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit darstellt.


Darauf sind wir auch besonders stolz! Jedes Jahr haben wir Besucher aus vielen Ländern Europas; ja sogar darüber hinaus aus Asien, Mexiko und Australien pilgern Fans auf unser Festival und das nicht nur einmalig, sondern einige davon kommen Jahr für Jahr wieder. Das ist natürlich eine super Sache und freut uns als Veranstalter ganz besonders!


Ich kenne viele, für die das KOA einfach jedes Jahr ein Pflichttermin ist! Was denkt ihr, macht das besondere Feeling am KOA aus?


Ein ganz wichtiger Punkt ist sicher das Ambiente. Wieviele Open-Airs hast du auf 1000m Seehöhe mitten in einer Waldlichtung? Ich glaube, die kann man an einer Hand abzählen. Zudem sind wir trotz der in allen Bereichen der Vorbereitung steigenden Preise immer noch ein Festival mit humanen Preisen und zocken niemanden ab, wie auf so manch anderem großen Festival.

Weiters machen natürlich die Besucher das Festival zu dem was es ist! Grob gesagt versammeln sich lauter musikbegeisterte Irre auf einem Fleck, man trifft Leute wieder, die man mitunter das ganze Jahr nicht gesehen hat, genießt ein paar Tage im Jahr eine Auszeit von allem Stress und feiert gemeinsam eine fette, gemütliche Party!



Wie sieht es eigentlich mit der Location aus? Haben sich die Anrainer mittlerweile mit der schwarzen Horde abgefunden?


Ja, hier gibt es - bis auf sehr wenige Ausnahmen - ein wirklich gutes Verhältnis zu den Anrainern. Die überwiegende Mehrheit freut sich jedes Jahr auf das Festival. Es lohnt sich ja natürlich auch für die Wirtschaft. Du hast ausgebuchte Hotels und ausverkaufte Supermärkte in der Umgebung, die von freundlichen Leuten in toller Stimmung besucht werden. Quasi eine Win-Win-Situation für uns alle.


Euer Team arbeitet ja nun schon seit einigen Jahren zusammen. Haben sich die Leute gemeldet, dass sie mitarbeiten wollen, oder wie hat sich das ergeben?


Wir kennen uns alle schon eine Ewigkeit und haben uns mit der Wiederaufnahme des Festivals im Jahr 2014 nur ein wenig neu aufgestellt und Kompetenzen bzw. Arbeitsgebiete neu zugeordnet. Und wie man sieht, es funktioniert recht gut.


Gibt es irgendwelche Bands, die ihr gerne einmal ins Kaltenbachtal holen würdet?


Da gibt es natürlich viele, einige sind aber leider absolut unmöglich. Im Grunde genommen muss einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis passen, dann wird es auch die nächsten Jahre ein feines Line-up geben.




Möchtet ihr sonst noch irgendetwas rund um das KOA erzählen?


Wer sich noch Tickets im Vorverkauf holen möchte, kann das ganz einfach zb. unter folgendem Link tun:

www.ticketmaster.at/event/kaltenbach-open-air-2017-tickets/9523

Hier gibt es die Möglichkeit mittels print @ home das Ticket ohne zusätzlicher Bearbeitungsgebühren zu kaufen, das dann direkt bei der Bändchenausgabe in ein schönes Original-Hardticket umgetauscht wird.

Weitere VVK-Stellen sind:
kaltenbach-openair.at/de/tickets
www.oeticket.com



Und zum Abschluss einige Worte an unsere Leser?


Im Namen des gesamten Teams möchte ich mich bei allen Besuchern für die jahrelange Treue bedanken! Ohne euch wäre es definitiv nicht möglich so ein Festival aufzuziehen. Großer Dank dafür und ich hoffe wir sehen uns alle heuer wieder bei 1-100 Bier wenn es wieder heißt: „Der Metalberg ruft“ – bis August am KOA 2017!


Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen und ich freue mich schon sehr auf das KOA 2017!


Ich habe zu danken, wir sehen uns in zwei Monaten auf ein Bier!




www.kaltenbach-openair.at

Autor: Metalmama

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Beitrag vom 03.07.2017
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