Interview mit BEARTOOTH - We go through the same shit


[ENGLISH VERSION BELOW]


BEARTOOTH erschienen in Europe mit "Aggressive" aus dem Nichts und begeisterten mit ihrem rockigen Post-Core sofort. So energisch und positiv die Musik auch klingt, die Herren rund um Caleb Schomo zeigen sich auf der lyrischen Seite aber auch tiefgründig und sagen Depressionen den Kampf an. Wir sprachen mit Gitarrist Kamron per Telefon über das aktuelle Album und vieles mehr.


Hi Kam, du bist gerade in Deutschland, vermute ich?


Ja, das ist richtig.


Freust du dich bereits auf die Festival-Shows (Rock Im Park / Rock Am Ring) kommendes Wochenende?


Ja, wir haben noch nie zuvor auf einem Festival in Europa gespielt. Wir haben aber bereits Videos von den Festivals gesehen und sind daher extrem aufgeregt.




Ich nehme an, das könnte hier herüben eine eurer größten Shows bisher werden, da könnt ihr euch auf eine große Zuschauermenge gefasst machen.


Das hoffe ich doch sehr, Mann.


Ihr habt kürzlich „Aggressive“ nochmal als Deluxe Edition heraugebracht. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?


Wir haben da sehr viel Arbeit reingesteckt. Wir haben dafür eine komplette Show in unserer Heimat Columbus aufgenommen und auf eine zusätzliche Live-DVD gepackt und dann noch ein paar Bonustracks hinzugefügt. Eine 7“ mit zwei Akustik-Tracks, „Sick Of Me“ und „Hated“. Und ein paar Live-Songs auf der eigentlichen CD. Es ist sehr cool geworden, ich habe die DVD selbst schon ein paarmal gesehen und genieße diese sehr... und ich bin da echt stolz darauf.


Das Album ist nun ungefähr ein Jahr alt. Wie siehst du denn darauf heute zurück?


Es ist irgendwie verrückt, alles ist so schnell gegangen und wir sind immer noch aufgeregt was das Album betrifft, aber ich denke wir sind alle bereit für ein neues Album und um neue Musik raus zu bringen. Das Album war Wahnsinn, es hat uns auf ein neues Level gehievt und aus uns eine bessere Band gemacht.


Also arbeitet ihr bereits an neuem Material?


Da ist Zeug in der Mache, aber nichts wirklich fertig. Es ist aktuell noch ein langsamer Prozess, aber es wird sicher bald richtig losgehen.




Ich habe BEARTOOTH letztes Jahr in Wien erlebt. Das war eine großartige Show vor ausverkauftem Haus, aber die Location war relativ klein. Wie ist es für euch in Europa zu spielen im Vergleich mit den USA?


Es war großartig. Als wir das erste Mal nach Wien kamen, waren wir mit BRING ME THE HORIZON unterwegs, wenn ich mich nicht irre. Und als wir das nächste Mal zurückkamen, waren wir bereits Headliner und da war es natürlich umwerfend gleich eine Show auszuverkaufen und so viele Leute dort zu sehen, die uns als Headliner unterstützten. Wir möchten auf jeden Fall wieder kommen – noch größer! Es ist ein wunderschönes Land und wir lieben es dort zu sein.


Lass uns etwas über die Anfänge der Band sprechen. Caleb startete BEARTOOTH nachdem er bei ATTACK ATTACK! aufhörte und es scheint als wollte er eine etwas andere Richtung einschlagen. Woher kennst du die Jungs und wie bist du zu der Band gekommen bzw. erzählst du uns noch etwas über die Anfänge?


Es fing damit an, dass Caleb Songs in seinem Keller schrieb. Er wollte einfach die Musik machen, die er selbst am meisten genießt und formte eine Band bestehend aus vier Mitgliedern mit nur einem Gitarristen, aber etwas später stieß ich zur Band als zweiter Gitarrist, aber wir sind auch alle in derselben Szene in Columbus aufgewachsen und waren bei lokalen Shows und so weiter. In dieser kleinen Szene waren eigentlich alle Freunde und ich kenne Caleb jetzt schon seit ich 15 war oder so. Wir kennen uns also alle aus unserer Heimatstadt.




Und woher kam eigentlich der Bandname?


Da gibt es eigentlich keine coole Story dahinter, aber unser erster Bassist wuchs in Beartooth Court auf, das war der Name seiner Straße, was sie damals cool fanden – daher kam der Name.


Ihr habt gerade mit „Sick Of Me“ ein neues Video, mit interessanten Stories über Depression und wie man damit umgeht, veröffentlicht. Wie kam die Idee das zu machen?


“Sick Of Me“ handelt von Depression und sich durch diese zu kämpfen, egal wie und so wollten wir den Leuten Geschichten über Leute, die an Depression litten und darüber hinwegkamen, zeigen. Wir sind nicht viel im Video zu sehen, es gibt nur ein paar Live-Szenen und Caleb der über seine eigenen Erfahrungen spricht, aber es gibt noch drei weitere Personen die über ihre Geschichte sprechen. Es gibt keine Heilung in dem Video, aber es gibt euch Ideen und kann möglicherweise Leuten helfen. Hoffentlich bekommen Leute mit Depression zumindest ein positives Gefühl dadurch.


Ich weiß nicht wieviel Caleb mit euch über die Lyrics spricht, aber diese sind immer sehr persönlich und es scheint sehr wichtig für die Band so tiefgründige Texte zu haben. Wie schwer ist es für ihn, und auch euch als Band über solche Dinge zu schreiben bzw. Musik darüber zu machen?


Ich denke, wir versuchen so offen und transparent wie möglich für die Leute zu sein. Wir gehen durch die selbe Scheiße... ich meine, die ganze Welt tut das. Wenn Caleb Texte schreibt, will er einfach gerade heraus sein, will alles rauslassen und hält nichts zurück. Ich denke, dass dies unser Gütesiegel ist. Wir hoffen einfach, dass unsere Musik die Leute erreicht und ihnen vielleicht auch hilft.


Ihr habt recht negative und depressive Texte, aber es scheint, die Musik selbst versucht eher positive Energie auf die Menschen zu übertragen...


Yeah – „Disgusting“ war sehr deprimierend und eine Art dunkler Ort und jetzt handelt „Aggressive“ immer noch davon, aber versucht Wege zu zeigen, wie man auf eine positive Weise aus diesem dunklen Ort entkommt. Es gibt definitiv eine kleine Änderung im Stil der Texte und es geht einfach ums Vorankommen.


Was gibt es noch für Pläne für das restliche Jahr bei BEARTOOTH?


Wir machen jetzt eine Australien Tour mit THE AMITY AFFLICTION und MAKE THEM SUFFER. Danach geht es direkt weiter mit der Welt-Tournee und dann denke ich werden wir uns an ein neues Album machen.




Dann danke ich dir für das Interview!


Danke dir vielmals! Wir sehen uns bald!





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[ENGLISH VERSION]



Hi Kam, I guess you are in Germany at the moment?


Yes, that´s true.


So, how do you look forward to the festival shows (Rock Im Park / Rock Am Ring) next weekend?


Yeah, we have never been to a festival in Europe. We already watched videos of it online, and so we are really excited.


I guess that could be one of your biggest shows, because you can expect a big crowd there.


I hope so man.


You recently re-released “Aggressive” as a Deluxe Edition. How came the idea to do that?


We´ve put a lot of work in it. We filmed an entire set from our hometown in Columbus for a live-DVD and we added a few bonus tracks. An 7inch with two acoustic tracks, which is “Sick Of Me” and “Hated”. And then we have a few live songs on the actual CD. It´s really cool, I actually watched the DVD a couple of times myself and I really enjoy it... and I´m really proud of it.


The record is about one year old. How do you look back now on it?


It´s kind of crazy, all went pretty fast and we are still stoked on it, but I think we are all ready for a new record and to get new music out there. The latest album was insane, it kind of took us to the next level and made us better as a band.


So you are already working on new material?


There is some stuff in the work, but nothing finished yet. It´s a kind of slow process at the moment, but it´s gonna be soon.


I saw BEARTOOTH in Vienna last year. It was a great show in front of a sold out house, but the venue was quite small. How is it for you to play in Europe in comparison to the US?


It was awesome. When we came the first time there, it was with BRING ME THE HORIZON, if I am not mistaken. And the next time we came back already as a headliner and it was kind of mind-blowing to sell out a show and have so many people there, who supported us as a headliner. We definitely come back and keep growing. It´s a beautiful country and we love coming there.


Let´s talk a little bit about the beginning of the band. Caleb started BEARTOOTH after he left ATTACK ATTACK! and it seems he wanted to do a quite different style. How did you know the guys how did you join the band later? And can you just explain a little bit about the beginning?


It all started with Caleb, writing songs in his basement. He wanted to write just the music he enjoys and then he kind of formed a four piece band with just one guitar player and I joined a little bit later the second guitar player, but we all grew up in the local Columbus music scene together, playing local shows and that stuff. In this small music scene everyone where friends, and I know Caleb since I was probably 15 years old or so. We all known each other from our hometown.


And how came actually the idea of the band name?


There is no real cool story for this, but our first bass player grew up at Beartooth Court, that was the street name and they kind of found that cool – so that´s how we got the name.


You recently released a new video for “Sick Of Me” with interesting stories about depression and how to deal with it. How came the idea to do this?


”Sick Of Me” is about depression and beating yourself through it in any way you possibly can, and we wanted to show you all stories about people who had depression and how got over it. We are not much in the video, there are a few live-shots and Caleb talking about his depression, but it´s three other people who talk about their depression. I mean, there is no cure in the video, but it opens up ideas and maybe it can help out a little bit. Hopefully people with depression get at least some positive vibes out there.


I don´t know how much Caleb talks about lyrics with you, but his lyrics are always very personal and it seems it´s very important for the band to have such deep lyrics. How hard is it for him or for the band to sing about that stuff and make music out of it?


I think, we are trying to be as transparent as possible. We go through the same shit... I mean everyone on the world does that. When Caleb writes lyrics, he want to be straight forward and put everything out there and not to hold anything back. I think, doing that kind of shows a genuine quality in all of us. We want to help people out and I hope our music reaches some people and helps them maybe out.


You have these negative and depressing lyrics, but the music seems to try to get very positive energy to the people...


Yeah “Disgusting” was very self-deprecating and kind of in a dark place and now “Aggressive” is still dealing with that, but is more trying to show how to get out of this dark place in a kind of positive way. It´s definitely a little change in the lyric-style and it´s all about moving forward.


What are your plans with BEARTOOTH for the rest of the year?


We are doing an Australian tour with THE AMITY AFFLICTION and MAKE THEM SUFFER. After that we go straight on Word-Tour and then I believe we are starting to prepare for a new record.


Thank you for the interview.


Thank you very much! See ya soon!






beartoothband.com

Autor: maxomer

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Beitrag vom 07.07.2017
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