Interview mit BRUJERIA - That´s an impressive way to fuck things up


[ENGLISH VERSION BELOW]


Nach einer großartigen BRUJERIA Show, bei der sich alle in der Tent Stage musikalisch weggesprengt haben, treffen wir BRUJERIA Sänger Juan, der als einziger ein permanentes Mitglied der All-Star Band ist, zum Gespräch. Es ist bereits kurz vor 9 Uhr abends und bevor wir das Interview starten, wird Juan noch gefragt, ob er etwas zu trinken möchte. Nachdem er kurz überlegt, ob es schon Zeit für ein Bier ist, antwortet er, dass er erst mal ein Wasser nimmt, denn er beginnt erst zu trinken sobald es dunkel ist. Daraufhin brechen alle in ein schadenfrohes Gelächter aus und wir erklären ihm, dass es in Finnland zurzeit nicht dunkel wird, da es im Sommer die Mitternachtssonne gibt. Traurig antwortet Juan: „Ich warte darauf, dass es dunkel wird, aber es wird niemals dunkel.“


Du hast heute eine ziemlich geile Show hingelegt.


Juan: Du mochtest die Show? Es war echt hart so bald zu spielen.


Aber, es gab einen Moshpit von Anfang an.


Juan: Yeah, da war einer allerspätestens beim "Macarena Marihuana" Song. Wir mögen diese Art von Spaß bei unseren Shows.




Wieso hat jeder eurer Mitglieder ein Pseudonym, wie hat das begonnen?


Juan: Du meinst die Mitglieder von anderen Bands und so. Wir haben mit BRUJERIA angefangen und jeder der bei BRUJERIA von Anfang an dabei war, spielte auch in einer andern Band. Sie wurden mit ihrer anderen Band berühmt und verließen BRUJERIA wieder und ich habe sie nie wieder gesehen. Wir machen Aufnahmen wann wir können und 2003, als die anderen Bands sich auflösten, gingen wir mit den verbliebenen Mitgliedern auf BRUJERIA Tour und genossen es. Aber die meisten Mitglieder sind mittlerweile mit ihren anderen Bands berühmt, ich bin der einzige, der übrig geblieben ist, als alle anderen reich und berühmt wurden. Wir hatten auch Mitglieder von FAITH NO MORE und es kam wie ein Schlag und sie verkauften Millionen an Alben. Aber ich habe alles zusammen gehalten und einige Jungs kommen zurück, um mit uns zu spielen und sie lieben es. Sie haben Spaß, es gibt keinen Druck, daher wollen viele aus bekannten Bands mit uns spielen. Aber oft können sie nicht, weil sie zu beschäftigt mit ihrer anderen Band sind. Hauptsache wir haben Spaß mit dem was wir tun.


Wie funktioniert euer Zeitmanagement? Ich meine jeder spielt in einer anderen Band, wie organisiert ihr die Shows?


Juan: Wir haben viele Mitglieder und wenn es seiner der Jungs nicht schafft, gibt es jemanden der statt ihm spielt. Wir sind gegenseitig auswechselbar, es ist nicht so, dass wenn uns einer der Jung verlässt, wir nicht weitermachen können. Wir nehmen die verschiedenen Stücke und setzen sie zusammen und es funktioniert. Viele wollen liebend gerne in unserer Band spielen und warten darauf, dass wir sie anrufen und wir versuchen sie alle aufzunehmen. Erst letzte Woche hatten wir ein anderes Line-Up. Unser Bassist war nicht da, als wir letzte Woche auf einem Festival gespielt haben, also sprang jemand anders für ihn ein. Es wird immer jemand anderen dafür geben.


Also rekrutierst du aktiv gar keine neuen Mitglieder, sondern sie rufen dich alle an, weil sie mit dir spielen wollen?


Juan: Ja, es rufen ziemlich viele an und wir mussten auch schon einigen absagen, aber so funktioniert es. Wir haben schon seit mehr als 20 Jahren Freunde und behalten unsere Freunde auch für lange Zeit, also gibt es viele Mitglieder.


Das macht es ziemlich einfach für dich oder?


Juan: Ja, sie alle lieben es. Es ist nicht so, dass du sie bezahlst und sie arbeiten. Es ist eher so, dass sie es unbedingt machen wollen und sie würden es sogar gratis machen.


Also bleibt mehr für dich übrig.


Juan lacht: Nein, nein, nein wir bezahlen sie, aber es geht um die Einstellung. Aber wenn sie natürlich wirklich gratis arbeiten wollen, dann können sie das auch gerne. Die meisten suchen nicht nach Geld, sondern sie wollen einfach Spaß haben. Viele Bands haben heutzutage keinen Spaß mehr. Vielleicht eher noch die jüngeren Bands, aber für die Älteren ist es wirklich schwer.


Ihr habt gerade ein neues Album bei Nuclear Blast herausgebracht, aber davor gab es eine ziemlich lange Zeitspanne in der ihr kein Album veröffentlicht habt. Denkst du, dass ihr die nächste LP etwas früher herausbringen werdet?


Juan: Ja, wir haben auch diese Woche neue Songs geschrieben, über Trump. Aber jetzt sind wir gerade auf Tour und wir haben vorher nie getourt. Es gab auch keine Live Shows bis 2003, nur ein paar Shows in den 90ern. Als wir damals zu Touren angefangen haben, fuhren wir überall dort hin wo uns jemand sehen wollte und auch die Mitglieder haben sich ständig verändert. Es war wie "kommt fangen wir an am neuen Album zu schreiben" und jeder meinte nur "ja morgen, morgen fangen wir an". Also dauerte es eine Weile, vielleicht sogar fünf Jahre bis wir die Hälfte der Songs geschrieben hatten. Aber als dieses ganze Trump Thema aufkam, war es eine gute Motivation schnell zu handeln. Er ist eine sehr gute Motivation.


Worum geht es in den Trump Songs und wieso seid ihr darauf gekommen?


Juan: Welchen? Den ersten? wir dachten niemals das er gewinnen würde. Es war ein Witz. Er hat mit den Russen betrogen. Er hat auf jeden Fall getrickst. Ja, nachdem er gewonnen hat war überall Chaos, es war ein Aufstand. Das ganze Land hasst plötzlich wieder alles und jeden. Es ist wie die totale Zerstörung und jeder hasst und kämpft und tut was er will. Das ist wirklich schlimm. Fahrt nicht in die Vereinigten Staaten, ihr werdet es nicht mögen.



Was würdest du zu Trump sagen, wenn du ihn triffst?


Juan: Ihr wollt wirklich wissen was ich ihm sagen würde wenn ich ihn treffe? (grinsend und halb ernst) Ich würde ihm sagen: Guter Job! Du schaffst es wirklich alles über den Haufen zu werfen und du hast es so einfach gemacht. Ich meine, ich mag es auch irgendwo hinzukommen und alles durcheinander zu bringen - mit meinen Songs. Aber er hat das ganze Land über Nacht verwandelt und alles versaut. Wie hat er das gemacht? Das ist echt unglaublich, ich bin beeindruckt. Ich kann ihn nicht hassen, ich kann diesen Typ einfach nicht hassen. Ich kann hassen was er macht, aber was er getan hat ist wirklich verblüffend. Man kann ihn nicht wirklich nicht ernst nehmen, was er da gemacht hat, ich kann es nicht glauben. Es ist wirklich beeindruckend wie viel Scheiße man bauen kann.


Ich denke, die meisten glaubten, dass es nicht so schlimm werden würde.


Juan: Es ist wirklich schlimm. Ich weiß, dass er betrogen hat. Er hat uns mit den Russen ausgetrickst. Darum geht es auch in unserem neuen Song „American Sorrow“ über ihn und diesen russischen Typen. “American Sorrow” ist der Titel des Songs, aber wir singen “Americon Sorrow” das bedeutet Schwuchtel.


Sind all eure Texte auf Spanisch?


Juan: Es ist eher „Spanglish“ also halb Spanisch und etwas Englisch, aber es ist echt schwer zu verstehen, du kannst es googlen und übersetzen. Es ist ein Grenzspanisch, zwischen den Vereinigten Staaten und Mexico, dort werden die Sprachen gemixt. Alle unsere Songs sind in dieser Sprache, daher ist es hart ihnen zu folgen.


Was bedeutet „Pocho Aztlan“, der Titel eures letzten Albums, und wieso habt ihr ihn gewählt?


Juan: Pocho ist ein Schimpfwort der Mexikaner, mit dem sie mexikanische Amerikaner bezeichnen, die in den Vereinigten Staaten geboren wurden. Sie nennen sie Pocho wie Abfall. Wenn du in den Staaten geboren bist, dann bist du Abschaum für sie und für die Amerikaner bist du ebenfalls Abschaum, da sie dich als Mexikaner sehen. Also, keiner der beiden Seiten mag dich, darum geht es. Pochos sind Menchen die weder die eine noch die andere Seite will. Das ist auch der Grund warum ich eine Maske aufsetzte (lacht). Es gibt viele Mexikaner die in den Vereinigten Staaten geboren wurden. Ihre Eltern kommen illegal über die Grenze und haben Kinder in den Staaten. Es gibt Millionen von ihnen.


Ich habe gelesen du fährst mit einem Van von Konzert zu Konzert, machst du das immer noch?


Juan: Nein wir haben jetzt angefangen mit dem Bus zu fahren, weil das Herumfahren im Van zu verrückt wurde. Ich mochte den Van, aber mit dem Bus ist es viel einfacher zwischen den Shows hin und her zu fahren. Der Van kann das nicht. Mit dem Van zu fahren war Wahnsinn, er war immer voll mit Gras. (Lacht) Das habe ich jetzt nicht gesagt, löscht das. Jetzt haben wir den Bus und sind wieder normal geworden, wir sind eine normale Band.


Wo ist eure nächste Show?


Juan: Wir spielen bei vielen Festivals, die nächste Show ist in Wacken. Danach touren wir in Australien, Japan und den Vereinigten Staaten und dann weiß ich nicht wie es weitergehen wird. In den Vereinigten Staaten sind wir wirklich gut unterwegs, wir spielen eine Menge Shows.


Seid ihr in den Südstaaten populärer?


Juan: Eigentlich spielen wir überall. Ich kann dir nicht sagen wieso. Ich bin überrascht, aber überraschender ist das Trump gewonnen hat. Ich würde diesen Typen wirklich gerne einmal treffen. (Juan erzählt noch einmal was er bereits vor 5 Minuten über Trump gesagt hat.)


Denkst du, dass Hillary einen besseren Job gemacht hätte?


Juan: Sie würde gar nichts verändern. (Murmelt etwas Unverständliches.) Es würde positiv für die Frauen sein, das wäre sicher ganz nett, aber es hätte sich sicher nichts mit ihr verändert. Sie ist zu normal.


Was ist dein Lieblings Song von der neuen LP?


Juan: Ohhh, das ist schwer. Ich mag viele von ihnen. "Isla De La Fantasia" – Fantasy Island – das ist eine alte TV Serie, vielleicht zu alt für euch. Die Serie ist aus den 70ern. Ricardo Montalban ist im Besitz einer Insel, mit einem Zwerg als Sidekick. Wir haben so eine Art Intro dazu gemacht, aber anstatt dass Leute aus dem Flugzeug kommen, ist es mit Kokain beladen.

Ich erzähle euch jetzt eine Geschichte. Ein paar befreundete Anwälte von mir sind nach Florida fischen gefahren. Die sind nicht gerade arm und sie gingen fischen bis plötzlich ein Flugzeug vorbeikam und eine Ladung Pakete abwarf. Sie haben die Pakete herausgefischt und es war alles Kokain, 50 Kilo Kokain. Sie schrien: „Oh mein Gott, wir müssen das wieder los werden. Ruft die Polizei an!“ Aber einer der Jungs kam und meinte: „Ohhh ja! Wir sollten das behalten!“ Er wollte es nicht wieder hergeben, aber einer der Anwälte packte ihn am Arm und meinte: „Du kannst das nicht haben.“ Der Song handelt davon, wie das Flugzeug kommt und die Kilos abwirft und über den einen Typen am Boot der meinte: „Oh, ich bin der König des Koks!“ Das ist eine wahre Geschichte, aber in der Song Version werden die Typen umgebracht. Die Leute aus dem Flugzeug kamen zurück und töteten sie alle. Ich wollte etwas Drama haben, in Realität sind sie einfach ängstlich davon gelaufen. Es gibt auch einen Film darüber “Cocaine Cowboys” dort fliegen sie auch in diesen kleinen Flugzeugen und werfen das Zeug über einem Boot ab. Dasselbe passierte meinen Freunden, aber es war das falsche Boot. Das ist meine Lieblings Geschichte, daher ist es wohl auch mein Lieblings Song. Aber schaut euch sonst einfach einmal Fantasy Island an. In dem Song kann man auch die Stimme des Zwergs hören.





Eine Frage zu deiner Show, bei einem Song habt ihr die Hände auf euren Köpfen und so eine Art Zeichen gemacht, was hat es bedeutet?


Juan: Das ist das Sathongo Monster, unser Bassist heißt Hongo, sein Haar sieht wie ein Pilz aus und das Zeichen soll auch einen Pilz darstellen. Pilzkopf, halb Mensch, halb Pilz und halb satanisch, also ist es der satanistische Hongo oder Sathongo. (beginnt zu singen Sathongo is satanico) Der Pilz wird wahnsinnig und beginnt Frauen in Mexiko zu töten, wo der Peyote wächst. Es ist eine lange Fantasiegeschichte. Peyote wächst in Mexiko gleich neben der Fahrbahn, also kann man sie einfach ausgraben und essen. Das ist genau dort wo Sathongo geboren wurde, ihr habt doch den Bassisten gesehen. Man isst sie und dann kotzt man und dann wirst du high. Du fährst entlang des Highway 14 durch Mexiko und dann biegst du ab… Ihr werdet schon sehen das es dort Peyote gibt, weil dort überall Kotze ist. Die Leute übergeben sich direkt daneben. Yeah das ist Peyote!


Was war deine aufregendste Show im Letzen Jahr?


Juan: Ich denke es war Barcelona im Dezember. Die Show war wirklich verrückt. Dort ist alles Mögliche passiert. Nackte Mädchen sind von der Bühne gesprungen und haben den Macarena getanzt. Es ist noch etwas vorgefallen, wir hatten kein Gras mehr für die Band und jemand ist aufgetaucht und hat diesen riesen Beutel mit Gras herausgezogen, wirklich gutes Gras und ich dachte nur oh mein Gott was mache ich mit diesem Haufen Gras auf der Bühne. Es fiel aus meinen Händen und die Leute versuchten auf die Bühne zu kommen, um etwas davon zu erwischen. Es war Chaos. Ich musste das Gras loswerden und dachte nur stopp, stopp, stopp. Ich hatte um die 300€ Marihuana in meinen Händen und ich war wie "Helft mir, helft mir!". Sie geben uns oft Zeug wie das. Sie geben uns Kokain und nackte Mädchen. Oh, das Ganze war so verrückt, der Typ war so verrückt und wir bekommen viele verrückte Sachen. (Lacht) Mädchen haben ihre Höschen auf die Bühne geworfen, usw.


Also war es heute eigentlich eine sehr gesittete Show...


Juan: Ja heute war es nett und einfach für uns. Keine nackten Mädchen, die auf die Bühne gehüpft sind. In Barcelona kann man nackt hinausgehen. Die haben eine Nackt-Lizenz. Sie gehen einfach nackt herum und tragen ihre Geldtasche in der Hand. Nein ich weiß nicht wo sie ihre Geldbörsen tragen, aber man sieht nackte Menschen. Ah! Das war wirklich schräg.


Aber ihr wart im Winter dort, ihr müsst einmal im Sommer hinschauen, dann ist es wahrscheinlich noch verrückter. Es gibt bestimmt mehr nackte Menschen im Sommer.


Juan: Ja, wir haben sehr viele schräge Shows gespielt, aber es ist nie außer Kontrolle geraten. Es war nur verrück und Chaos, aber nicht schlecht, es hat sich noch nie jemand verletzt oder geprügelt oder so was. Nur Leute die gemeinsam eine gute Zeit haben und jeder verlässt uns glücklich.


Aber du hast auch eine Machete auf der Bühne...


Juan: Ja das ist ein altes Symbol der armen mexikanischen Farmer. Das ist alles was wir haben, die Revolution der Machete.


Wie hast du die Machete ins Flugzeug bekommen? (alle lachen)


Juan: Nein, nein, das was ihr denkt ist nicht passiert. Wir haben sie einfach eingecheckt, sie ist nicht scharf. Es ist nur eine Requisite. Aber manchmal drehen sie schon durch, wenn sie mich sehen und bringen mich in ihre Spezialräume.


Ja, heutzutage kontrollieren sie alles und jeden.


Juan: Ja vor allem in Ländern wie Venezuela kontrollieren sie gerne Bad Boys.




Sind sie dort strenger?


Juan: Ja vor allem als wir unseren „Anti Castro“ Song dort singen wollten. Sie sind pro kommunistisch und sagten, wir sollen den „Anti Castro“ Song nicht singen und wir habens trotzdem gemacht. Da waren diese Armee Typen mit Gewehren vor der Bühne, aber das Publikum schrie danach, also spielten wir ihn und dann wurde es still. Die Armeetypen kamen auf die Bühne und sagten „Stopp, stopp, stopp!“ also wurde ich ruhig und hörte auf. Wir spielten noch ein paar andere Songs und schauten, dass wir schnell wieder raus kamen. Als wir zur Location gefahren sind brachte uns ein Van zu der Show und jedes Mal als der Wagen bei einem Stoppschild oder einer roten Ampel anhielt, zückte der Wächter eine Waffe und richtete sie auf die Wagentür. Das war mitten am Tag und ich dachte mir nur "Was machen wir, was machen wir hier..." Aber nachdem wir den Song gespielt hatten gab es keine Wächter mehr die uns halfen. Wir mussten alleine nach Hause kommen. Niemand sicherte die Tür, sie haben uns einfach verlassen.


Wow, das erfordert wirklich Mut.
Ich hoffe, dass die Konzerte in Europa so einfach wie heute für euch bleiben. Danke für das Interview und die tolle Show.



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[ENGLISH VERSION]


After a brutal BRUJERIA show where people banged and moshed themselves away, we met BRUJERIA frontman Juan the only permanent member of the All-Star Combo. It is nearly nine p.m. and Juan has been asked if he wants something to drink. After a time questioning himself if it´s already time for a beer he answers that he will take a water because he only starts drinking when it´s dark. We start a malicious laughing session until we explain that there´s the midnight sun in Finland and it never gets dark during summer. Juan answers with a sad Voice: ”I am waiting until I gets dark but it never got dark.”

You did a very great show today.


Juan: You liked it? It was very hard playing that early.


But there was a mosh pit from the beginning.


Juan:

Yeah, there was one at last at the Macarena Marihuana Song. We like that kind of fun in our shows. I don´t know.


V:
Why does every member have a pseudonym, how did it start?


Juan: You mean all the members from different bands and stuff. We started BRUJERIA and everyone who got into BRUJERIA at the beginning also played within another band. They got famous with their other bands and they just left BRUJERIA and were gone and I have never seen them again. We do records when we can and in 2003 all the other bands broke up or stop and with the remaining members we do BRUJERIA tours and enjoying it. But most of the members got famous with other bands, just me I am the only one left when everyone else got rich and famous. We also had a member from FAITH NO MORE and it was like “boom” and they sold millions of records. But I kept it together and when the guys come back to play with us they love it. They have fun, there is no pressure, so a lot of members from big bands want to play with us but they can´t because they are too busy with their other bands. But we have fun with what we got.


How does time management work? Because every member plays in another band. How do you organise the shows?


Juan: We have a lot of members, so when one guy can´t make it you get a replacement guy. It is interchangeable, it is not like one guy quits and we can´t make it. We take different pieces and put them together and it works. All the other guys love to play in the band and they are waiting like “Please call me, please call me!” and we try to get them all in. Last week we had a different line up. Our bass player wasn´t around when we played on a festival last week so we replaced him. There will always be somebody there.


So you aren´t actually recruiting new members because they are all calling you and want to play with you?


Juan: Yeah, they are calling but we have to turn down some guys from big bands but yeah that´s how it works. We have like friends since 20 years, so we have our friends for a long time and got plenty of members.


So it´s very easy for you?


Juan: Yes they all love doing it. It´s not like you pay them and they work. It´s like I wanna do it and I will do it for free.


So there will be more left for you.


Juan laughing: No, no, no, we pay them, we pay them but that´s the attitude. If they really wanna do it like that, they can do it. They are not just looking for money, we just have fun. A lot of bands don´t have fun anymore. Maybe the young guys have it but for the older guys it´s hard to find a band to have fun with.


Your new LP was just released by Nuclear Blast but there was a big time span before, so do you think that you will release your next LP earlier?


Juan: Yeah, we just wrote new songs this week. About Trump. But now we are touring, we never toured before. We never had Live Shows until 2003. There are only a very few shows we did in the 90ies. So we start touring and everybody wanted us, so we just went everywhere and the members changed and it was like let´s start to write a new record and everybody was like yes tomorrow, tomorrow. It took a while maybe even 5 years and we had half of the songs written but we got motivated to move fast when the Trump thing comes in. He is a good motivation.


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Juan: Which one? The first one, we never thought he would win. It was a joke. He cheated with the Russians. He cheated, he cheated. Yeah there was chaos, after he won there was a riot. The whole country is hating everybody again. It´s like total destruction, everybody is hating and fighting and doing wat he wants. It´s bad. Don´t go to the United States you won´t like it.


What would you say to Trump if you could say anything to him?


Juan: You really want to know what I would tell him when I meet him. I would tell him good job! You really mess things up. You did it like so easily. I mean I like to come in and mess things up with my songs but he came in and changed the whole country overnight and screwed up everything. How did you do that? It´s amazing. I´m impressed. I can´t hate him, I can´t hate the guy. I can hate what he is doing but what he did is really amazing. I can really take him not serious it´s like, what he did is like, I can´t believe. That´s an impressive fuck things up thing.


I think everyone expected that it wouldn´t be so bad.


Juan: It´s horrible. I know he cheated. That´s bad. I know he cheated with the Russians. That is what our new song is about “American Sorrow” about him and the American Russian guy. “American Sorrow” is the name of the song but we sing it “Americon Sorrow” so Americon is like a gay or a fag.


So all your lyrics are in Spanish actually….


Juan: It´s like in Spanglish half Spanish and a little bit of English but it´s really hard to understand, you can go to google and translate it. It´s like a border Spanish – United States and Mexico – the languages are mixed, so all the songs are like that language. It´s hard to follow.


What does „Pocho Aztlan“- the title of your current record, mean? And why did you choose it?


Juan: Pocho is like a bad word Mexicans call Mexican-American born in the United States. They call them Pochos like garbage. When you are born in the United States you are trash for them and for the people in the United Stated you are trash because you are Mexican. So both sides don´t like you, that´s what it is about. Pochos are the people they don´t want on either side. No one likes them. That´s the reason why I put the mask on. (laughing) There are a lot of Mexicans like that who are born in the United States. Their parents cross the border illegally and have children in the States. There are millions of them.


I have read that you drive with a Van from concert to concert, do you still do that?


Juan:
We are starting the bus thing now because driving the Van got crazy. I liked the Van but we got a bus now because it is a lot easier to drive between the shows now. The Van can´t do it. Driving the Van was crazy, always full of weed. I did not say that. Delete that. (laughing) Now we have a bus and we went back to normal, we are a normal band.


Where will be your next show?


Juan: We got festivals, in August Wacken. Then we are on tour like in Australia, Japan, United States and then I don´t know. It keeps going. In the United States we are doing really go out there and played a lot of shows.


So are you more popular in the Southern States?


Juan: Actually it is everywhere. I can´t tell you why. I´m surprised. But more surprising is that Trump won. I really want to meet that guy. (Repeating what he was saying about Trump five minutes earlier.)


Do you think that Hillary would have done a better job?


Juan:
She would have done nothing. (Mumbling something that is not understandable) It would be a good woman thing. It would have been nice but nothing would have changed with her. She is like normal.


What is your favourite song from the new LP?


Juan: Ohh that´s hard. I like a lot of them. Isla de la Fantasia – Fantasy Island – it´s an old TV programme, maybe too old for you guys. It´s an old TV programme from like the 70ies. Ricardo Montalban is the host of an island with a little midget sidekick. So we did a theme song to it but instead of people coming of the plane it was loaded with cocaine. I tell you the story about that one. Some lawyer friends of mine went to Florida fishing and they are both rich guys and went fishing until an airplane comes by and they throw out a bunch of packages. They got them and it´s all cocaine. 50 kilos od cocaine. They were like “Oh god! We have to get rid of it. Call the cops!” But then one guy comes out screaming “Oh yes holding on to it.” He doesn´t want to give it up but one of the lawyers tore him on his arm saying you can´t have that. So that song is about the airplane coming and drop the kilos and the one guy on the boat “Oh I´m the king of coke!” It´s a true story. But in the song version the guys got killed. They come back and shot them and kill them. I want to have drama in the song but in reality they just run away scared. There is also a movie about that “Cocaine Cowboys” there they also fly with this small planes and drop it of the boat. So this happened to my friends but it was the wrong boat. That´s my favourite story to tell, that´s my favourite song. But watch Fantasy Island the TV programme.


I have a question about your show. You were putting your hands on your head and did a kind of sign, what does it mean?


Juan: That´s the Sathongo Monster because our bass player is called Hongo. His hair looks like a mushroom so the sign is like a mushroom. Mushroom head, half human half mushroom and half satanic so it´s the satanic hongo or Sathongo. (singing Sathongo is satanico) The mushroom goes wrong and is like killing women in Mexico where peyote grows. It´s a long fantasy story. Peyote grows in Mexico right beside the highway so you can just pick it up and eat it. So right there were the Sathongo is born, you saw the bass player. You eat it and then you throw up and then you start going high. Highway 14 through Mexico and then you turn of…You know that it´s peyote because you see barf all over because people are throwing up next to it. Yeah that´s pyote!


What was your most amazing show last year?


Juan: I think it was Barcelona in December. That one was crazy. There happened everything, really everything. Naked girls were diving of the stage. Dancing the Macarena. There was one part, we haven´t got weed for the band and someone came up and pulled out a big bag of weed – really good weed – and I was like you my god what I am doing with this big amount of weed on stage. And it was falling out of my hands and people were trying to get on stage and grab it. It was chaos. Let´s get rid of this weed. It was like stop, stop, stop. I had like 300 € of marihuana in my hands and I was like help me, help me. They give us all kinds of stuff like that. They give us cocaine and naked girls. Oh! It was crazy, that one was crazy. We got a lot crazy stuff. (laughing) Girls throwing off their pants on stage. Anyways.


So today was a really easy one.


Juan: Oh today it was nice and easy. No naked girls jumping out on stage. In Barcelona you can go out naked. They got a naked licence. They just walk around naked and carry their wallet in their hands. I don´t know where to carry it but you see naked people. Ah, it was crazy!


But you were there in winter so you have to go there in summer so it would be a lot crazier I think. There are more naked people in summer.


Juan: Yeah, we had a lot of crazy shows but it never get out of control. It was just crazy and chaos but not bad, no one ever gets hurt, no fight or nothing like that. Just people having fun, everybody leaves happy.


But you also have a machete on stage.


Juan: That´s the old symbol of the poor Mexican farmer type, that´s all we have. Revolution of the machete.


How did you get it into the plain? (Juan and we were laughing for a time)


Then Juan explained us: No, no that didn´t happen. No we just check it in and they look at it and it´s not sharp or anything. It´s just artwork. Yeah, sometimes they freak out when they see me and take me into the special rooms.


Yeah, nowadays they control everything.


Juan: Yeah, nowadays it´s in countries like Venezuela they control those types of bad boys.


Are they stricter there, controlling everything?


Juan: Yeah, really we wanted to sing the song “Anti Castro” but they are pro-communist and said don´t sing you “Anti Castro” song and we sang it. (laughing) We got those army guys with the guns in front of the stage were like “Uhhh” But they were all cheering for it and we played it, it was quiet. Then there are coming the army guys on stage and said “Stop, stop, stop” Then I got quiet and we played a couple more song and looked to get out of here. When we got there, we were in a Van that was taking us to the show but every time the Van stopped on a stop sign or the red light, the guard pulled a gun and aimed it at the door. In the middle of the day and I thought what are we doing, what are we doing here. But after we played that song in that country there were no guards, no guards to help us. We have to get home on our own. There was no one aiming at the door, they just left us.


Wow that needs some courage.
So I hope the concerts in Europe will stay easy. Thank you for the interview and the amazing show today.




www.brujeria.com

Autor: Veronica de Groot

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Beitrag vom 19.07.2017
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