Interview mit CYNIC CIRCUS - In die Clownsnase hinein gewachsen


CYNIC CIRCUS können gerne als neue und innovative Hoffnung in der österreichischen Szene gesehen werden. Auch wenn die Truppe in Clowns-Kostümen auf der Bühne auftritt, sind Musik und Texte der Band durchaus ernst zu nehmen. Wie es zu diesem augefallenen Konzept kam erzählt uns Mastermind Wolf im Interview.


Hi Leute, was tut sich gerade bei euch?


Hallöchen! Nachdem wir im Mai unser Debüt Album „Make Some Nose“ veröffentlicht haben tut sich zur Zeit eigentlich recht viel. Wir haben doch einige Konzert gespielt heuer und es stehen noch einige dieses Jahr an. Außerdem planen wir gerade einen Video Clip zu „We Don’t Speak (No Espanol)“, auf den wir selbst schon sehr gespannt sind.




Wie und wann ist CYNIC CIRCUS eigentlich entstanden?


Nachdem ich damals noch mit BLOODFEAST aktiv war, aber wir schon eine Zeit lang Besetzungsprobleme hatten, hatte ich überlegt, ein Side Project zu starten. Als ich JK kennen lernte, welcher zu der Zeit bei THE STOUR spielte, beschlossen wir eine Band auf die Beine zu stellen, die sich quasi „in der Mitte“ trifft. Sprich: Death Metal meets Ska Punk. Dann begannen wir an der ersten Nummer zu schreiben und sind damit auf Musikersuche gegangen.
Nachdem wir Gatti (Drums) schnell begeistern konnten, mit dem ich früher schon bei BLOODFEAST zusammen gespielt habe, war mit Deitsch auch bald ein Bassist gefunden. Andi (Gesang) war zu Beginn ein wenig skeptisch, war dann aber von der 2 Sänger-Idee überzeugt, und als wir mit Cat eine Sängerin fanden auch fix mit von der Partie.
Mark hat uns von Anfang an als Bühnenclown unterstützt und ist mittlerweile auch fixes Bandmitglied. Und damit es auch richtig kuschelig auf der Bühne wird haben wir noch Dani als Seifenblasenlady mit dabei und somit acht Leute auf der Bühne.



Obwohl ihr euch ernsten Themen widmet, seid ihr wie Clowns auf der Bühne gekleidet. Wie kam die Idee und wie passt das zusammen?



Die Thematik der Lyrics hängt immer ein wenig vom Autor ab, da wir uns nicht absolut auf ein Thema fixieren wollen. Es passen ja sowohl lustige als auch ernste Sachen zu einem Zirkus. Die Idee mit den Bühnenoutfits ist erst relativ spät entstanden. Das Projekt war zu Beginn nicht als Konzeptband gedacht, sondern ist erst mit der Zeit in die Clownsnase hinein gewachsen. Auf jeden Fall wollen wir dem Publikum auch etwas für das Auge bieten.


Aporopos ernste Themen, worum geht es auf eurem Debüt „Make Some Nose“?


Im Grunde geht es um den Zirkus des Lebens. Trotz zahlreicher Ups and Downs sollte man trotzdem den Spaß nicht zu kurz kommen lassen. "Make Some Nose"!
Es geht um falsche Masken die wir uns aufsetzen um in der Gesellschaft zurecht zu kommen, einen Flirt im Spanien Urlaub, den wir auf Grund sprachlicher Barrieren nicht verstehen, um die Hauskatze und den Versuch ihr die Stirn zu bieten, Lebenskummer welcher sich am Meeresgrund von selbst löst, Motivationsübungen für den Aufbruch zu Veränderungen und zum Abschied einen Walzer.





Hat das Wortspiel einen tieferen Hintergrund oder sollte es einfach nur euer Konzept untermalen?


„Tieferer Hintergrund“ wäre etwas übertrieben. Bei einer Aftershowparty haben wir über den Namen diskutiert und dieser ist dann in dieser hochkreativen Phase irgendwie entstanden.


Wie ist das Artwork entstanden?


Der Plan für das Cover und das Artwork war erst ein anderer, welcher allerdings etwas schwieriger bzw. kostspieliger umzusetzen gewesen wäre. Nach dem Probeshooting für die Alternativ Idee (zwei Tage vor dem Shooting) ist dann Mark und mir die aktuelle Idee eingefallen. Nachdem die Idee allen gefallen hatte haben wir die Pläne wieder geändert und dank „Design & Foto Cornelefant“ sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


Wie entstehen die Songs bei CYNIC CIRCUS normalerweise?


Üblicherweise kommen JK oder ich mit Riffs oder schon fertigen Songideen. Wenn die Grundstruktur steht und jemand der Gesänge evtl. schon eine Melodie dazu summen kann scheibt jemand (Cat, Andi oder ich) einen Text dazu. Dann wird noch gemeinsam alles zurecht geschliffen und wenn alle mit den Nerven am Ende sind ist der Song in der Regel fertig.
Hin und wieder aber schreibt auch einer fast den ganzen Song alleine, manchmal wird auch alles in der Gruppe zusammen erarbeitet. Das ist oft sehr unterschiedlich. Bei einigen Songs waren wir mit dem Songwriting sehr schnell, bei anderen haben wir sehr lange herumgetüftelt - da kommt es schon mal vor, dass wir noch etwas nach einigen Wochen umkrempeln weil manche Teile oder Übergänge doch nicht so funktionieren wie gedacht. Manchmal kommt die zündende Idee oder der passende Sound auch erst im Studio!



Nicht nur euer Konzept ist außergewöhnlich, auch euer Sound lässt sich nur schwer definieren. Wie würdet ihr diesen beschreiben?


Am liebsten gar nicht, da so etwas immer etwas schwierig zu beschreiben ist. Als Stilrichtung geben wir grundsätzlich „Alternative Metal“ an. Auch „Zirkus Metal“ gefällt uns ganz gut.




Gibt es bewusste oder unterbewusste musikalische Einflüsse, die ihr nennen möchtet?


Unterbewusste Einflüsse sind sicher schwer zu nennen. Ich denke dass man von Vielem was man so hört beeinflusst wird. In welche Richtung auch immer. Bei bewussten Einflüssen wird dir sicher jedes Bandmitglied andere Künstler nennen. Dies macht aber wahrscheinlich auch unseren Mix aus.


Ihr habt das Album in Eigenregie aufgenommen. Ich hatte dabei das Gefühl, dass der Sound etwas mehr Druck hätte vertragen können. Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem Ergebnis?


Ich selbst bin größtenteils zufrieden was den Sound betrifft. Hier und da sind zwar Stellen die wir im Nachhinein vielleicht anders gemacht hätten, aber man ist eigentlich NIE wirklich mit dem Sound und dem Mix fertig. Wir haben in Deutschlandsberg (Thomas Reinisch) aufgenommen und das Album dann in Wien bei melonFM (Michael Wolff) fertig gestellt. Wir haben uns bewusst für getrennte Arbeiten entschieden, evtl. hätten wir aus einem Guss noch bessere Ergebnisse erzielen können. Dennoch finde ich dass Michael einen fantastischen Job gemacht hat.
Und Death Metal Album sollte es ja ohnehin keines werden.



Kann man euch demnächst irgendwo live erleben und was können wir dabei erwarten?


Wir spielen am 28.7. am Sunny Days Festival (nähe Graz), am 13.10. im Volxhaus Klagenfurt und am 14.10. im Explosiv Graz. Nachdem sich das alles schnell ändern kann empfehlen wir auf www.facebook.com/cyniccircus auf „gefällt mir“ zu drücken um immer up-to-date zu bleiben. Außerdem hoffen wir, dass wir es bald mal nach Wien schaffen.
Erwartet aber am Besten gar nichts! Die besten Feedbacks nach unseren Shows bekamen wir von Leuten die meinten „sie hätten sich nichts erwartet und sind nun hin und weg“.
So etwas hören wir sehr gerne und das motiviert!





Wie sind die weiteren Pläne des CYNIC CIRCUS für das restliche und kommende Jahr?


Konzerte spielen, Leute treffen, auf- sowie abseits der Bühne Spaß haben. Außerdem freuen wir uns schon sehr auf unser Video!
Wenn es die Zeit zulässt tüfteln wir schon ein wenig an neuem Material und Songs die es nicht aufs erste Album geschafft haben. Allerdings gibt es aktuell noch keine Pläne was weitere Aufnahmen betrifft.



Danke für das Interview, möchtet ihr noch etwas loswerden?


Möchte mich auch bei dir bedanken. Würde mich freuen wenn ein paar Leute mal bei unserem Album rein hören. Dieses gibt es auf spotify, amazon, google play, apple music usw. Wen es wem gefällt freuen wir uns über Unterstützung (Albumkauf, Konzertbesuch) damit wir schon bald den „Make Some Nose“ Nachfolger in Angriff nehmen können. Onk Onk!



de-de.facebook.com/cyniccircus

Autor: maxomer
Weitere Beiträge von maxomer


Zurück

Beitrag vom 03.08.2017
War dieses Interview
interessant?

2 Stimme(n)
Durchschnitt: 7

Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: