FESTERING FLESH    RAMPAGE    CRUSADE   
02.12.2000 @ Rossmarkt Grieskirchen

Achtung, Achtung, äußerste Vorsicht ist geboten - die Fadlpowerbuam sind unterwegs! Auf ihrer wilden Tour durch ganz Österreich machten sie diesmal den Rossmarkt in Grieskirchen unsicher. Diese Location war alles andere als groß und so konnten sich die Mastsäue und ihre Fans gerade noch in den Stall zwängen.
Die ersten Grunzer kamen von CRUSADE aus Wien, die mit ihrem Bauern...ähh Power Death Core wirklich die Sau rausließen. Die Lärmgülle war fast perferkt durchwühlt, sodass alle Instrumente ein gschmackiges Bratl ergaben: Lugi drosch auf seine Drums ein, der Bass und die Grunts harmonierten mit Marins Gitarrenarbeit saugut. Die ca. 30-40 Bauersburschen und Madln kamen bei "Entrails", "Once upon the Abattoir", welches auch auf dem Earshot-Sampler zu hören ist, oder einem FEAR FACTORY-ähnlichen Song namens "Fear Injection" so richtig in Stimmung. Natürlich blieben die Zugaben nicht aus, erst dann wurden CRUSADE wieder eingesperrt und weitergemästet.
RAMPAGE, eine Lokalband, gingen nicht ganz so brachial ans Werk wie zuvor ihre Wiener Kollegen. Eine Mischung aus Metal, Grunge und Rock bietend, lockten sie die heimischen Fadln hervor, welche sich bei CRUSADE noch unter ihrem Futtertrog versteckt hatten. Die cleanen Vocals von RAMPAGE stellten mit den rockigen Gitarren eine gute Abwechslung zu dem wilden Death Metal der anderen beiden Schweinehorden dar.
Jetzt hielten es aber FESTERING FLESH nicht mehr aus. Bisher hatten sie mehr oder weniger brav auf ihren Auftritt gewartet, nun kamen sie stinkend und schmatzend auf die kleine Bühne, um ihre deftige Kost in den Rossmarkt zu schütten. Noch versauter als CRUSADE grunzten sie ihre schlimmen Texte, die auf MTV mit einer Dauerzensur versehen werden würden. Neben einigen neuen Songs, die mir namentlich nicht bekannt sind, musste sich das Publikum "Ejaculate into Dead Flesh", "Anal Greed" und "Coward" anhören. Marin von den Kreuzzüglern, die alte Sau, hatte vorhin schon das Riff eines gewissen Songs angespielt und am Schluß des FESTERING FLESH - Sets war es so weit: "Cunt wide open"! Dieses Liedchen hat bereits Kultstatus und darf auf einem Konzert genausowenig fehlen wie der nietendurchbohrte Dildo, der immer passend in die lustige Show integriert wird. Wer The Vips of Torture, Masturbathor, Maximus Perversus und Thick Prick Schoasch noch nie live bewunden durfte, hat sicher was versäumt - beim EARSHOT-Festival ist aber Gelegenheit dazu.
Kleine Location, wenig Leute, aber super, so könnte man die Fadlpowershow bezeichnen, wobei fuckin' FESTERING FLESH, neben DORNENREICH meiner Meinung nach die beste Band Österreichs ist, und CRUSADE auf ihrer weiteren Tour sicher vielen anderen Schweindln einige Death-Ohrgasmen verpassen werden.




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Beitrag vom 31.01.2001
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