SUCH A SURGE   DOVER   EMIL BULLS  
02.10.2000 @ Club Vaudeville, Lindau

Schon vor acht Uhr standen die Leute Schlange um in den Club zum SUCH A SURGE Konzert zu gelangen. Endlich drinnen angekommen, gab es auch schon die erste Überraschung. Es fing nämlich gleich eine Band an zu spielen. Das waren aber weder der Headliner, noch die angekündigte Vorgruppe DOVER, sondern eine Band mit dem ziemlich bescheuerten Namen EMIL BULLS.
Die junge Band aus München konnte aber durchaus überzeugen. Das New Metal lastige Material, war sehr ausgewogen, so daß kaum Langeweile aufkam. Der Sänger bewegte sich sicher zwischen wildem Geschrei und gutem Gesang. Der Höhepunkt des Auftritts war, als der Frontmann den nächsten Song allen Liebhabern der Achtziger widmete und darauf eine geniale Coverversion vom A-HA Hit "Take On Me" präsentierte. Nach einer halben Stunde war´s dann leider schon vorbei, aber ich denke, man wird noch einiges von den Jungs hören. Das anwesende Publikum war jedenfalls begeistert.

Nach einer zähen Umbaupause waren DOVER an der Reihe. Als neue Stars aus Spanien angekündigt, konnten sie mich nicht richtig überzeugen. Der Bubble Gum Punkrock war für fünf Songs ganz unterhaltsam, aber dann wurde es leider ziemlich langweilig. Wenigstens bot die hübsche Gitarristin einen netten Anblick, was die Zeit ein bißchen schneller vergehen ließ, aber eine Stunde Spielzeit war dennoch zu viel.

Nach einer wieder ziemlich langen Umbaupause, war es um 23.00 dann endlich soweit und SUCH A SURGE stürmten die Bühne. Die Fans waren aus dem Häuschen und das blieb so bis zum Ende. Die Band forderte das Publikum zwar immer wieder auf noch mehr zu schreien und zu tanzen, aber das war gar nicht nötig. Sehr routiniert, ja fast abgeklärt präsentierten SUCH A SURGE einen Hit nach dem anderen. "Tropfen, Chaos, Surge Effekt, Jetzt Ist Gut...", um nur einige zu nennen. Für meinen Geschmack war das Material ein wenig zu eindimensional. Das Gemisch von deutschem Hip Hop und harten Gitarren, ist inzwischen schon ziemlich ausgereizt und die ständige Auf und Abhüpferei nervte mit der Zeit wohl jeden der über 18 Jahre alt ist. Mit "Pain In The Ass" folgte dann zur Auflockerung mal ein richtiger Hardcore Kracher. Und dann ging´s wieder im gleichen Trott weiter wie zuvor. Egal, die Fans waren absolut begeistert, und für die Band war der Abend somit ein voller Erfolg.

IngJo




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Beitrag vom 06.12.2000
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