KONTRUST    FREAKAZOID  
03.05.2002 @ Shelter

Freitag Abend, ein optimaler Tag um abends fortzugehen und am besten gleich ein Konzert zu besuchen. Da kam mir der Gig von KONTRUST und FREAKAZOID im Shelter sehr gelegen.
Ich war schon sehr lange nicht mehr im Shelter, weil ich irgendwie dachte, daß dieses Lokal keine Musik der härteren Art duldet. Beim Shelter Airport, ins Leben gerufen von NACA7, dürfen jeden 1. Freitag im Monat ein paar Crossover / Nu Metal Bands ihr Können unter Beweis stellen. „Metal“ ist zwar noch immer nicht erwünscht, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.
KONTRUST, die Wahl – Wiener, die alle aus OÖ stammen, hatten die Opener Rolle an diesem Abend. Um Punkt 22:00h ging es dann los. Die Wenigen die anwesend waren begaben sich in den Raum in dem die Bühne stand und schenkten KONTRUST ihre Aufmerksamkeit. Die Oberösterreicher, die ihren Stil als Tribal Core bezeichnen, legten gleich ordentlich los. Spätestens beim 2. Song konnten sie die meisten Zuschauer begeistern. Neben der „normalen“ Besetzung (Vocals, Gitarren, Bass, Drums) haben KONTRUST einen Percussionist in ihren Reihen. Dieser verstand seinen Job und tobte sich an seinen Trommeln und Trigger – Modulen, die täuschend echt wie „Busch“ Trommeln klangen, aus. Posen und blöd herumspringen so wie die Psychos von SLIPKNOT ist offensichtlich nicht sein Ding - schließlich spielte er auch mehr als seine Ami – Kollegen.
Leider konnten KONTRUST die Zuschauer nicht zum Moshen motivieren, lediglich ein Herumbewegen und Mittakten war zu merken.
Neben den Songs von ihrer neuen Demo – CD „Make me blind“ gab es auch einige Stücke aus Zeiten als KONTRUST noch SUICIDE MISSION hieß. Nach ca. 40 Minuten war das Set zu Ende, und die Zugaberufe wurden mit einem alten Song namens „Joker“ belohnt.
Nach etwa 15 Minuten Umbaupause waren FREAKAZOID an der Reihe. Sie stammen auch aus OÖ und wussten ebenfalls mit Nu – Metal aufzuwarten. Anfangs klangen die Songs eher eintönig und der Gesangsstil erinnerte mich teilweise an Fred Durst. Noch dazu hatte der Sänger eine Kappe auf… aber zum Glück hatte die Band einiges mehr drauf als ihre berühmten Kollegen von LIMP BIZKIT. Der Frontmann machte zwischen den Songs immer Werbung fürs FREAKAZOID Merchandise, welche nach der 4. Ansage etwas langweilig und überflüssig war. Nach ca. 5 Songs, also in der 2. Hälfte ihres Sets, legten FREAKAZOID meiner Meinung nach so richtig los und mir gefielen die Songs ab diesem Zeitpunkt sehr gut.
Nach dem Konzert ergab sich ein gemütliches Gespräch mit den Jungs von KONTRUST und FREAKAZOID, die ganz normal und keineswegs abgehoben oder eingebildet wirkten. Insgesamt ein netter Underground Abend mit lässiger Live Musik.
Traurig, daß sich auch zu den Konzerten von Bands die eine gerade angesagte Musikrichtung spielen nur sehr wenig Leute trauen.


Marin
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Beitrag vom 23.05.2002
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