BAD RELIGION   JESUS SMOKES HOLY GASOLINE   HORNY JESTER  
08.05.2002 @ Spark7.com Halle

Die erste Vorgruppe HORNY JESTER verpasste ich leider auf Grund des gesammelten Einlasses für Photographen.
Für mich hieß die erste Band des Abends JESUS SMOKES HOLY GASOLINE, eine Formation die sich meines Wissens nach schon geraume Zeit auf österreichischen Bühnen bewegt. Musikalisch zu beschreiben währen JESUS SMOKES HOLY GASOLINE als unterhaltsamer Ska Punk (der mit teilweise an DOG EAT DOG erinnerte, müssen
wohl die Saxophon Parts gewesen sein) mit politischen Attitüden. Das Publikum konnte auch ein wenig das Tanzbein lockern, was für das Prädikat "unterhaltsam" (siehe oben) spricht. Mich persönlich haben sie nicht wirklich vom Hocker gerissen, schlecht waren sie aber auf keinen Fall.
Nach einer "kurzen" Pause gings dann mit BAD RELIGION weiter. Zu Beginn des Konzertes wurde nicht viel Zeit zum Applaudieren gelassen; eine Nummer folgt der anderen, so wie wir's bei Onkel Punk Rock gerne haben. Gespielt wurden Ausschnitte aus dem geschichtlichen Repertoire der Bands und ein paar Stücke aus dem aktuellen Album
"Process of Belief". Ein paar Smashhits wie "21st Century Digital Boy", "American Jesus" und natürlich der "Punk Rock Song" (leider in der englischen Version ...) durften natürlich nicht fehlen. Sehr interessant fand ich diverse Zwischenstückerln von BAD RELIGION (wahrscheinlich nur Tarnung einer Verschnaufpause). Da gab's zum Beispiel eine kleine Free-Jazz Einlage von Drummer Brooks Wackerman, später gab's dann noch eine "Hip-Hop"-Einlage (schwer zu beschreiben) und als letztes Beigesterungsstück eine Metal-Einlage
(mit schneller DoubleBass, Gegrunze und Blast Beats). An dieser Stelle fiel mir auf, daß diese kleinen Perlen bei einigen Fans auf Unverständnis stießen. Da gab's verwirrte Gesichter und abfällige Kommentare.
Traurig, ein wenig. Auch einige Freunde des Punk Rock sind wohl zu sophistaceted für ANDERE Dinge, als die, die sie kennen. Den meisten Leuten hat es jedenfalls getaugt, besonders der Metal Part, und das ist meiner Meinung nach ganz gut so. Weiters gibt es noch zu melden, daß der Sound ganz ok war (bei den Vorbands etwas leise, dieser wurde bei BAD RELIGION dann besser), BAD RELIGION zwar recht lange spielten aber sich wohl keine Zugabe mehr antun wollten. Da half auch minutenlanges nachjubeln und Pfeifen des treuen Publikums nichts mehr.
Bis auf die fehlende Zugabe jedoch ein sehr nettes Konzert, mit einer tanzfreudigen crowd und viel zu teurem Bier...


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Marin
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Beitrag vom 23.05.2002
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