MORTUS    ASTAROTH   THIRDMOON    SEPTIC CEMETERY  
18.05.2002 @ Posthof

Proberaum-Rock-Jam Teil 2

An diesem Abend durften die Vertreter der metallischen Zunft ihr Können unter Beweis stellen. Dieses Mal wurde der mittlere Saal des Posthofes als Veranstaltungsort auserkoren, und dieser füllt sich eigentlich recht ordentlich, so dass sicher von einem befriedigenden Besuch die Rede sein konnte. Als 1. Band enterten SEPTIC CEMETERY die Bühne und bewiesen wieder, dass ihre Art des melodischen Todesmetalles auch livehaftig gut zur Geltung kommt. Neben Stücken von ihrem letzten Silberling „Shattered“, wurden natürlich auch so manche neue Nummer („748“; „Wild Gin“) vorgestellt. Ein neues Album ist übrigens längst in Arbeit. Fazit: Gute Show einer Linzer DM-Institution, die wieder bewies, dass auch österreichische Bands, und nicht nur skandinavische, hörenswerten Melodic DM zu produzieren imstande sind.

Es folgten die Dark Metal-Routiniers von THIRD MOON, die im letzten Jahr Besetzungsänderungen vorgenommen haben, und momentan über keinen Plattenvertrag verfügen. Und die THIRD MOON-Fans im Publikum wurde auf alle Fälle nicht enttäuscht von der Show „ihrer“ Band.. Der Name dieser Gruppe steht nun einmal für hochwertigen und interessant arrangierten Düstermetall, und dieses Status konnte die Band um Gitarrist Matias Larrede wieder eindrucksvoll untermauern.

Danach waren ASTAROTH an der Reihe. Ebenfalls eine altgediente Linzer Band, die im Dienste des Black Metals unterwegs ist, allerdings rein optisch gesehen auf gängige Klischees verzichtet. Das Quartett, das in den letzten Jahren auch von Line-Up-Changes nicht verschont blieb, bot der Audienz (wie gewohnt) puren (Old School-) Black Metal der brutalen Sorte, der zwar nicht meinen Geschmack traf, aber von einigen BM-Freaks doch euphorisch aufgenommen wurde. Zurückgegriffen wurde dabei auf Songmaterial von allen 3 Alben. (+ IMPALED NAZARENE-Cover).


Der Schlusspunkt wurde dann von MORTUS gesetzt, die ebenfalls zu den dienstältesten Vertretern der Linzer Bandszene im Metalbereich zählen. Galten diese früher noch als eine Formation, die sich dem (eigenständigen) Death Metal widmete, so hatte sich die musikalische Ausrichtung der Stahlstädter auf dem neuen Output „Exploring new horizions“ merklich verändert. Der Sound wurde nunmehr wesentlich facettenreicher ausgearbeitet , auch cleane Vocals (wofür sich Bassist Jay verantwortlich zeichnet) sind heute keine Seltenheit mehr. Insgesamt wird nicht mehr nur auf Härte und Rohheit, sondern durchaus auch auf Emotionen und Harmonien Wert gelegt. Teilweise sind des Feelings wegen Vergleiche mit älteren PARADISE LOST-Alben sicher nicht unrichtig, was auch bedeutet, dass MORTUS ihre DM-Roots sicher nicht gänzlich verleugnen. Sänger Thomson ragte durch gekonntes und fast schon theatralisches Stageacting besonders hervor, aber auch der Rest der Band boten eine starke Leistung. Ich muss ehrlich gestehen, dass diese Linzer Band früher nicht so mein Fall war, dennoch konnten mich die Herren mit diesem Gig, wo anscheinend ausschließlich neue Songs geboten wurden, eines Besseren belehren.


Hutti
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Beitrag vom 11.06.2002
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