FORESTGLADE 2002 MIT BUSH   DONOTS   A   TITO AND TARANTULA   RIVAL SCHOOLS  
05.07.2002 @ Festivalgelände, Wiesen

Es hätte eigentlich alles sooo gut angefangen. Ein wunderschöner, sonniger Tag der mich schon richtig in Festivalstimmung versetzen konnte und die Vorfreude auf die Bands des heutigen Tages steigerte. Und dann ging alles schief: Stau auf der Tangente, ausweichen auf Bundesstrasse, Auto kaputt (scheiss Kühlerschlauch), Rival Schools Interviewtermin verpasst, BEATSTEAKES verpasst...
Das erste was ich sah waren die letzten 10 Minuten von RIVAL SCHOOLS. Sie boten eine ähnlich gute Vorstellung wie damals beim Frequency Festival und konnten die Massen schon zum Mittanzen, und bei Krachern wie „Used for Glue“ und „Travel by Telephone“ sogar zum Mitsingen, animieren. Geniale Live Band!

TITO AND TARANTULA, die kurzfristig als Ersatz für GARBAGE eingesprungen sind, boten eine wenig berauschende Show. Trotz attraktiver Bassistin merkte man doch schon, dass es sich bei Tito um einen alternden Mann handelt, dessen musikalischen Glanzzeiten schon vorbei sind. Mit „After Dark“ lieferten sie noch den Hit aus ihrer Blütezeit auf dem das gesamte Wiesen Publikum zu warten schien.

A war für mich DIE Überraschung des Tages. Von der ersten bis zur letzten Minute ihrer Performance herrschte eine wahnsinns Stimmung. Bei Songs wie „Nothing“, "I like Lake Tahoe“ oder der aktuellen Single „Starbucks“ ging es mächtig ab und es wurde fleißig mitgehüpft und gesungen.

Die DONOTS präsentierten uns ihr neues Album „Amplify the Good Times“ aber im Vergleich zum Frequency Gig konnten sie das Wiesen Publikum nicht so mitreißen. Man merkte doch, daß viele von der vorangegangenen A Show sehr mitgenommen waren.

SAMY DELUXE war der einzige Hip Hop Act an diesem Tag. Deshalb fand ich es nicht gerade klug ihm direkt vor BUSH spielen zu lassen. Trotz Ö3 kompatiblen Hit “Weck mich auf“ trübte er die Stimmung. Mehr gibt’s dazu nicht zu sagen...

Auch der Hauptact des 1. Forestglade Tages BUSH schaffte es nicht wirklich die Massen wieder zu mobilisieren und an sich zu reissen. Sie spielten zwar alle ihre Hits (“Chemicals between us”, “Glycerine”, “People that we love”, “Greedy Fly”, “Everything Zen”, “Machine Head, “Swallowed”, usw.) und Ex-Helmet Gitarrist Chris Traynor machte als Nigel Ersatz eine gute Figur und konnte die doch teilweise sehr eigenständigen Gitarrenfrasierungen gekonnt kopieren. Aber irgendwie wirkte die Band, allen voran Sänger Gavin Rossdale, sehr gelangweilt. Er sprach kaum mit dem Publikum sondern spielte einfach nur sein Programm herunter. Diese Haltung ist zwar bis zu einem gewissen Punkt aufgrund der derzeitigen internen Troubles verständlich, jedoch sollte es nicht auf Kosten des Publikums gehen. Absolut genial war die REM Cover Version von “The One I love” und mit “Little Things” als Zugabe beendeten sie ihren Wiesen Auftritt.


FOTOS + E-CARDS
www.wiesen.at

Stiga
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Beitrag vom 19.07.2002
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