DIO   SUBZERO  
18.09.2002 @ Planet Music

Raise the Horns to the Gods of Metal !!!

„Das ich das noch erleben darf“ – meine ersten Gedanken beim Betreten des Planet Music! Als alter DIO Fan fieberte ich dem Ereignis seit Wochen entgegen, Interview war leider nicht machbar, aber was solls – ein Gig (mein erster DIO Gig bisher) könnte nicht schlechter sein !

Als Opener fungierten SUBZERO aus Österreich – bluesiger Hardrock, mit einem gewissen Hang zum Metal, sehr fein gespielt und auch mit wirklich gutem Unterhaltungswert. Der Gesang war mir streckenweise zu schrill, im Duett zischen Sänger/Gitarrist, aber im Gesamteindruck kam der Gig sehr tight und professionell. Zum Abschluss bedankte man sich für die faire Behandlung und spielte noch „Hold The Line“ von TOTO. Sehr gelungen! Dann machte man Platz für Ronnie James DIO, ich blieb gleich an Ort und Stelle auf den kleinen Erhöhungen in den Seitennischen des Planets, da ich nicht mit erhabener Körpergröße gesegnet bin und doch halbwegs fundiert arbeiten wollte ;-)
Als nun endlich der Keyboarder auf die Bühne kam um das Intro zu spielen, war das Planet Music bereits gesteckt voll – ich war sehr froh über meinen Platz und platzierte mich gefährlich nahe an meinem Vordermann, um zu verhindern, dass sich irgendeine Assel noch vor mich reinquetscht  Der Meister betrat die Bühne und das Planet schrie auf! Gleich begann man den Set mit „Killing The Dragon“, dem Ohrwurm-Opener des neuen, gleich betitelten Albums und heizte gleich einmal tüchtig an, wobei den Song noch nicht einmal viele Leute kannten. Der alte Herr agierte mit einer Agilität und Spielfreude, dass ich nur staunen konnte – ein Vorbild für so manchen gelangweilten Jungspund! Man ließ den genialen Klassiker „Egypt – The Chains Are On“ folgen, in einem Medley mit „Children Of The Sea“ aus DIO´s BLACK SABBATH Zeiten, verwirrend, aber genial ! Bis auf den Track „Rock ´n Roll“ vom neuen Album spielte man nur noch Klassiker: „Holy Diver“, „Stand Up And Shout“, „Don´t Talk To Strangers“ und „Rainbow In The Dark“ vom legendären „Holy Diver“-Album, „The Last in Line“ und „One Night In The City“ von „The Last In Line“, „Man On The Silver Mountain“ aus RAINBOW Zeiten, weiters noch „The Sign Of The Southern Cross“ aus der BLACK SABBATH Ära und ein ausgedehntes Drumsolo von Meister VINNIE APPICE, der neben Solodrumming noch Carmina Burana untermalte und schließlich gemeinsam mit den anderen Musikern in das eigentliche Konzert zurückwanderte. Auch der Gitarrist legte ein exzessives, langes Solo hin, auch vom feinsten, aber was würde man sich von DIOs Musikern anderes erwarten.....
2 mal musste man nach Zugaben fordern, um dann aber eigentlich mit einem viel zu kurzen Gig abgespeist zu werden – man blieb uns „We Rock“ schuldig, es gab keine Songs von „Dream Evil“, „Lock Up The Wolves“ und dem vorletzten Albung „Killing Machines“ zu hören, und alles in allem war der Gig einer derartigen Legende einfach zu kurz..... Schade ! So richtig befriedigt war man nicht, aber Kollege Eugen vom Resurrection und ich hatten unseren Spaß – gebangt habe ich jedenfalls seit Jahren nicht mehr, und hier war es ausschließlich aus Platzgründen nicht so exzessiv möglich, wie es von Vorteil gewesen wäre... Auf jeden Fall bin ich froh, den alten Sangesmeister in guter Form gesehen zu haben – die hohen Passagenklappten ja nicht mehr so ganz bzw. wurden transponiert, aber was will man sich erwarten – außer einer fantastischen Show, fantastischen Musikern und einem fantastischen Publikum!
www.ronniejamesdio.com

Corniger

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Beitrag vom 20.10.2002
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