CAY-OS    INFERNAL   ESOPHAGUS    INSECURE   
27.11.2002 @ Planet Music

Den Anfang des heutigen Abends machten INSECURE. Und sie rockten gleich mächtig los. Die Tontechniker hatten Anfangs noch Probleme den Sound hinzubekommen, doch das funktionierte nach längeren Phasen des "umanonda drans" schließlich auch. Jo schau! Da singt ja wer!?! Und dies ganz gut, und mit sehr, sehr viel Gefühl. Untermalt wird das ganze mit Heavy-Alternative Klängen. Doch schwer haben es INSECURE trotzdem, die 20 bis 30 Zuhörer zum Tanzen zu bewegen. Der Faszination der Jungs zu spielen, tat dies aber bei weitem keinen Abbruch. Sehr interessante gehaltene Songstrukturen, ob Moshparts oder Akkustikeinlagen, treffen auf einen sehr emotionsreichen Gesang, der durch ein druckvolles Schlagzeug unterstützt wird. Gut zwanzig Minuten dauerte der einwandfreie Gig von INSECURE. Eine junge Band mit viel Potential.
- Zap

Nach einer kurzen Umbaupause betreten nun INFERNAL aus Oberösterreich die Bühne. Das Trio legte gleich richtig los und begeisterte sofort die Meute. Die Band ist gut zusammengespielt und man merkt das sie sehr viel Bühnenerfahrung haben. Der wunderschöne teils melancholische Gesang von Chris wird von einer alternativ lastigen Gitarre unterstützt, und bewegt die Zuhörer durch ein druckvoll antreibendes Schlagzeug zum Bangen. Einen sehr eigenständigen Sound fabrizieren die Jungs, der auch beim Puplikum sehr gut ankommt. INFERNAL begeistern die Headbanger sowie die Alternativefraktion durch ihre brilliante Mischung aus HELMET - artige Refrains und druckvollen Strophen ala DEFTONES. Durch ihre groovenden Songstrukturen und die packende Liveshow von INFERNAL kann man nur hoffen, sie bald wieder zu sehen.
- Zap

Wer kennt sie nicht, ESOPHAGUS aus Wien? Erstmals seit langem war man wieder als Quartett am Werkeln, Alex ist nun endgültig auf die zweite Gitarre umgestiegen, während sich der ehemalige EMPYRE-Basser Aleks den Fünfsaiter umgeschnallt hat - macht zwar auf CD im Enddefekt sicher keinen großen Unterschied, live aber doch einen gewaltigen, besonders dann, wenn solche Perfektionisten am Werkeln sind. Doch auch solche haben ab und an eine kleinere Pechsträhne - das Intro wurde zu früh angespielt, Markus' Gitarre wollte etwa in der Mitte des Auftritts plötzlich nicht mehr und kürzen musste man das Set auch noch, da es einige Mitglieder der Vorpartien nicht wert fanden, rechtzeitig einzutrudeln. Aber man wäre nicht ESOPHAGUS, wenn man nicht auch solche Probleme meistern würde - während man Adam zwar bereits die schlechte Laune anmerkte, nahms der Fronter Alex mit Humor und marschierte in bester Southpark-Manier über die Bühne und grunzte dabei "Timääääää!" vor sich her; Die etwas andere ESOPHAGUS-Show, aber die Bezeichnung "schlechtester Auftritt", wie einige an diesem Abend verlauten ließen, wäre doch weit übertrieben - zumindest verloren sind nicht wie so manch andere Partie die Nerven, sondern versuchten, die Fehler einerseits möglichst schnell zu beheben beziehnungsweise mit Humor zu nehmen.
Einzig und allein hinterm Mischpult hätte ich mir mehr an Perfektion gewünscht, für mich war die zweite Gitarre sowie Alex' Stimme einen Tick zu leise, hingegen die Bass etwas zu laut. Die zwei neuen Songs, die präsentiert wurden, wissen jedoch absolut zu überzeugen, auch wenn ESOPHAGUS stilistisch an jenem Abend nicht wirklich zum restlichen Billing gepasst haben - aber Abwechslung ist immer gut... Nur schade, dass der Auftritt durch das Chaos am Anfang ("Wann spielt wer?" - "Äh, naja ... weiß nicht, CAY-OS auf jeden Fall zum Schluss...?"), den nicht ganz perfekten Sound sowie kleinere Probleme zwischendurch geschmälert wurde, aber ich bin mir sicher, nächstes Mal (2003 oder doch erst 2004, Alex? *g*) läufts wieder besser für die Speiseröhren. Inzwischen wieder ordentlich meditieren und brav am neuen Material werkeln ;)
- Macabre

Doch nun ist es soweit und CAY-OS betreten die Bühne, und präsentieren ihr neues Album "Statement War". Die Bühnenpräsenz der Jungs ist enorm, und somit bewegen sie gleich nach den ersten Takten die meisten Zuhörer zum Bangen. Sänger "Andy" gelingt es sehr gut das Publikum weiter zu animieren, und die Stimmung im Planet Music erreicht dadurch den Höhepunkt des heutigen Abends. Die neuen Nummern sind melodiöser und besser arrangiert, verlieren aber deswegen nichts an Härte von der CAY-OS eigentlich leben. Auf eine bretternde Nummer folgt die nächste, und es wird auf der Bühne gabangt und gehüpft das man glaubt die Bühne bricht augenblicklich zusammen. Man merkt das die Jungs schon einige Konzerte bestritten haben, denn sie liefern einen wahnsinnig gute fehlerfreie Liveshow ab.Eine durchaus gelungene Albumpräsentation, und ein guter Start in die nachfolgende "Statement War" tour.
Nur weiter so!
- Zap


Zap
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Beitrag vom 08.12.2002
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