KONTRUST    PISSMARK    SMUGHEAD    YOUTH REBELLION  
07.12.2002 @ WUK

Das erste WUKstock aller Zeiten ließ viel versprechen. Geile Location (das WUK is ein Traum..! Eine Bar, fast so groß wie die eigentliche Halle...hätt gestern fast meinen Meldezettel umgeschrieben), origineller Name und großteils unbekannte Bands. Aber ein richtiges "Happening" wurde daraus nicht. Daß das Publikum zu 80% aus Freunden und Familie bestand und deshalb nach jeder Band komplett neue Leute vor der Bühne standen stört ja ansich nicht. Stimmung kam aber keine auf. Erst bei KONTRUST bebte die (viel zu leise aufgedrehte) PA zaghaft vor sich hin, davor spielten sich die Gitarristen umsonst die Finger wund (bzw. der PISSMARK Schlagzeuger die Füße...sehr sportlich auf der double bass unterwegs, nur gehört hats keiner).

Der erste Akt war eine ziemlich junge Band namens YOUTH REBELLION, die
1.) das motivierteste und
2.) das betrunkenste Publikum im Gepäck hatten. Da machten nämlich ein paar Leute eine ziemlich coole Stimmung in der fast leeren (für dieses Event grundsätzlich zu großen) Halle. Das die Band selber mehr Wert auf Stimmung und Spaß auf der Bühne legten als verbissen in ihre Instrumente hineinzuspielen sei an der Stelle lobend erwähnt, YOUTH REBELLION haben erkannt, daß das kein KORN Gig vor 75.000 Leuten war, sondern ein Treffen mit Freunden zu Bier und Musik.

SMUGHEAD kündigten sich selbst mit "Wir spielen nur einmal im Jahr, verzeiht uns einiges" an und eröffneten damit einen musikalisch nicht schlechten, aber äußerst lähmenden Auftritt. Ohne jemandem nahetreten zu wollen, die Musiker wirkten doch um einiges älter als YOUTH REBELLION und bewegten sich wärend dem 45 minütigen Set keine 2 Meter. Die Lieder wurden konsequent und ansich fehlerfrei (fehlerfrei weiß ich nicht, ich habs ja nicht gehört...scheiß PA) heruntergespielt, aber jeder klopfte halt für sich in sein Instrument, Familie und Freunde applaudierten und der ganze Spuk war schon wieder vorüber.

Als nächstes standen PISSMARK am Programm, das Publikum rotierte wieder und das war auch gut so weil jetzt gings ein paar Spuren härter weiter. Der Sänger machte stimmlich einen sehr guten Eindruck, einige Gitarrenriffs klangen sehr nach METALLICA aber das heißt ja nicht, daß es schlecht war. Ganz im Gegenteil. Wo wir beim Thema sind, die eingespielten Kriegsgeräusch-Samples zwischen den einzelnen Liedern...ganz der Anfang von ONE wars nicht aber fast...

Und dann wurde es lustig...mit KONTRUST stand eine Band auf der Bühne, die was von ihrem Handwerk verstand. Die Percussions waren überraschend gut abgenommen, auch sonst machte der Sound jetzt einen besseren Eindruck. Die Burschen hatten Spaß auf der Bühne, ein Gastsänger half mit Megaphon aus und schön langsam kam eine richtige Konzert-Stimmung auf. Leider war das Set aber viel zu früh aus, da hätte ruhig noch mehr kommen können...bin mir aber sicher, daß KONTRUST noch öfter auf den Bühnen dieser Welt antreffen zu sein wird und darauf darf sich gefreut werden.


Paul

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Beitrag vom 08.12.2002
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