DESPERATE CRY   DIE EGOSCHWEINE   REBELL PUPPETS  
13.12.2002 @ Fred Sega

Dieser Freitag, der 13. Dezember sollte (gottlob) nicht etwa eine große Pechsträhne mit sich bringen, sondern vielmehr ein weiteres Gastspiel der Vorchdorfer HC-Pioniere DESPERATE CRY in den Räumlichkeiten des Welser Musicpubs Fred Sega. Da deren letzte Auftritt ebendort mittlerweile mehr als 3 ½ Jahre (22.4.99) zurückliegt, war die Vorfreude auf die Show dementsprechend groß.
Bevor man allerdings die Ehre hatte, die Aktivitäten der Herren von DESPERATE CRY zu bestaunen, durften noch zwei in letzter Sekunde engagierte Supportacts die Audienz auf das Ereignis einstimmen.
Mit dem Gig der ebenfalls aus Vorchdorf stammenden REBELL PUPPETS begann dann auch der musikalische Part dieses Abends. Bei dieser Combo handelt es sich augenscheinlich noch um eine erst am Beginn ihrer Karriere stehende Formation, die zwar merkbar bemüht war, eine ordentliche Performance abzuliefern, deren Kompositionen allerdings trotz stellenweise guter Ansätze teils noch nicht ausgereift genug erscheinen. Aber: Aller Anfang ist bekanntlich schwer, und wenn man das noch jugendliche Alter der Akteure mit in Betracht zieht, sind solche Erkenntnisse eigentlich zu verschmerzen, da sicherlich die Chance auf Weiterentwicklung gegeben ist.
Die Veranstaltung wurde im Anschluss daran mit dem Auftritt der Gruppe DIE EGOSCHWEINE, die aus lediglich 2 Mitgliedern besteht(Sänger/Gitarrist und Drummer) fortgesetzt, die dem Publikum ihrer Version anspruchsvoller, leicht experimenteller Rockmusik näher brachte, und einen durchaus guten Eindruck hinterließen. Auf alle Fälle eine durchaus gelungene Darbietung einer Band mit ungewöhnlicher Zusammensetzung.
Dann sollte das Spektakel beginnen, und jeder, der schon einmal die Freude hatte, DESPERATE CRY on stage mitzuerleben, wird wohl bestätigen, dass deren Performance in punkto Intensität und Agilität wohl ihres Gleichen sucht. Sänger Simon stand naturgemäß wegen seiner beachtlichen Bewegungsfreudigkeit und nicht zuletzt seiner aggressiven Stimme, aber auch ob seiner urtypisch humorvollen Ansagen im Mittelpunkt des Geschehens. Selbstverständlich nützen die fünf Herren die Gelegenheit um mit Nachdruck auf ihre neue CD „the ants are my friends“ hinzuweisen, indem sie eben fast alle der darauf enthaltenen Nummern („Spreng die Ketten“, „mvs“, „lovesong „ usw.) vorstellten. Natürlich wurde aber auch so manches älteres Stück wie etwa „Desperado“ oder „Winterschlaf“ berücksichtig, und sogar die Nummer „Vogel“ (v. Sampler „AD NAUSEAM) kam zum Zug.
Alles in allem bleibt einmal mehr eine unglaublich intensive und energische Show der fünf Desperados in Erinnerung, so dass wirklich die Empfehlung ausgesprochen werden muss, sich DESPERATE CRY mal live zu geben, wenn sich die Möglichkeit dazu bietet. Bei der Gelegenheit soll man auch gleich den Verkaufsstand der Band aufsuchen, der immer mit einem reichhaltigen Merchandisingangebot aufwarten kann. (T-Shirts , Pyjamas (!) etc.)


Hutti
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Beitrag vom 02.01.2003
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