ESTATE   THE HOPE CONSPIRACY   SNAPCASE  
28.01.2003 @ Arena

Es war mal wieder soweit, nach dem beeindruckenden BOYSETSFIRE Konzert im Dezember (Review hier) stand diesmal wieder hardcore Punk aus Übersee auf dem Programm. Die Combo aus Boston "THE HOPE CONSPIRACY" und die inzwischen im Genre schon sehr etablierten Mannen um SNAPCASE gingen es an in der Arena, als local support waren ESTATE aus Linz gebucht.

Und die eröffneten das erste richtige Hardcore Feuerwerk des Jahres. Mit ESTATE startete eine Band, die stundenlang vor ihrer Stereoanlage gesessen sind und eine BOYSETSFIRE und SNAPCASE CD nach der anderen auswendig gelernt haben. Nein, Coverband war es keine, aber der Sound erinnerte doch sehr an die "großen" Vorbilder. Nicht falsch verstehen, ist durchaus als Kompliment gemeint. Wer dermaßen professionell an das Kaliber der amerikanischen Ikonen des Genres herankommt verdient Respekt, auch wenn Innovationen vielleicht eher dünn gesäht waren. Auch dem Publikum hats gefallen, Zugaberufe als Support von 2 hochkarätigen Bands zu ernten soll einer einmal nachmachen...

Als nächstes standen THE HOPE CONSPIRACY am Programm und wieder wurde es brachial. Die Musik war in Ordnung, zumindest qualitativ. Quantitativ hätts ruhig ein bisserl mehr sein können, warum die keine Zugabe gespielt haben is mir bis jetzt ein Rätsel. Wie dem auch sei, zu diesem Zeitpunkt war die Arena schon sehr gut besucht und ziemlich voll, jedoch nicht voll genug für jenen jungen Herren, der all seinen Mut zusammennahm um mit dem ersten Stagedive des Abends grandios in den Arenaboden einzuschlagen. Wir merken uns: Nur springen, wenn die Leut die einen auffangen nicht ausweichen können..

Nach ansich kurzer Pause stürmten die Headliner des Abends die Bühne, SNAPCASE setzten das Motto des Abends auch weiterhin gekonnt um und die Masse dankte es. Die setlist war hervorragend, jeder kam auf seine Kosten...mit typecast modulator und exile etiquette verband man Altes mit Neuem, die Band wirkte motiviert und die penetrant-charakteristische Stimme von Daryl Taberski hielt das (recht lange) Set durch.

Bleibt nur zu hoffen daß sich ähnliches in der Arena auch in Zukunft abspielen wird, alle paar Wochen mal einen hardcore-Abend, darauf hat Wien gewartet und über das Preis-Leistungsverhältniss brauch ma bei 15 Euro Eintritt auch nicht reden, um das Geld bekomm ich nicht einmal einen Parkplatz bei einem No Angels Konzert...In diesem Sinne: mehr davon.

www.snapcase.com

Paul
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Beitrag vom 01.02.2003
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