OPETH   MADDER MORTEM  
22.02.2003 @ Orpheum

Eröffnet wurde der Abend von den Norwegern MADDER MORTEM, die ja schon vor einiger Zeit mit VINTERSORG in Österreich spielten. Da ich dieses Konzert damals als recht eigenartig empfand, war ich ziemlich gespannt, was sie an diesem Abend bieten würden. So extrem wie beim damaligen Konzert war das Chaos auf der Bühne nicht, aber dennoch empfand ich ihre Darbietung als sehr schräg. Die Songs wirkten immer noch irgendwie unausgereift, alles etwas zeitlich verschoben und erneut kam es einem vor, als würde jeder der Musiker einfach irgendetwas alleine vor sich hin spielen. Aber gut, das ist wohl einfach MADDER MORTEM’s Stil, es gibt sicher auch genug Leute, denen es gefällt. In Graz ernteten sie jedoch auch einige eher kritische Blicke (besonders die Sängerin dank ihrem ..ähm... figurbetonten Outfit) und nur zaghaften Applaus.

Nach der Umbaupause war es dann endlich soweit, und jeder wartete gespannt auf OPETH, die wieder ein umwerfendes Konzert spielten. Wer sie noch nie live erlebt hat, kann es nicht verstehen, doch ein OPETH-Konzert ist kein normales Konzert. Sänger Mikael strömt eine Magie aus, die vom ersten bis zum letzten Zuschauer jeden verzaubert. Es ist schon fast nicht „nur mehr“ Musik, sondern fast schon eher Kunst. Kein Gepose, keine besondere Bühnenshow, und bei kaum einer anderen Band ist das Publikum so gefesselt. Musikalisch spitze, auch der Sound war gut, und ebenfalls die Songauswahl. Deliverance, Black Water Park, Still Life, Morningrise… alle waren vertreten. Kurz und höflich, fast schon schüchtern bedankte man sich nach den Songs. Im Vergleich zu OPETH’s Konzert in Wacken 2001 wirkte Mikael jedoch richtig „stabil“. Damals wirkte er so zerbrechlich, dass ich wirklich bei jeder Ansage befürchtete, er würde jeden Moment in Tränen ausbrechen.

Alles in allem wurde wohl niemand enttäuscht, und es war ein ganz besonderer Abend. Obwohl es teilweise wirklich fast schon totenstill im Saal war, war die Stimmung toll, auf eine ganz andere Art und Weise. OPETH erfordern die gesamte Aufmerksamkeit, höchst konzentriert wurde gelauscht. Leider war der Abend viel zu schnell zu Ende. Was soll man noch sagen, jene die nicht dort waren, haben ja keine Ahnung, was sie verpasst haben.


FOTOS + E-CARDS
www.opeth.com

Anita
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Beitrag vom 02.03.2003
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