SEPULTURA   MUDFUZZ  
06.04.2003 @ Szene

SEPULTURA in Wien. Stadthalle? Spark 7 Hall? Nönö...Szene. Über die Frage, ob SEPULTURA unter der interfamiliären Krise der Cavaleras gelitten hat scheiden sich die Geister. Die Einen vermissen Max, die Anderen fanden es schon zu kommerzig und sind froh über den "Schritt zurück" in kleinere locations. Viele Fragen waren also offen von denen zumindest einige beaantwortet werden sollten.

Davor gabs aber noch lokalen support von MUDFUZZ, die dem Publikum mit ihrem tribal-sound einheizten, dazwischen das obligatorische CARDIGANS-Cover "My favorite game" brachten und sich für einen Song den COMAAH-Sänger ausborgten.

Danach gabs eine ziemlich lange Umbaupause, die Halle füllte sich langsam und mit den ersten Tönen von "Troops of Doom" flogen die Fetzn. Der Sänger ein Viech, der Szene-Sound enorm gut, das Publikum gut aufgelegt. Stichwort Sänger, ER hatte wider erwarten doch eine Gitarre zwischen den Fingern, die jedoch nach "Messiah" abgegeben wurde. Außer Powerchords spielte sich natürlich nicht viel ab an der 2ten Gitarre aber dafür machte der neue Frontmann stimmlich einen sehr soliden Eindruck.

Nach Krachern wie "Attitude" und "Refuse/Resist" waren dem Publikum erste Erschöpfungszustände anzumerken, die exzellente Setlist die unter anderem auch ganz alte Nummern wie "Arise", "Inner Self" und "Beneath the remains" enthielt (die Setlist ist im Fotoalbum zu finden), ließ nicht sehr viel Platz zum Ausruhen. Ohne Pause spielten SEPULTURA ihre brachialen Songs runter. Keine Anzeichen von Einrostung oder Müdigkeit, Drummer Igor Cavalera werkte ordentlich hinter seinem Drumset, Gitarrero Andreas Kisser verausgabte sich auf seinem 6 Saiter und pflegte den Kontakt mit dem Publikum.
"Wir haben keine Superstarallüren" kam aus dem Mund vom Sänger Derrick Green. "Wir gehen nicht von der Bühne um dann 5 Minuten später wieder zu kommen um ein paar Songs als Zugabe zu spielen, das ist unser letzter Song des heutigen Abends, vielen Dank fürs Kommen". Nach gut 90 Minuten und über 18 Songs mobiliesrten alle Zuschauer nochmals ihre Kräfte und gaben ihr Letztes zu "Roots" bevor die Lichter endgültig ausgingen.

Wie viel es noch mit dem "alten" SEPULTURA zu tun hatte ist die Frage, musikalisch jedoch war der Abend ein erstklassiker Schnitt durch sämtliche Schaffensperioden SEPULTURAS und sehr viele enttäuschte Gesichter hats an dem Abend mit Sicherheit nicht gegeben.
Daß SEPULTURA eine Band sind die ihre Fans respektiert und fair behandelt bewiesen sie mit dem niedrigen Eintritspreis von 18 Euro mit der 90 minütigen Spielzeit und den fairen Merchandisepreise. Das aktuelle T-Shirt zur Tour kostete nur 15 Euro, was heutzutage eine absolute Seltenheit ist.
"We´ll be back in summer" war Derricks Abschluss-Statement, wir warten schon jetzt auf euch SEPULTURA.


FOTOS + E-CARDS


Paul
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Beitrag vom 08.04.2003
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