PLACEBO  
17.05.2003 @ Spark7.com Halle

PLACEBO sind eine Institution und da sie mit ihrer neuen Platte "Sleeping With Ghosts" im Rahmen ihrer Tour auch in Wien Halt gemacht haben, konnte ich mir dieses Konzert natürlich nicht entgehen lassen.
Leider war der Abend doch von so manchen Stolpersteinen geprägt... Begonnen hat alles damit, dass die Garderobe geschlossen hatte, was bei einem Konzert dieser Größe natürlich irrsinnig lästig war, keiner steht gerne mit Jacke und Tasche inmitten der Hitze von 4000 Leuten.
Nur gut, dass ich mit einem Auto vor Ort war, um meine Sachen wenigstens irgendwo ablegen zu können.
Weiter ging es dann damit, dass man mit einem Fotopass nur mit Mühe und Not beim Eingang hineingelassen wurde. Da ich dringend aufs WC musste und das WC aber erst NACH dem Eingang ist, wurde ich dann nach einigen Minuten Wartezeit neben einem der Securities doch noch hineingelassen, um meine Notdurft zu verrichten..
Dieses "mit-Fotopass-nicht-hineinkommen-Problem" führte jedoch auch dazu, dass ich der Vorband OPERATOR nicht beiwohnen konnte, da wir erst am Beginn des PLACEBO-Konzertes zum Fotograben geleitet wurden. Somit entschuldige ich mich hiermit bei allen OPERATOR-Fans, die gerne auch einen Bericht über diese Band gelesen hätten..

Nun aber Probleme beiseite, kommen wir zum eigentlichen Konzert: Als PLACEBO die Bühne betraten und die vielen, vielen Mädels in den vorderen Reihen Brian Molko entdeckten, ging leider gleich mal ein furchtbares Gekreische los. Das war für mich zwar sehr nervtötend, aber dennoch zu erwarten, da Brian Molko bei vielen jungen Mädels den Idolstatus eines Ville Valos besitzt.
Die drei Herren von PLACEBO wirkten trotz der offensichtlichen Begeisterung leider das ganze Konzert über nicht wahnsinnig motiviert und emotional im Performen ihrer Songs. So wurde "Every You Every Me" schon ziemlich am Anfang des Sets präsentiert, was nicht herausragend gut gelungen ist und mich doch etwas enttäuscht hat.
Mit Hits wie "Without You I`m Nothing" oder "Pure Morning" konnten sie die Menge zwar begeistern, aber irgendwie hat mir der gewisse Kick, das gewisse Flair gefehlt, das eine Band normalerweise versprüht, wenn sie mit Leib und Seele bei der Sache ist und sich komplett in die eigene Musik fallen lässt.
So hat PLACEBO zwar durchaus eine passable Performance geliefert (mit einigen Fehlern, die dem aufmerksamen PLACEBO-Fan natürlich nicht entgangen sind), aber so richtig begeistern konnten sie nicht.
Ich bin natürlich nach wie vor froh, dass ich endlich einem PLACEBO-Konzert beigewohnt habe, da mich ihre Musik schon durch viele Phasen meines Lebens begleitet hat, aber ein klein wenig enttäuscht bin ich dennoch... PLACEBO können mehr, als dass was sie am 17.5. in der Spark7.com-Halle gezeigt haben und ich hoffe, dass ich wieder mal die Gelegenheit bekomme, genau dieses Mehr auch zu erleben..


FOTOS + E-CARDS


Kati
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Beitrag vom 21.05.2003
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