BEATSTEAKS   TRASHMONKEYS  
12.05.2004 @ Rockhouse

Wer die BEATSTEAKS kennt, der weiß, dass bei ihren Konzerten eigentlich immer und jederzeit etwas passieren kann, seien es ungewöhnliche Coverversionen oder spektakuläre Showeinlagen. Unter ähnlichen Vorraussetzungen machte ich mich bei mordsmäßigem Sauwetter auf den Weg ins salzburgerische Rockhouse.

Mit einer satten halben Stunde Verspätung ging es um zehn Uhr los. “Big Attack“ war der erste Song, welcher auch gleichzeitig den Opener des brandaktuellen Albums „Smack Smash“ markiert. Die Bude war inzwischen randvoll, und bei tropischen Temperaturen schürte sich die Hoffnung auf einen fantastischen Abend. Der Altersschnitt war doch relativ gering, und so verwunderte es nicht, dass zu Beginn des Gigs schon zahlreiche wackelige Kiddies durch den Saal torkelten. Es wurde nahtlos mit den neuwertigen „Smack Smash“-Krachern wie „Atomic Love“, „Ain´t Complaining“ oder „Hello Joe“ angeknüpft. Nach zwanzigminütigem Aufwärmen waren dann alle auf Betriebstemperatur. Beim fernsehbekannten „Hand In Hand“ brachen dann zum ersten mal die Dämme. Mittlerweile besuchte ich auch schon das ein oder andere Konzert, doch so eine Stimmung hab' ich selten erlebt. Die Crowdsurfer wurden bis zum Saaleingang getragen, alles tanzte, sprang und schrie. Man musste sich in dieser ausgelassenen Menge richtiggehend behaupten. Die Songs wurden derart authentisch und plattennahe rübergebracht, dass es eine Freude war. Außerdem schienen die fünf Berliner an diesem Abend wirklich gut drauf zu sein. Im Mittelteil hatte dann eine Person aus dem Publikum die Chance, sein Drum-Geschick beim MANOWAR-Klassiker „Kings Of Metal“ unter Beweis zu stellen. Auf dem Weg hinter das Schlagzeug dürfte den jungen Mann allerdings der Mut verlassen haben, er kneifte, machte ohne ein Wort zu verlieren kehrt, und verschwand unter zahlreichen Buhrufen in der Menge. Startnummer zwei, Bernie, erwies sich anschließend als echter Glücksgriff. Ohne Fehler begeisterte er Band und Zuschauer. Als Draufgabe wurde er dann auf ein altes Surfbrett gepackt, und unter tosendem Beifall in der Menge herumgereicht. Na, wenn das nichts ist?

„Panic“ und „Let Me In“ standen für die Hardcore-Fraktion noch auf der Setlist, und die Coverversionen braucht man auch nicht verstecken: „So Lonely“ von THE POLICE, und „Where´s My Mind“ von den PIXIES, um nur mal zwei zu nennen. Das Publikum wurde zum Sitzen und anschließendem Kollektiv-Hüpfen aufgefordert, Bandmitglieder hangen am Leuchtgestänge, also Showeinlagen ohne Ende. Man musste sich gegen Ende wirklich konzentrieren, welches Bandmitglied hinter welchem Instrument sitzt, beziehungsweise steht. Ein absolutes Wahnsinnskonzert von einer der angeblich „besten Live-Bands“ Deutschlands.
www.beatsteaks.com

matl
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Beitrag vom 21.05.2004
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