TWO DAYS A WEEK: THE OFFSPRING   VELVET REVOLVER   BLOODHOUND GANG   DROPKICK MURPHYS   FLOGGING MOLLY   THE DISTILLERS   SOMMERSET   THE BRONX   GUADALAJARA  
25.08.2004 @ Festivalgelände, Wiesen

Was wäre ein Festival in diesem Jahr ohne Regen? Eine Ausnahme, richtig, und eine solche ist uns Ende August beim Two Days A Week-Festival nicht gegönnt. So beginnt es pünktlich zum Start mit dem herrlichen Nass. Jedoch besitzt Wiesen ein schmuckes Zelt, in welchem man sich wenigstens die Konzerte im Trockenen ansehen kann.

Aufgrund leichter Anreiseverzögerungen kam ich erst am Dienstag zum Gig von FLOGGING MOLLY aufs Festivalgelände. Was hier gleich zu Beginn abging war beeindruckend. Musikalisch sind sie ja nun wirklich keine Mozarts, doch innerhalb von drei Minuten hatten sie die Crowd fest in der Hand. Alles tanzte und grölte zu den Liedern der irischen Kneipenbrüder. Ein bunter Mix aus Folk, Punk und Polka, ständig mit Tempo und ständig in Bewegung. Akkordeon und Violine taten ihrem Sound gut und verwandelten FLOGGING MOLLY in eine einzige Party-Bombe. Dazu muss gefeiert werden, Prost!

Was soll man viel über die DROPKICK MURPHYS sagen. Sie sind keine Band zum langweiligen Rumstehen. War auch nicht zu übersehen, dass das Zelt bebte. Eine Band zum Abfeiern, dennoch musste ich zum Schluss des Gigs den Weg in die Gastronomie-Area einschlagen.

Und dann das Warten auf die BLOODHOUND GANG. Können die noch was? Haben die schon jemals was gekonnt? Die ersten Lieder waren soundtechnisch ein Witz, was ich aber nicht nur auf die Anlage beziehen möchte. Da waren zwei Sänger auf der Bühne, von denen man so gut wie nix hörte. Nach und nach kannte man zwar das ein oder andere Lied, lustlos und langweilig war es dennoch. Ich hatte den Eindruck, die wollten nicht mal Stimmung machen. Und jedermann konnte sich dann freuen, als sich der Bassist eine halbe Flasche Jägermeister durch eine Saufmaschine auf EX hineinstellte. Man war das cool... Bei dieser Band ist alles verloren. Am besten der Musik den Rücken kehren und nie wieder ein Instrument angreifen, geschweige denn eine Bühne betreten. Das mit Abstand schlechteste und peinlichste Konzert, das ich je in Wiesen gesehen habe.

Die nächste Band auf dem Billing waren die L.A. Rocker von VELVET REVOLVER. Die Jungs wirbelten ja mächtig Staub auf in den letzten paar Monaten. Angefangen hat alles mit ein paar dünnen Gerüchten. Schnell hatte man ein Album zusammengeschraubt, das einschlug wie eine Bombe und zwar auf Platz eins der amerikanischen Billboardcharts. Ausverkaufte Shows in Amerika und Pressejubel rund um den Globus. Und jetzt auch noch die gerichtliche Erlaubnis für Oberkriminello Scott Weiland, Europa zu beehren. Dicht gedrängt wartete die Wiesen-Schar auf den ersten Auftritt von Scott, Slash, Duff, Matt und Dave. Was man jetzt erleben durfte war eine Rock´n Roll-Show der Extraklasse. Ein Sänger der im VILLAGE PEOPLE-Outfit die Bretter unsicher machte. Einige Male wurde der Gunners-klassiker „You Could Be Mine“ angestimmt, „Mr. Brownstone“ und „It´s So Easy“ blieben aber die einzigen GUNS´N ROSES Songs des Abends. Das beste Konzert des Tages und alleine schon das Geld wert.

Headliner des Abends waren THE OFFSPRING. Meine Erwartungen an die alternden Surf-Boys waren eher gering. Zum Teil konnten sie jedoch mit allseits bekannten Liedern punkten. Insgesamt wirkte das Ganze aber viel zu statisch und konstruiert. Die Headlinerposition hätten sich heute VELVET REVOLVER verdient gehabt.


FOTOS + E-CARDS
www.wiesen.at

matl
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Beitrag vom 12.09.2004
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