TWO DAYS A WEEK: MUSE   EVERLAST   MIKE PATTON & RAHZEL   SARAH BETTENS   THE WOHLSTANDSKINDER   I AM KLOOT   I AM X   TRASHMONKEYS   THE SEESAW  
26.08.2004 @ Festivalgelände, Wiesen

Trotz andauerndem Regen ließen sich die Leute die Stimmung nicht verderben. Der letzte Tag des Two Days A Week war trotzdem definitiv der „ruhigere Tag“ was keinesfalls schlecht war.

Den Tag eröffneten THE SEESAW. Eine Salzburger Popband, die ihr neues Album „Generation Love“ einem zahlreich angetetenem Publikum präsentieren konnte. Gut bekannt sind sie natürlich mit der FM4-Nummer-Eins „All the Same“.

Anschließend traten die Bremer Stadtmusikanten, ähm, die Bremer TRASHMONKEYS auf die Bühne. Sie haben gerade erst ihr drittes Album „The Maker“ veröffentlicht und auch hier vorgetragen. Gekleidet in weißen Hemden und weißen Hosen spielen sie stilsicheren Rock zwischen Sixties-Garage und 70er-Punkrock, den sie mit Ur-Britpop und einem Quäntchen Manchester-Rave-Seligkeit würzen. Auch die akrobatischen Bühneneinlagen und der Publikumskontakt waren ausgezeichnet.

Dann gings stilistisch in eine andere Richtung. Als einzige Elektronikband des Festivals war nun I AM X an der Reihe. Der SNEAKER PIMPS Sänger Chis Conner hatte eine junge Dame mit dabei, die in ihrem rosa Strechteil und mit ungelenkigen Bewegungen ein ausgezeichneter Blickfang war. Ach, und ein Gitarrist war auch noch da. Den Hintergrund des Bühnenbildes macht eine große Videowall, wo zum Schluss sogar der Text zum Mitsingen projeziert wurde.
I AM X hatten allerdings einige Probleme mit ihrem Computer, der einige Songs verunstaltete. Aber mit Sekt und Rotwein brachten die drei die Show zu Ende. Fürs Publikum war es lustig und auch Chris Conner nahm die Pannen nicht zu tragisch.
-tinE-

I AM KLOOT waren akkustisch ziemlich gut, auch sie schoben eher eine ruhige Kugel, was beim Publikum aber ziemlich gut ankam.

SARAH BETTENS, die (ehemalige) Frontfrau von K’s Choice machte dem Publikum ihr bald erscheinendes Solo-Album sehr schmackhaft. Auch wenn die Songs der zierlichen Dame mit der großen Stimme eher ruhig waren, konnte sie das ganze Publikum in ihren Bann ziehen. Spätestens als „alte“ K’s Choice Hits wie u.a. „Not An Addict“ oder „Almost Happy“ ertönten, waren der Regen und die Kälte vergessen und die Leute schienen vollkommen glücklich. Wunderschönes Konzert!

MIKE PATTON & RAHZEL waren für manche Festivalbesucher und Nicht-Kenner dieser Formation definitiv eine Überraschung. Mit Beatbox und Rap-Einlagen brachten MIKE PATTON & RAHZEL die Leute zum Staunen, Mit-nicken und Bewegen. Pogen war nicht - aber das sollte uns zwischendurch mal recht sein. Sie machten auch auf ihre eigene Art Coverversionen, zum Beispiel „Seven Nation Army“ von den WHITE STRIPES und etwas vom WU TANG CLAN wurde geboten. Dann meinte Mike Patton ob eigentlich Hip Hop Fans da wären...was er mit zähem Klatschen wohl beantwortet bekam. Also beschloss er den Radio aufzudrehen, ob da evtl. was für das Publikum dabei wäre, natürlich erwischte er dann „zufällig“ einen Volksmusik- und dann einen Klassikmusiksender wozu Rahzel Beatbox machen sollte. Doch selbst diese Art von Musik konnte Rahzel „groovefähig“ machen. Auch wenn’s rein musikalisch vielleicht nicht 100%ig passte, war das Konzert für manche wohl eine neue Erfahrung und wie gesagt eine große Überraschung.

MUSE waren definitiv der meistbesuchte Headliner des TDAW, man konnte am Nachmittag schon leicht erahnen, welche Fan-Massen anreisten, um ihre „Helden“ zu sehen. MUSE T-Shirts wohin das Auge reichte. Und dann, ca. 15 min nach offiziellem Beginn um 23.00 Uhr war es soweit, die drei Engländer enterten die Bühne. 80 Minuten lang dauerte ihr Auftritt. Sie spielten hauptsächlich Songs von ihrem neuesten Album „Absolution“, die beiden Vorgänger „Showbiz“ und „Origin Of Symmetry“ kamen aber nicht zu kurz. Auch wenn sie anscheinend nicht viel von Unterhaltung mit dem Publikum hielten, war die Show eine gelungene. Die Lichteffekte und Hintergrundbilder entwickelten sich mit der Musik zu einem beeindruckenden Erlebnis, das niemand so schnell vergessen wird.

Für Interessierte hier noch die Setlist von MUSE

Bliss
Hysteria
New Born
Sing For Absolution
Muscle Museum
The Groove
Showbiz
Citizen Erased
Interlude
Ruled by Secrecy
Sunburn
Butterflies
Time Is Running Out
Plug In Baby

Blackout
Stockholm

-Polly-


FOTOS + E-CARDS
www.wiesen.at

tinE
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Beitrag vom 19.09.2004
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