WACKEN OPEN AIR 2004 - DONNERSTAG - MIT BÖHSE ONKELZ   MOTÖRHEAD   ZODIAC MINDWARP  
06.08.2004 @ Festivalgelände Wacken

Wer sich mit Metal beschäftigt, kennt das Spektakel im hohen Norden Deutschlands, egal, ob er/sie schon dort war. So pilgert die Metalwelt alle Jahre wieder in besagtes Kuhdorf in Schleswig Holstein und ein Fest, das seinesgleichen sucht, nimmt seinen Lauf. Dieses Mal immerhin zum fünfzehnten (15. !!!) Mal. Grund genug einige denkbare Live-Darbietungen, wie u.a. ein exklusives Set der 80er Heroes WARLOCK oder ein gemeinsames Set der Black Metaller SATYRICON mit DARKTHRONEs Nocturno Culto.

Ach ja, nachdem im Vorjahr Kollegin Anita ihre Kamera verloren hatte, gab dieses Jahr das Gerät des Kollegen Kronos den Geist auf, weswegen wir euch auf die zahlreichen Bilder auf www.wacken.com vertrösten müssen.[Gore]

Der erste „halbe“ Tag ist in Wacken traditionellerweise der Aufwärmtag, an dem natürlich einmal ordentlich Party gemacht wird. Daraus erklärt sich auch die recht Rock’n’Rollige Bandaufstellung: ZODIAC MINDWARP, MOTÖRHEAD und die BÖHSEN ONKELZ.

ZODIAC MINDWARP müssen wir jetzt erstmal außen vor lassen, schließlich mussten wir uns ja in Stimmung für die folgenden zwei Bands bringen.

MOTÖRHEAD lieferten einen Gig, der sich von dem am Aerodrom nur in der Länge unterschied. Gespielt wurden natürlich ein Haufen Klassiker, „Life´s A Bitch“ und ein, zwei andere Sachen vom neuen Album „Inferno“ und auch das SEX PISTOLS-Cover „God Save The Queen“ („Are there some punks in here?“, hier wie auch bei der den verstorbenen RAMONES gewidmeten Nummer zeigte sich wohl am deutlichsten, wie sehr der Unterschied diverser MOTÖRHEAD-Festival-Auftritte in der Länge liegt). Rock and Roll-Routine, ja, aber was soll’s? [Kronos]

Dann als Sauf&Mitsing-Highlight des Abends die BÖHSEN ONKELZ von denen ich schwer enttäuscht wurde. Da fährt man nicht zuletzt, um die sich in Bälde auflösenden Frankfurter zu sehen durch halb Österreich und fast ganz Deutschland und dann das: eine relative hüftlahme Band, deren Sänger wieder einmal etwas dicklicher (was ja nicht das Problem wäre) auf´s peinlichste über die Bühne torkelt, segelt, mit den Armen fuchtelt - ich weiß nicht wie man das nennen soll, ausgesehen hat Kevin dabei auf jeden Fall wie ein rheumatischer Disco-Opa, der sich einen Haufen Kids beim Pogo tanzen angeschaut hat und das anschließend in der Light Version nachahmen will. Na schlimm…
Die drei anderen ONKELZ taten nicht gerade viel um das Bühnenbild zu verbessern.
Verbesserungswürdig meiner Meinung nach auch die Songauswahl. Von mir aus hätten sie einfach die „Live in Vienna“-Setlist plus ein paar Nummern der darauf folgenden Alben (also das ganze Zeug aus der ersten Hälfte der 90er) spielen können und es wäre perfekt gewesen.
Dieses Material, das die ONKELZ seinerzeit vom Außenseiter zum deutschen Top Act gemacht hatte, hätte auch angesichts der Aufgabe, zum Abschied einen repräsentativen Überblick über das Schaffen der Band zu geben, hergehört.
Enttäuscht bin ich dann schon etwa in der Mitte des Konzerts gegangen.[Kronos]
www.wacken.com

Kronos
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Beitrag vom 23.09.2004
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