CRACK UP FESTIVAL VOL. 6: LORDS OF PURITY   FACIAL MAX   MIDGARD    FIRESTORM    INCREPO  
22.01.2005 @ Bodensdorf

Nun schon zum fünften Mal wiederholte sich die niederösterreichische Rock und Metal Underground-Veranstaltung „Crack Up“, ging also zum insgesamt sechsten Mal über die Bühne. Und neuerlich wurde als Ort für die musikalische Geselligkeit der Ballonwirt Aigner in der Nähe von Wieselburg gewählt. Schon zuvor hatte sich diese Location als äußerst willkommen bei Bands und Publikum bewährt und sollte auch dieses Mal wieder guten Untergrund für die Freunde rockender Gitarrenmusik bieten. Mit endgültig passend verkabelt, aufgebauter und durchgetesteter Soundanlage ließ schließlich ab 19.30 Uhr der Rock nicht länger auf sich warten. Hier die Bands im Einzelnen:

LORDS OF PURITY

Schon im Vorfeld wurde ein großes Mysterium um diese Band von „weit, weit her“ gemacht, die wohl, eigenen Angaben zufolge, nach zähen Verhandlungen doch eingewilligt hatte, am Crack Up zu spielen. Als sie dann direkt als erste Band loslegte, erfreute sich die Formation schon von Beginn an großer Beliebtheit, da das Mysterium schließlich gelüftet schien: Es handelte sich um eine Coverband. Und wer könnte solch eine Veranstaltung, in der die Leute meist zaghaft auf sich warten ließen, ehe sie nach vorne zur Bühne traten, um der Musik zu huldigen, besser beginnen, als eine Band, die sich quer durch einige Klassiker der Metalszene spielt. Beim Publikum kam diese Band äußerst gut an, was allgemein einen willkommenen Start in den Abend bieten sollte.
Man wusste nicht warum, aber irgendwie hatten die Musiker dort auf der Bühne eine unverkennbare, riesige Ähnlichkeit mit der Szeneband aus der Region namens LACK OF PURITY.....

Setlist: 1) Six Feet Under – War is Coming
2) In Flames – Pinball Map
3) Killswitch Engage – My last Serenade
4) OneEightSeven – Your Secret Believe
5) OneEightSeven – Love
6) Iced Earth – Dark Saga
7) Pantera – Walk
8) Sepultura – Refuse Resist
9) Slayer – Raining Blood
10) Judas Priest – Breaking the Law

FACIAL CLIMAX

Mit abgedunkelter Bühne und eingespieltem Rauschen beginnend setzten FACIAL CLIMAX aus Amstetten die Veranstaltung fort – oder vielleicht würde „brüllten fort“ besser passen. Hart und treffsicher sowie mit einem äußerst herausstechenden Sänger präsentierte sich die niederösterreichische Metalcoreband und wurde von den Kennern im Publikum als „sich extrem weiterentwickelt“ bezeichnet, was sich auch in einem hin und her geworfenen Moshpit beglaubigte. Und wirklich, man muss der Band, vor allem dem Sänger, der wohl als Kreuzung aus Max Cavalera (SOULFLY) und Corey Taylor (SLIPKNOT) zu beschreiben wäre, ein großes Lob aussprechen, mag man zu solch moderneren Arten metallischer Musik stehen wie man will.

Setlist:1) Rent To Kill
2) Less Attention
3) Precog Prevision
4) Unearthed Bride
5) Fragile
6) Deviate From Norms
7) Despising This Flesh Of Mine
8) Deep Silent Water
9) Encombrant
10)Obsession



MIDGARD

Schlagartig änderte sich nach FACIAL CLIMAX das Aussehen des Publikums in den vorderen Rängen, denn man machte dem langhaarigen MetalLern Platz zum Bangen. Die Steirer vereinten alle Besucher mit ihrem lupenrein gespielten Melodic Deathmetal, obwohl zu Beginn schon einige unruhige Stimmen laut wurden, da sich die Band mit dem Soundcheck lange Zeit ließ. Schließlich wurden jedoch alle belohnt, da MIDGARD einen spiel- wie soundtechnisch einwandfreien Gig als einheitliches Bollwerk hinlegten und natürlich entsprechend gefeiert wurden. Aus dem Publikum hörte man sogar Stimmen, die MIDGARD als Hauptact propagierten.

Setlist: 1) When God Meets Pain
2) Time To Fear
3) Over Now
4) The Pain Remains
5) Against And Again
6) The Sinner
7) Trapped In My Black Shadow
8) Lost
9) In My Darkest Hour

FIRESTORM

So sehr MIDGARD das Publikum in Jubel vereinten, so sehr wurde es gleich darauf durch Firestorm wieder gespalten, und zwar vor allem dadurch, dass kaum jemand gewusst hatte, was ihn mit der Rock-/Heavy-/Sleazemetal-Formation aus Laa a. d. Thaya erwarten würde. Eine Reaktion durch Kopfschütteln und Aussagen wie: „Ich hatte unter dem Namen eine Death Metal Band erwartet“ standen Rufen wie „Firestorm – Best Liveact ever!!!“ gegenüber. Zwar ging es unter den Zuschauern nicht so zur Sache wie bei den vorherigen Auftritten, jedoch huldigten viele aus dem Publikum durch lautes Mitsingen diese Band, deren Gig auf jeden Fall sehr gut und feierlich über die Bühne gebracht wurde.

Setlist:1) Back From Hell
2) Tears Of Fire
3) Heading For Tomorrow
4) Feed Me
5) Larger Than Sandman
6) Love Is Killing
7) Personal Demons
8) War
9) Day By Day
10) The Look

INCREPO

Der Hauptact des Abends schließlich war die Scheibbser Band IN CREPO, welche trotz einiger soundtechnischer Probleme ihrem Ruf eines metallischen Horrorfilms überzuckert mit gewissen musikalisch-gauklerartigen Einlagen alle Ehre machte. Das Publikum war keineswegs müde geworden, sondern feuerte die Lokalband äußerst ausdauernd bei ihrem düster und schauderhaft zelebrierten Gig an. Selbst Stagediver ließen nun nicht mehr länger auf sich warten. So bildete die Band einen gelungenen Abschluss für einen wunderbar rockigen Abend und wurde auch entsprechend von den Besuchern gefeiert.

Setlist:1) Bastard
2) Sense of Life
3) Midnight Ripper
4) Mortal Silence
5) Friendly Neighbourhood
6) Demonstration Of Domination
7) Zombie Zone
8) Contract Of Terror
9) Metal Maniacs

Alles in allem war der Abend für Bands, Publikum und den Veranstalter Robert Jungwirth ein großer Erfolg, was dieser auch mit den Worten: „Ich bin sehr glücklich, dass es für Bands und Publikum ein so positives Erlebnis geworden ist!“ bestätigte.

An dieser Stelle, ein Dankeschön an unserem Gastreposter Robert König.
www.crackup.at.tt

Robert König
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Beitrag vom 09.02.2005
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