DR. ROCK    TOTER ROTER FISCH   THE SMILING SUNRISE BAND  
03.12.2005 @ Kulturzentrum Hof

An diesem ersten Samstag im Dezember lud die KJ OÖ zu einem Benefizkonzert, das getreu dem Motto „Brot statt Böhler“ dem Zweck diente, um eine finanzielle Basis für Projekte in Bolivien zu legen: Diese Projekte zielen darauf ab, Familien in Not Hilfeleistungen anzubieten und für eine Ausweitung der Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu sorgen.

Das Kulturzentrum Hof war schon bestens gefüllt, als die erste Band THE SMILING SUNRISE BAND mit den musikalischen Reigen eröffnete. Diese Gruppe ist langsam, aber sicher fast schon wöchentlich in einem der gängigen Venues hierzulande zu begutachten, und glänzt dabei stets durch eine eingängige, aber durchaus auch tanzbare Vermengung von Reggae und Rock-Sounds, und garniert wird das Ganze mit Texten, die im oberösterreichischen Dialekt vorgetragen werden. Eine gelungene Mischung, die auch beim Publikum auf wohlwollende Resonanzen stieß. Auch der heimliche Hit der Band, „Kleiner Junge“, durfte dabei nicht fehlen. Auch ein vollständiges Album der Band soll in nicht zu ferner Zukunft erwerbbar sein..

Weiter ging es mit den Lokalmatoren, den Alternative Rock/Deuschrock-Pionieren TOTER ROTER FISCH: Neuerdings zum Trio geschrumpft, hatten die Jungs keinerlei Mühe, das Publikum blitzschnell auf ihre Seite zu ziehen. Dank jeder Menge starker Stücke in der Hinterhand wie beispielsweise „Tauchen“ und „Sexuell Frustriert“ sprang der Funke verhältnismäßig rasch auf das Auditorium über, und die Band durfte sich über ein ansprechendes Feedback seitens der Fans freuen. Auch diese Combo arbeitet bereits intensiv an einen neuen Album, Auszüge daraus konnten an diesem Abend bereits vernommen werden.

Als Headliner agierten dann die ungekrönten "Upper Austrian Kings of Hardrock", nämlich DR. ROCK, und wer das Quartett schon einmal live erleben durfte, der weiß, dass diese Combo für erfrischend ehrlichen, aber auch überaus schweißtreibend-authentischen und schlichtweg umwerfenden Rock `n` Roll bürgt, und das war an diesem Abend freilich auch nicht anders. Alte Hadern wie „Doctor Rock“, eine Coverversion (BILLY IDOL "Rebell Yell"), neuere Tracks wie „The Bitch Is Back“ durften dabei genauso wenig fehlen wie brandneues Material à la „Never Forget“, das eigentlich nur darauf wartet, auf CD gebannt zu werden. Eine gelungene Performance allemall, wenngleich sich die Band danach eher selbstkritsch gab.

Erfreulich außerdem, dass sich die unermüdliche Aufbauarbeit der Brüder Fischer nun endlich bezahlt macht, und man nach einem knappen Jahrzehnt Bandgeschichte langsam, aber sicher auch die verdienten Erfolge ernten kann: Im Vorjahr durften die Herren mit Acts wie unter anderem EUROPE, EDENBRIDGE und weiteren die Bühne teilen, und auch sonst hat das öffentliche Interesse an der Formation merklich zugenommen. Tendenz steigend! Rock on, DR. ROCK!


Hutti
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Beitrag vom 31.01.2006
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