MACABRE   DIE APOKALYPTISCHEN REITER   BROKEN HOPE   SERVERE TORTURE  
15.01.2001 @ Arena

Auf diesen Abend habe ich mich schon wochenlang gefreut! Nicht wegen MACABRE, nein, wegen den REITERN, die mit ihrer letzten Platte "All you need is love" wohl eine der besten Scheiben der letzten Monate abgeliefert hatten. Und so fuhr ich bei Eiseskälte in die Arena und musste leider mit einigen Kollegen bis knapp vor Beginn der Veranstaltung in Sibirien, so bezeichne ich jetzt mal den Hof der Arena an diesem Tag, verbringen. Meiner Meinung hätte man die Leute zumindest bis zur Bar reinlassen können.

Als es dann soweit war, wurde uns aber um so schneller heiß, denn SERVERE TORTURE aus den Niederlanden fuhren ein schweres Geschütz auf und ballerten uns mit ihrem Death-Metal förmlich nieder. Sibirien war vergessen und spätestens bei der CANNIBAL CORPSE-Covernummer "Hammer smashed face" war das Eis gebrochen. Soweit ein sehr toller Abend und ich freute mich schon auf die zweite Band, BROKEN HOPE, die mir von einigen Kollegen sehr empfohlen wurde, ich kannte nämlich bis dato noch kein Lied von ihnen. Umso enttäuschter war ich, denn der neue Sänger war absolut nicht mein Fall. Von der Statur her ein ordentliches Bröckchen, da erwartet man sich einiges an Stimmvolumen, dieses war aber eher ein Stimmvakuum. Die Musik war zwar echt lässig, jedoch um einiges langsamer als die der Vorgänger. Und das bedeutete MITBANGEN!!! Und das taten auch fast alle Besucher! Nach dieser kurzen Gymnastikübung waren dann DIE APOKALYPTISCHEN REITER an der Reihe. Wie eingangs schon erwähnt war ich doch sehr gespannt, ob sie das Material der neuen Scheibe auch live so genial rüberbringen konnten. Und das konnten sie! Die Szenerie wechselte schlagartig, als die Jungs aus dem Osten Deutschlands die Bühne betraten, denn bis auf den Keyboarder, der durchwegs fast regungslos ins Publikum starrte, hatten alle drei restlichen Musiker ein Grinsen auf den Lippen und führten sich auf, als wären sie im Kasperltheater. Also ein wahrer Augenschmaus.
Aber auch die Ohren wurden mit feinster Kunst bedacht. Kunst deshalb, weil diese Art von Musik, eine Mischung aus sämtlichen Stilen (Death, Black, Klassik,....), einfach das Level anderer Bands locker übersteigt! Für mich, und ich schätze mal auch für Lu von Metalworld die Perle des Abends. Als Headliner beehrten uns MACABRE, das durchgeknallte Trio aus den Staaten. Mit ihren Songs über Massenmörder und Gewalttaten aus dem reellen Leben schienen sie die Leute zu befriedigen. Der Sänger und zugleich Gitarrist gab zu jedem Lied eine etwas längere Einleitung, die manchmal die Länge des Songs überstieg, aber es war echt witzig, was in den USA so abgeht.

Musikalisch gesehen waren alle drei Musiker erstklasssig und besonders beeindruckt hat mich aber die "Bandbreite" der Stimme, die vom tiefsten Growlen bis zur Piepsstimme reichte. Ein toller Abend, der mir noch länger in Erinnerung bleibt!


Lugi
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Beitrag vom 11.03.2001
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