TUSKA 2006 - TAG2: VENOM   OPETH   NORTHER   AMORPHIS   PAIN CONFESSOR  
01.07.2006 @ Kaisaniemi, Helsinki

TAG 2 – das Leiden geht weiter…

Die Eröffnung meines zweiten Tages bestritten PAIN CONFESSOR, auf welche ich mich schon besonders freute. Live entfesselten sie abermals die volle Power ihrer Songs, und dies auch zu dieser „frühen“ Stunde. Diese Band sei einmal allen ans Herz gelegt, die einer gelungenen Mischung aus Melancholie in einem Deathmetal-Kleid etwas abgewinnen können. Also bei Gelegenheit überzeugt euch selbst von den hervorragenden Bühnenqualitäten! Hochkarätig und noch einen Tick härter folgten DIABLO, welche mittlerweile schon auf den beachtlichen Backkatalog von vier Alben verweisen können und so genug Variation in der Songauswahl hatten. Unter anderem schafften es „Read My Scars“ und das geniale „Queen Of Entity“ in die Playlist. Alles in allem hinterließ dieser, mein erster DIABLO Gig einen bleibenden Eindruck.

Den Höhepunkt für mich lieferten NORTHER aus Espoo ab. Was mich hier empfing waren geniale Songs, gepaart mit dem Maximum an Spielfreude und einer gehörigen Menge Spaß. Es war hier eine richtige Freude Photos zu schießen, da sich die Truppe richtig mit den Anwesenden im Photopit spielten und sich ins rechte Licht rückten. Bei der Songauswahl wurde der letzte Output, „Till Death Unites Us“ etwas bevorzugt und so wurden mit „Drowning“, „Norther“, „Scream“ und „Everything“ gleich vier Songs zum Besten gegeben. Weiters durfte man sich unter anderem an „Released“, „Fallen Star“, „YDKS“ und „Day Zero“ erfreuen. Mit diesem Auftritt stellte sich die Band erneut gegen alle Kritiker und die, die meinen, ewig Vergleiche mit COB heranziehen zu müssen – und langsam sollte jeder die Qualität dieser Band erkennen.

Weiter ging es mit einheimischer Musik als AMORPHIS die Bühne betrat. Tja, was soll man hier noch viel erwähnen; geniales letztes Album, ebensolcher neuer Sänger und einfach eine riesengroße Party on Stage. Tommy versteht es einfach Stimmung zu erzeugen und dies gelang ihm auch diesmal ohne Probleme und so hatte man die Masse hinter sich. Musikalisch wilderte man, wie schon auf der letzten Tour in allen Gefilden und so schaffte es wieder ein Song der legendären „The Karelian Isthmus“ Scheibe in die Tracklist. Und um aus dem Schwärmen nicht herauszukommen ging es gleich mit OPETH weiter. Hier galt gleiches wie für AMORPHIS; eine klare Sache, die die Schweden auf die Bretter zauberten, wieder mit einer gehörigen Prise Humor gewürzt. Wer die Mannen auf ihrer letzten Tour sehen konnte, wird verstehen was ich meine, allen anderen sei die nächste Möglichkeit sie live zu sehen ans Herz gelegt.

Weiterhin melodiös ging es zu KALMAH, welche erst letztlich mit „The Black Waltz“ mehr als nur ein Lebenszeichen von sich gaben. Und ganz dem Album entsprechend „prügelte“ man sich durch die vier bisherigen Alben voller „raw and pure Swamp Metal“ – Prädikat: besonders sehenswert.

Headliner des zweiten Tages waren VENOM. Viel erwartend ging ich zu diesem Gig und wurde leider enttäuscht. Hier jetzt etwas zu schreiben, ohne von Unmengen an, diese Legende huldigender Fans gesteinigt zu werden ist gar nicht einfach. Für mich persönlich war es ein demotivierter Auftritt, welcher von „Black Metal“ eröffnet wurde und nur durch Bass, Gesang und Schlagzeug glänzte, oder eben nicht… Da meine Meinung hier rein subjektiv steht, kann ich nur noch soviel zu dem Auftritt sagen, das diese Legende, wie nicht anders zu erwarten von der Masse verehrt und bejubelt wurde. In solchen Fällen empfiehlt es sich bei Möglichkeit selber ein Bild zu bilden, da gerade bei solchen Bands jeder mit einem anderen Background und einer anderen Einstellung herangeht und sie so sehr polarisiert.
Mit dieser letzten Band des Tages war ein weiterer genialer Festivaltag zu Ende und es ging wieder mal in das finnische Nachtleben…


FOTOS + E-CARDS
www.tuska-festival.fi

Harald
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Beitrag vom 20.10.2006
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