TAAKE   URGEHAL   KOLDBRANN   KAELTETOD  
22.03.2007 @ ESCAPE Metalcorner

Es ist also wieder passiert: Nach dem extrem erfolgreichen DORNENREICH-Auftritt vor einigen Wochen war das Escape zum zweiten Mal total ausverkauft.
Dafür verantwortlich: Niemand geringerer als TAAKE, URGEHAL, KOLDBRANN und KAELTETOD.
Die Folgen: tiefe Verzweiflung bei so manchem zu spät gekommenen (tatsächlich war noch vor 20:00 keine einzige Karte mehr zu haben!), für die Glücklichen ein Black Metal Highlight, von dem man noch lange sprechen wird!

Haben sie nun, oder haben sie nicht? Doch, KAELTETOD spielten, aber gerade mal 15 Minuten – und mitgekriegt hat’s kein Schwanz, auch nicht meiner. Schade, denn dies hätte das Grand Finale sein sollen (RS will sein Soloprojekt unter dem neuen Banner NIHIL CHAMBER neu aufbauen). Der Gig soll aber am 7.4. beim MONDSTILLE-Akustik-Konzert, ebenfalls Escape, nachgeholt werden.

KOLDBRANN litten an einem recht grauslichen dünnen Sound, kamen unter dem Strich aber besser raus als noch am Kaltenbach Open Air. Ich denke, dass die undergroundige Club-Atmosphäre der rauen und primitiven Seite der Band entgegenkommt. So wurde diese erste norwegische Truppe auch von einer dicht gepackten Menge entsprechend begrüßt. Anständig, aber nicht wirklich spektakulär.

Die Atomkinder URGEHAL steigerten das Niveau erheblich: Allein der Sound samt fett getriggertem Drumkit war um Welten besser, die rotzrockige Attitüde des bizarren Haufens feuerte die Banger an, und nicht zuletzt bieten URGEHAL auch wirklich was für’s Auge. Die CARPATHIAN MONGOS, Verzeihung, FOREST, kamen mir mehr als einmal in den Sinn, denn die geschmackvolle Kombination aus bizarrer Selbstironie und pervers rollendem Schwarzmetall gelingt URGEHAL meines Erachtens kaum schlechter. Dass Frontsau __ mein ihm freundlicherweise angebotenes Bier verschüttete wäre zwar nicht nötig gewesen, aber immerhin bekam ich für mein halbvolles Schwechater ein volles Gambrinus und eine richtig schön perverse, exzessive Black Metal Show erstattet. Hat sich rentiert!

Wozu die Wiener Metaller fähig sind zeigte sich dann aber bei TAAKE: Lange nicht mehr live gesehen und absoluter Kult – dass bringt den Müden Haufen dann doch auf die Beine. Das Gedränge war enorm, und in den ersten vier Reihen bangte sich jeder, wirklich jeder ins Delirium. Die Göttertruppe um Hoest war wunderbar tight und voll hymnischer Qualität, der Vokalist selber wiederum, der angeblich ein totaler Stubenhocker sein soll und seine okkulte Kunst in häuslicher Behaglichkeit fabriziert, zeigte sich live wie entfesselt – Wenn er sich nicht gerade hinter einer überdimensionalen Norwegen-Fahne versteckte. Außerdem endlich ein anständiger Waschbrettbauch für die Ladies. Leider, leider war viel zu früh (und auch ziemlich abrupt) Schluss, aber der strenge Escape-Zeitplan musste eingehalten werden. Egal – ein wahrlich denkwürdiger Abend! Danke, KVK!


FOTOS + E-CARDS
kv-kaltenbach.org

marian
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Beitrag vom 26.03.2007
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