SUB URBAN TRIBE   MOONSORROW   AMON AMARTH   ...  
17.02.2007 @ Cable Factory, Helsinki

Seit dem Jahr 2005 heißt es alle Jahre wieder FME. Und auch 2007 war dieses Event eines der Extraklasse und einen Besuch mehr als wert. Hier nun etwas verspätet der Report rund um Live Gigs, Musikequipment, Merchandising und einer großen Party.

Livetechnisch hat man wiedermal gute Arbeit geleistet und Genregrößen wie MOONSORROW, SUBURBAN TRIBE, INSOMNIUM und AMON AMARTH auf die Bretter geholt, um nur einige zu nennen, aber auch Newcomern wie APRIL, TACERE oder MISERY INC. wurden gern gesehen.
Neben diesem Programm starteten die verschiedenen Festivals ihren Kampf um die Gunst der Leute und so waren vom TUSKA OPEN AIR über das SAUNA OPEN AIR bis hin zum NUMMIROCK genügend Anreize für einen Sommer in Finnland gegeben, da bleibt einem nur die Qual der Wahl…
Und wer zu viel Geld in seiner Tasche hatte, konnte dies an den vielen Ständen der Labels, Merchandising Vertrieben und Bands schnell loswerden.

Nun aber zum Liveprogramm…

Gestartet wurde der erste Tag von BATTLELORE, die einen gebührenden Einstieg ablieferten, um anschließend die Bühne für das erste Highlight in Form von MISERY INC. freizumachten. Diese hatten das Publikum fest in ihrer Hand und spulten routiniert ihr Material herunter, ohne jedoch nur einen Funken an Langeweile aufkommen zu lassen; zu gut hierfür ist das Material und die Bühneshow der Band. Da kann man nur hoffen, dass es diese Formation auch endlich mal in unsere Gefilde schafft. Hochkarätig ging es mit MOONSORROW weiter, die alle ihre Hits zum Besten gaben und auch Material ihres letzten Outputs „VIIDES LUKU – HÄVITETTY“ livetechnisch umsetzten. Wer sich einmal selbst von den Livequalitäten der Band überzeugen will, kann dies bei ihrer Tour mit SWALLOW THE SUN erledigen.

Nach diesen ersten musikalischen Leckerbissen ging es an die Vergabe der Finnish Metal Awards, welche dieses Jahr unter anderem an MOKOMA für das beste Album des Jahres, CHILDREN OF BODOM als beste Band und an PROFANE OMEN, die Newcomer des Jahres gingen.

Nach diesem Zwischenspiel Machten SUBURBAN TRIBE ihrem Namen wieder alle Ehre und lieferten, nach der eher schwachen Show am letzten Tuska, wieder einen Auftritt der Extraklasse ab. Die Band versteht es einfach die Energie ihrer Songs auf das Publikum zu transferieren und nie langweilig zu werden. Und nach diesem Gig ist die etwas schwächere Leistung des Sommers auch schon wieder vergessen… Den Abschluss des ersten Tages bildeten die Engländer DRAGONFORCE, die ihre Visionen „extremen“ Power Metal‘s zum besten gaben, bevor sich die Meute an Metalanhängern langsam vom Barbereich in Richtung diverser Locations, wie der neu eröffnete INFERNO Bar, zur Aftershowparty bewegte um die Nacht feuchtfröhlich ausklingen zu lassen...


Nach kurzer Nacht und noch etwas Schlaftrunken konnte der zweite Tag begonnen werden. Und hier war es ratsam pünktlich zu sein, um den Start von TURMION KÄTILÖT nicht zu verpassen. Und wie immer boten sie eine interessante, extreme Show mit Elementen, die einem schon mal ein Grinsen auf die Lippen zauberte. So praktizierte man neben Wachstrinken auch gegenseitiges Geiseln und zeigte, wie spaßig es doch sein kann, mit Eisenstange und Flex den anderen ein paar Funken abbekommen zu lassen. Höhepunkt war es dann wohl, wie sich Sänger Tuomas zwei rund 10 Zentimeter lange Nadeln irgendwo aus der Brust zog, um sie sich kurz darauf durch die Wangen zu stecken. Abgesehen von diesen Showeinlagenkonnte man natürlich auch mit den Songs Punkten, welche sich auf dem letzten Output noch elektronischer präsentierte und ein noch weitläufigeres Spektrum offenlegte.
Weiter ging es mit den Newcomern APRIL, wobei sich das Newcomer hier wohl nur auf ihren Plattendeal bezieht, welchen man sich durch Livepräsenz und das Aufbauen einer riesigen Fan schar erarbeitete. Und dies voll begründet, was man an der druckvollen Show nur ach zu nachvollziehen konnte. Also beide Daumen nach oben für diesen Fünfer – unbedingt ihr Album „Tidelines“ anchecken. Als nächstes betraten die auch in Österreich nichtmehr unbekannten INSOMNIUM die Bühne, die mit „Above The Weeping World“ ihr drittes Album unter die Leute brachten und so genügend Freiraum in der Songwahl hatten. An den Keyboards wurde man von SWALLOW THE SUN Tastenmann Aleksi Munter unterstützt und gemeinsam zeigte man, warum man zu einer der Größen der finnischen Scene gehört.

In der Folge spielten TACERE, die ihr Debüt „Beautiful Darkness“ on Stage zum Besten gaben und anscheinend eine große Fan schar mitgebracht hatten, so wie sie abgefeiert wurden. Anschießend war es Zeit für „Deadsong“ und BEFORE THE DAWN. Außer dieser Kostprobe aufs neue Album „Deadlight“ marschierte man durch die drei Vorgänger Veröffentlichungen und konnten mich erneut vollends überzeugen. Bei dieser Band verwundert es mich immer wieder, dass man noch nicht im großen Rahmen durchstarten konnte, da das musikalische Potenzial hierzu definitiv vorhanden ist und man den Jungs und besonders Songwriter, Sänger und Gitarristen Tuomas Saukkonen das Herzblut ansieht, welches er in diese Band steckt.

Nach jeder Menge positiver Vibes der Rocker von BROTHER FIRETRIBE, und der nach dem diesjährigem Spinefeast zweiten mehr als gelungen Livepräsenz, die ich zu sehen bekam enterten die schwedischen Wikinger AMON AMRTH die Bühne und heizten der Kabelfabrik ordentlich ein. Aber mit den bereits abgespulten Dienstjahren und einem erneut gelungenem Album im Rücken war dies auch nicht verwunderlich. So kreisten die Köpfe und floss der Alkohol. Nach dieser Show vergaßen die meisten, das mit COLDWORKER und RYTMISHÄRIÖ noch zwei Bands zu spielen hatten, den nicht wenige verließen zu diesem Zeitpunkt die Halle Richtung Inferno, um die Nacht zu Ende gehen zu lassen.

Als Abschluss kann man hier einmal mehr behaupten, dass diese Expo jedes Jahr wieder das hält, was sie auch verspricht. So kann man sich nur wünschen, dass man vielleicht auch hierzulande mal ein Event dieser Kategorie zustande bringt, denn wer würde nicht gerne mal zwischen Liveacts mal ne neue Gitarre Probespielen oder seinen Idolen beim Ausreizen ihres Equipments zu sehn.


In diesem Sinne, bis zu den finnischen Sommerfestivals 2007…


FOTOS + E-CARDS
www.fme.fi

Harald
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Beitrag vom 11.04.2007
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