HALLOWEEN METAL FESTIVAL - DORNENREICH   GOREFEST   ONE MAN ARMY...   UVM.  
27.10.2007 @ ARGE-Salzburg

Am 27.10.2007 war es wieder soweit, die Arge lud zur Halloween Metal Nacht ein. Das 5-jährige Jubiläum sollte man gebührend feiern und man versuchte mit Bands unterschiedlichster Ausrichtung zu punkten. So waren die Bands zunächst ganz interessant, jedoch sollte sich im Laufe des Abends noch herausstellen, dass der Sound alles zerstörte.

Doch zunächst einmal zum Opener DRONE. Da ich laut Zeitplan eintraf, und dieser wohl nicht stimmte, konnte ich nur noch den letzten Song erspähen. Dieser war ganz nett, aber ein Urteil zur deutschen Band konnte ich mir nicht machen. Was jedoch schon auffiel und sich während des Abends noch verschlimmerte, war der grottenschlechte Sound.

BEFORE THE FALL, die mit einem Ersatzsänger agierten (ich konnte leider nicht herausfinden wer), initiierten bereits ab dem ersten Song Moshpits und Circlepits. Der Austauschsänger gefiel mir persönlich sogar besser als das Original, da er mit tieferer Brüllstimme schon fast an BORN FROM PAIN und GOREFEST erinnerte. Bis auf den schlechten Sound war der Auftritt der Ösis also eine Runde Sache. Weiter so!

Als nächstes versuchten HELLSAW das Publikum mit ihrer Variante von Black Metal zu überzeugen. Handwerklich waren sie wirklich in Ordnung, aber nachdem mir fast jeder Song irgendwoher bekannt vorkam, war der Auftritt eigentlich unnötig. (auch Klauen will gelernt sein!!) Da jedoch das Publikum in Salzburg zum großen Teil aus Black Metal Fans bestand (und ziemlich besoffen war), wurde auch ihr Auftritt gefeiert.

AMORAL hatten wohl die Arschkarte des Abends gezogen. Schon ab dem ersten Lied hörte man nichts als einen Soundbrei und ein bisschen Schlagzeug. Und das bei einer so technischen Band, die wirklich mehr verdient hätte. Arme Burschen!

NORTHER zogen ein ziemlich großes Publikum an und mit ihrer Variante des CHILDREN OF BODOM Sounds, konnten sie viele neue Fans ergattern (was aufgrund des miesen Sounds wohl am bereits erhöhten Alkoholkonsum des Publikums lag). Fazit: Anspruchsvoll, jedoch unoriginell (und da konnte das TATU Intro nichts daran ändern).

Eine kleine Überraschung lieferten für mich One MAN ARMY AND THE UNDEAD QUARTET. Aufgrund ihrer einfacheren Riffs konnte ihnen der miese Sound nicht den ganzen Abend versauen. Der Enthusiasmus des Leadsängers, der an eine Mischung aus Elvis und Glenn Danzig erinnert, forderte zum Mittanzen auf. Party Mucke in Reinkultur, beide Daumen nach oben für diesen überzeugenden Auftritt.

Dann kam endlich der lang ersehnte Headliner GOREFEST. Die Holländer überzeugten ab der ersten Minute mit einer Dampfwalze an Songs und Druck im Überfluss. Beim jungen Publikum kamen sie überhaupt nicht an, da diese mit all den alten Klassikern einfach nichts anfangen konnten. Somit schossen Klassiker wie „Reality - When you die”, “State of Mind”, “The glorious Dead” und “Get A Life” am größten Teil des Publikums vorbei, jedoch waren zumindest einige Fans von früher anwesend (meiner einer mit inbegriffen). Die schnellen Parts wurden leider zum wiederholten Male Opfer des beschissenen Sounds in der Arge, jedoch konnte dieser den langsamen, doomigen Parts nichts anhaben, und davon besitzen GOREFEST zum Glück genug. Bis auf ein paar peinliche Übergriffe von angesoffenen Idioten in der vordersten Reihe lief alles gut (Boudewijn, der lockige Gitarrist, musste ein paar mal diesen Deppen mit seinem Knie in die Schranken weisen, bevor sie endlich aufhörten, ihm in die Gitarre zu greifen). Trotz dieser Vorfälle ließen sie sich nicht beirren und zogen ihren Auftritt souverän durch.

DORNENREICH mit ihrer Akustikshow wollte ich mir nicht mehr geben, da nach einer Band wie GOREFEST gothicmäßge Gefühle nicht passen, und so konnte ich sehr viele Leute beobachten, die nach GOREFEST den Ort des Verbrechens verließen.

Als Fazit bleibt zu sagen: Die Bands waren in Ordnung bis gut. Das Festival selbst bestach jedoch eher durch extrem alkoholisierte Volldeppen und Minderjährige, einen Saustall sondergleichen und der Sound war vielleicht sogar der schlechteste, den ich je erlebt habe.



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Beitrag vom 12.11.2007
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