PRO-PAIN   PERMANENT STYLE   FACIAL CLIMAX   
29.06.2007 @ Shelter

Die Hardcore-Altmeister PRO PAIN luden zum 15 Jährigen Bandjubiläum zum Stelldichein in kleinem Rahmen ins Wiener Shelter und verwandelten den Keller in eine dampfende Gemeinschaftssauna. Anlässlich der Feierlichleiten veranstaltete die Band dort eine „Fan Appreciation Party“ und beschenkte jeden anwesenden Gast mit einer PRO PAIN Studio CD seiner Wahl. Wie es dazu kam und welche er sich ausgesucht hätte, verriet mir Sänger Gary Meskil im Interview nach der Show.

Schon bei der ersten Band des Abends, FACIAL CLIMAX, gings von der ersten Minute an ordentlich zur Sache. Die Niederösterreicher sind unberechenbar: die Band brettert mit betzeferischem Groove dahin, während Schreihals Andreas Huber demonstriert wie es geklungen hätte, wenn James Lynn Strait über die vertrackte Unrhythmik der frühen MESHUGGAH gebrüllt hätte. Auf der Bühne ließen die 5 nichts anbrennen und beendeten nach 40 Minuten einen mitreißenden Act.

PERMANENT STYLE aus Wien trieben mit ihrem New York-lastigen Hardcore-Punk die Temperaturen schnell in die Höhe und hatten die schwitzende Meute fest im Griff. Die Band spielte im mittlerweile komplett gefüllten Kellergewölbe und ließ sich bei tropischen Verhältnissen ordentlich abfeiern. Leider mussten sie aufgrund der Überlänge des Gigs ihrer Vorgänger nach 4 Songs abbrechen. Das Publikum, wie ich selbst, hätte gerne noch mehr gehört.

Pünktlich um 11 starteten PRO PAIN ihr knapp einstündiges Set. Schon der Opener „Stand Tall“ ließ mich ganz nostalgisch werden und in pubertärem Übermut im Moshpit mitmischen. Nach dem Nackenbrecher „In For The Kill“ bolzten die alten Herren einige Nummern neueren Datums im klassisch angepissten PRO PAIN-Style. Es war schweineheiss im Hexenkessel als ich mir, nass bis auf die Knochen, einige Reihen weiter hinten eine kurze Verschnaufpause gönnen wollte – aber nix gibt’s! Papa Meskil und Co packten ihre Trümpfe aus und gaben mir mit Klassikern wie „Foul Taste of Freedom“ oder „Make War Not Love“ endgültig den Rest.
Auch wenn die Helden meiner Jugend nicht für ihre lebhafte Bühnenshow bekannt sind, sind die kompromisslosen Killergrooves des Quartetts umso mitreißender. Wenn man die rohe Energie und das unendlich zornige Gebrüll hört, will man kaum glauben, dass die Band schon 15 Jahre auf dem Buckel hat.


FOTOS + E-CARDS
www.myspace.com/propainspace

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Beitrag vom 01.07.2007
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