EDENBRIDGE   DR. ROCK    GALLERY OF SOUND  
06.05.2008 @ Posthof

Vor kurzem erschien das neue Album von EDENBRIDGE mit dem Titel “MyEarthdream”, das durch eine ausgeklügelte Orchestrierung und griffigeren Riffs durchwegs begeistern konnte. Kurz vor dem Release wurden die Linzer kurzerhand von RAGE auf eine ausgedehnte Europa-Tour mitgenommen und danach ließ es sich die Truppe rund um Goldkehlchen und Ausnahmetalent Sabine Edelsbacher nicht nehmen, zu Hause vor heimischem Publikum noch einen Headliner Gig im Posthof zu absolvieren. Und um das Ganze so lokal wie möglich zu halten wurden die aus Molln stammenden DOCTOR ROCK und die Linzer GALLERY OF SOUND, die ihren Abschiedsgig gaben, eingeladen. Es versprach also ein interessanter, abwechslungsreicher Abend zu werden.

Pünktlich um 20 Uhr wagten sich GALLERY OF SOUND, unspektakulär ohne Lightshow oder Intro auf die Bühne, um dann mit einem dramatischen Einstieg, in melodisch-rockiger Manier, mit dem Song „The Point Of No Return“, den Abend zu eröffnen. Optisch wirkte der Haufen etwas merkwürdig. Keyboarder Andreas mit Krawatte und Hemd, Gitarrist Mario, der wohl seine Gitarre nach diesem Abschiedsauftritt nicht mehr benötigte in lässigem, offenen Hemd und was sich Roland am Bass mit seinem seidenen „Bademantel“ da einfallen lassen hat, wissen wohl nur die Götter (des Rock’n’Roll). Musikalisch wurde melodischer solider Rock geboten, ohne jemals wirklich richtig zu begeistern, aber man merkte doch, dass einige Fans ihrer Truppe einen würdigen Abschied bescheren wollten, denn gefeiert wurde, zwar etwas verhalten, aber dennoch anständig. Der Sound ließ leider stellenweise etwas zu wünschen übrig, was sich sehr zum Leide von Frontdame Magda auswirkte. Highlights dieser Performance waren auf jeden Fall das gut umgesetzte DEEP PURPLE Cover „Stormbringer" und der Anfall von Mario, dem seine Gitarre zum Opfer fiel.





Setlist GALLERY OF SOUND:

The Point Of No Return
Ophelia
Way Out Of Hell
Sending A Prayer
Woman
Stormbringer
Burn

Nach einer kleinen Pause lieferten DOCTOR ROCK gleich eine viel agilere Performance, denn von Anfang an war die Spielfreude der Jungs, die ihr neues Album „Foolz & Playboyz“ präsentierten, von ihren freudigen Gesichtern abzulesen. Die selbsternannten Ärzte wurden mittlerweile und zum Glück zum Quartett, was den Live Sound erheblich verbesserte, der mittlerweile auch gut abgemischt war. Die Bühne im mittleren Saal des Posthofes war dieses mal ein gutes Stück größer, was Fronter Reini und Co. auch voll auszunutzen wussten.
Neben dem Hit des neuen Albums „Keep Comin“ gab es auch alte Hits wie „Jihad“ und der Mitgröhl-Rocker „You Don’t Kick Ass“. Auch „Release Me“, das als die neue Hymne des Eishockey Teams „Black Wings Linz“ fungiert, durfte natürlich nicht fehlen. Man merkte einfach wieder, dass DOCTOR ROCK für die Bühne geschaffen sind und immer wieder eine mitreißende Show liefern, von der man nicht genug bekommen kann. Aber nach dem Starken „Wicked Show“ war es dann leider doch genug. Mehr davon wäre den feiernden, wenn auch schon sehr durchgeschwitzten Fans sicherlich sehr recht gewesen. Die Bandhymne „Doctor Rock“ oder des rotzige „The Bitch Is Back“ wurden schmerzlich vermisst.





Setlist DOCTOR ROCK:

Keep Comin
Vote For Rock
Jihad
Clock Strikes Midnight
Release Me
Always Remember
You Dont Kick Ass
Wicked Show


Nun ging es woanders hin. Zwar blieben wir in Linz aber weg vom Rock und hin zum symphonischen Melodic Metal, präsentiert von Gitarrist Lanvall - EDENBRIDGE. Die drei Herren und die Dame am Mikro präsentierten in knapp 80 Minuten ihr aktuelles Album „MyEarthDream“, das eine vortreffliche Live-Umsetzung genoss, sehr ausführlich, wobei jedoch das Orchester sich nicht unter der Bühne versteckte, sondern vollends aus der Dose kam. Auch auf Keyboards wurde live verzichtet. Nach der ausgedehnten Tour mit RAGE, die ich leider verpasste, fand ich es eine feine Sache, dass in der Heimat noch eine Headliner Show hinzugefügt wurde. Neu mit auf der Bühne waren Drummer Max Pointner, der diverse Bühnen schon mit LEGACY OF HATE und IN SLUMBER beackert hat und Dominik Sebastian (THIRDMOON) an der zweiten Gitarre. Unter anderem wurden neben „Shadowplay“ und „Undying Devotion“ vom neuen Album auch Klassiker wie „Evermore“ und dem orientalisch angehauchten „Wild Chase“, von Sabine stimmlich perfekt umgesetzt. Generell wusste die sympathische Dame zu überzeugen, da sie in allen Stimmlagen eine solide Leistung lieferte und nie zu lang in schwindelerregenden Höhen, wie zum Beispiel Kollegin Tarja, bleibt. Bei „Adamantine“ kamen auch die Backings, sehr stark verzerrt vom Band, was dem Song doch ein gutes Stück der Stimmung nahm. Ansonsten gab es bei dem gutklassigen Auftritt keine Kritik zu äußern, außer vielleicht etwas zu viel nerviges Gequatsche von Sabine und Bassist Frank, denn ob ihnen in England auf den Kopf gekackt wurde oder nicht, interessierte wohl die wenigsten. Zum Schluss gab es dann noch den überlangen Track „MyEarthDream“, der von Frank mit ein paar Growls ergänzt wurde, in gekürzter Fassung zu hören. Aber EDENBRIDGE ließen sich nicht lange bitten und präsentierten noch zwei Klassiker als Zugabe und beendeten somit einen abwechslungsreichen und auch schönen Konzertabend.





Setlist EDENBRIDGE:

The Force Within
Shadowplay
Remember Me
Adamantine
Undying Devotion
Wild Chase
Evermore
October Sky
For Your Eyes Only
Cenntenial Legend
Terra Nova
Move Along Home
Paramount
Fallen From Grace
MyEarthDream
---------------------------
Shine
The Undiscovered Land


FOTOS + E-CARDS
www.edenbridge.org

maxomer
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Beitrag vom 09.05.2008
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