TUSKA 2008 - TAG2: MORBID ANGEL   PRIMORDIAL    KREATOR   FIELDS OF THE NEPHILIM   BEHEMOTH   KALMAH  
28.06.2008 @ Kaisaniemi, Helsinki

Auf ein Neues hieß es am Tag zwei. Als Opener an diesem Tag fungierte die fünfköpfige Sumpftruppe von KALMAH, die mit „For The Revolution“ ihr bereits fünftes Album auf die Menschheit losließen. Umso trauriger ist es, dass die Band im Vergleich zu Bands wie CHILDREN OF BODOM und mittlerweile auch NORTHER einen eher kleinen Bekanntheitskreis vorzuweisen hat. Hier in Finnland ist das zum Glück anders und diese Tatsache zeigte sich auch anhand der Zuschauerreaktionen. Mit Songs wie „For the Revolution”, “The Holy Symphony Of War” oder “Wings Of Blackening “ wurden Songs des neuesten Outputs gespielt, aber auch alte Stücke wie “Hades” vom 2000er Debüt oder “They Will Return” vom gleichnamigen Album.

Im rasanten Tempo ging es weiter und es wurde klar, dass das Land Polen den Finnen ein Begriff ist, zumindest dann, wenn es um die Band BEHEMOTH geht. Die Band dankte es dem Publikum mit ihrem „Summer Of The Apostasy“, die unter anderem Songs wie „Christians To The Lions”, “From The Pagan Wastelands” oder “No Sympathy For Fools” beinhaltete. Den absoluten Kracher landete man dann mit der TURBONEGRO Coverversion von „I Got Erection“, die keinen mehr ruhig stehen lies, sind doch die Finnen und Skandinavier wohl im Allgemeinen in gleicher Weise für Metal und Glamrock zu begeistern.





Nach dem Triumphzug der Polen sollte es für uns weiter zu einer kleinen Fragestunde mit Alan von PRIMORDIAL gehen, doch aus unerklärlichen Gründen war die Band lange Zeit nicht auffindbar. (Interview PRIMORDIAL in der Interview Section).

Weiter ging es mit den nächsten Legenden, als Carl McCoy und seine FIELDS OF THE NEPHILIM die Mainstage für sich beanspruchten. Der Auftritt war jedoch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bot der Auftritt für viele die Gelegenheit die Urgesteine des Gothic/Metal/Rocks live zu sehen, doch andererseits nahm der Auftritt dem Tuska Tag zwischenzeitlich den Wind aus den Segeln. Nichtsdestotrotz ein imposanter Auftritt der Londoner, die die Songs „Shroud“, „Straight To The Light“, „Penetration“, „Shine“, „Dawnrazor“, „Xiberia“, „Moonchild“, „Trees Come Down“, „Zoon pt. 3 (Wake World)“ und „Mourning Sun“ zum Besten gaben. In Kombination mit den Songs und ihren alten abgewetzten Lederklamotten, die sich perfekt ins düstere Gesamtkonzept der Band einfügten, schafften sie es schlussendlich doch noch einige in ihren Bann zu ziehen.





Danach hauchten KREATOR dem ganzen Geschehen wieder etwas Leben ein. Die Band besitzt auch in Finnland Kultstatus und dementsprechend wurde sie gefeiert. Die Setlist bildete ein Stelldichein aus der KREATOR-Diskographie mit den Songs „The Patriarch“, „Violent Revolution“, „Pleasure To Kill“, „Enemy of God“, „People of the Lie“, „Phobia“, „Extreme Aggression“, „Suicide Terrorist“, „Reconquering The Throne“, „Voices of the Dead“, „Betrayer“, „Flag of Hate“ und dem schon von etlichen Coverversionen verehrten „Tormentor”.





Ein Stück Irland brachten anschließend PRIMORDIAL nach Helsinki. Nachdem uns Sänger Alan kurz zuvor Rede und Antwort gestanden war, konnten wir die Truppe rund um den sympathischen Dubliner live erleben. Den Finnen sind wohl die Auftritte der Band vom Nummirock oder ihrer 2005er Tour mit INSOMNIUM im Gedächtnis geblieben, denn die Iren wurden richtiggehend zelebriert. Bei Songs wie „Empire Falls“, „Gallows Hymn“, „Sons of the Morrigan“, „As Rome Burns“, „The Coffin Ships“, „Gods to the Godless“ und „Heathen Tribes“ ist das auch verständlich.





Den vorläufigen Abschluss des Abends bildeten die Amis von MORBID ANGEL, die den Abend gebührend beendeten und zeigten, warum sie bei so manch einer Band in der Liste derer Einflüsse ganz oben stehen. Mit im Gepäck hatte man nicht nur den brandneuen Song „Nevermore“, sondern auch ihren neuen Tourgittaristen, ZYKLONs Destructhor (a.k.a. Thor Anders Myhren). Eine Video Footage des Songs kann man sich auf Youtube zu Gemühte führen. Die Songauswahl des Auftrittes war wie folgt: „Rapture“, „ Pain Divine“, „ Maze Of Torment“, „ Sworn To The Black“, „ Nevermore“ ,“ Lord Of All Fevers And Plague“, „ Fall From Grace“, „Immortal Rites“, „ Evil Spells“, „ Ghapel Of Ghouls“, „Dawn Of The Angry“, „ Where The Slime Live“, „ God Of Emptiness“, „World Of Shit (The Promised Land)“





Bei den Aftershowpartys stand Mann und Frau an diesem Tag erneut vor der Qual der Wahl; NORTHER oder doch lieber BEFORE THE DAWN mit Unterstützung von FINAL HARVEST? Oder auch ein wenig Schwarzmetall mit HORNA und ENOCHIAN CRECHENT… Egal, denn es war für jeden etwas dabei um den Abend feiernd und metallisch ausklingen zu lassen.


FOTOS + E-CARDS
www.tuska-festival.fi

Harald
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Beitrag vom 05.09.2008
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