VAN CANTO   CONCEPT CHAOS  
09.10.2008 @ Metropolis

Bereits seit 26. September gibt es schon den zweiten, langersehnten Longplayer der deutschen A cappella Metal Helden VAN CANTO und kurz darauf lieferten die sechs Ausnahme-Musiker die Release Party nach, zu der es noch dazu freien Eintritt gab! Da ich vom Erstling „A Storm To Come“ schon sehr begeistert war, war ich umso gespannter was der zweite Schlag mit dem Namen „Hero“ wohl in sich bergen würde. Darum machte ich mich mit Sunny im Gepäck auf den langen Weg nach München um diesem Event beizuwohnen. Das Metropolis war schön gefüllt als wir ankamen, wenn auch nicht komplett voll.

Aber bevor es losging durften die Stromgitarren-Fans noch die lokale Support Band CONCEPT CHAOS abfeiern. Echte Gitarren, ein echter Bass und 2 Frontfrauen, die den Besuchern so richtig einheizten. Das befürchtete Chaos herrschte hier nicht, wenn sich die Damen auch gegenseitig in den Gesang fielen, was aber nicht negativ gemeint war, da diese sehr schön harmonierten. Girly Rotz Rock mit einem Schuss Punk war die Devise. Maike, die man getrost als Punky Queen bezeichnen kann, mit elendslangen Dreads und dazu passendem Outfit sorgte für viel Stimmung, wirbelte quirlig über die Bühne und sang frech, rotzig ins Mikro, während Lilian sich sogar an hohe Passagen wagte und sich auch gut darin zurecht fand. Der letzte Song des regulären Sets „Herz“ wurde sogar in deutsch serviert, während dann die Zugabe sogar mit einem Schuss Thrash überraschen konnte. Die Musik ist eigentlich nicht ganz meine Baustelle aber gefiel mir dennoch super. Die junge Münchner Truppe hat auf jeden Fall ordentlich Pfeffer im Arsch und großes Potential. Außerdem waren die Zuschauer nun schön auf Betriebstemperatur.




Nach kurzer Pause wurden die Verstärker abgebaut und nun stand nur noch ein Schlagzeug vor dem VAN CANTO Backprint. Aufgeregt und gespannt wartete ich ab, wie sich der A cappella Sound denn Live anhören würde. Nacheinander betraten die fünf Jungs plus Dame die Bühne und stimmten „Pathfinder“ vom neuen Album, das hier ausgiebig präsentiert werden sollte, an und überraschten mit einer Soundwand die einem im ersten Moment staunen lies und alle Zweifel beseitigte, ob denn eine Metal Band Strom von Nöten hat. Mit Nichten! Denn der sympathische Sechser ersetzte sämtliche Instrumente mit ihren Stimmen, abgesehen vom Schlagzeug, das zusätzlich für Druck sorgte. Im Anschluss ließen MANOWAR mit „Kings Of Metal“ grüßen. Die Meute ging ab und spätestens bei der Eigenkomposition „Starlight“ vom Debüt gab es kein Halten mehr. Die Band hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und Fronter Sly kommunizierte wunderbar mit den Fans und lies sich auch zum einen oder anderen Joke hinreißen.



Außerdem gabs das schöne „Rakka Takka – Motherfucker Spielchen.“ Wer sich nun fragt, was das sein sollte, muss sich eine Show von VAN CANTO ansehen und einfach mitspielen! MAIDEN’s „The Trooper“ wurde stimmgewaltig mitgegröhlt, während „The Bards Song“ auch im A cappella Soundgewand nichts an Magie verlor und mit Gänsehaut-Atmosphäre vollends begeisterte. Zwischendurch stellte Songwriter Stefan die Band vor und erklärte, dass die Rollenverteilung ähnlich einer Band mit Instrumenten sei, so „spielen“ er und "der böseschauende" Ross die Gitarren und Ike den Bass, was sie prompt mit einem Solo zur Schau stellten, bei dem sich Drummer Basti zum Schluss auch noch austoben durfte. Die Hits „The Mission“ und „King“ wurden gewünscht und umgehend vorgetragen. Zweiterer Song gehörte schon zur Zugabe, die vom Ronja Räubertochter Theme eingeläutet wurde, aber vorher versuchten sich die Zuschauer daran, was sich aber eher wie eine Truppe betrunkener, lallender Fußball-Fans anhörte. Zu guter Letzt gab es noch das geniale „Battery“ Cover und leider war es dann auch schon wirklich vorbei. Die Zeit ist nur so dahin geflogen.

Ich hätte ruhig noch mehr ausgehalten, aber die Stimmbänder dieser außergewöhnlichen Band wohl nicht mehr. Ein genialer musikalischer Abend wurde dann noch mit einem Meet & Greet mit den Fans abgeschlossen, die sich mit VAN CANTO noch das eine oder andere Bier genehmigen konnten und auch Autogramme abstaubten. Fazit: Scheiss auf die Tenöre – VAN CANTO!!!




Setlist VAN CANTO:

Pathfinder
Kings Of Metal
Speed Of Light
Starlight
Stand Alone
The Trooper
Wishmaster
Solo
The Bards Song (In The Forest)
In Quest For Roar
Rain
Fear Of The Dark
The Mission
Hero
-
Stora Rövadansen
The King
Battery

Im Anschluss dessen erklärte sich Stefan noch bereit, mir einige Fragen zu beantworten, aber dies könnt ihr im Interview Bereich nachlesen. Durch Nacht und Nebel (sehr viel Nebel) machten wir uns dann zu später Stunde auf den langen Heimweg, doch die Reise lohnte sich definitiv.


FOTOS + E-CARDS
www.vancanto.de

maxomer
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Beitrag vom 12.10.2008
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