SABATON   GRAILKNIGHTS  
28.10.2008 @ Viper Room, Wien

Das schwedische Kriegskommando SABATON fiel wieder einmal in Wien ein und dieses Mal endlich in der Headlinerposition. Natürlich schlägt man keine Schlacht ohne heldenhafte Unterstützung und diese holten sich die Schweden in Form von den Neo-Superhelden GRAILKNIGHTS aus Deutschland. Nach dem famosen Auftritt im Vorprogramm vom BRAINSTORM-Gig im Frühjahr, konnte es mit längerer Spielzeit eigentlich nur ein starker Abend werden.

Aber vorher standen noch 2 mir gänzlich unbekannte Bands, die den Abend eröffnen sollten, mir aber durch die längere Anreise verborgen blieben, auf der Bühne, um den Anwesenden vorerst einmal einzuheizen.
Ruhmreiche Heldentaten, Beschützen des Grals, Erschlagen des Bösewichtes und natürlich True Heavy/Power in der Welt verbreiten gehört zu den Aufgaben der GRAILKNIGHTS. Daraus macht die Truppe auch keinen Hehl und tritt prompt in Superhelden Outfit und hautengen Strumpfhosen, genau wie die Großen von Marvel und DC, auf. Songtitel wie „Hail To The Grail“ oder „Until You Die“ sagen eigentlich schon alles aus – naja nicht ganz, denn die Helden machen keinen Ultra True-en Metal wie MANOWAR, sondern entfachen ein melodisches Metal Feuerwerk, schrecken auch vor passenden Grunts nicht zurück (auch vor Death und Black Metal wird nicht Halt gemacht) und nehmen sich auch nicht immer zu ernst. Das bewies auch ihr Pferd mit dem Namen Zapf-Beauty, das prompt ein Fass Bier herauszauberte, das die Runden im Publikum ging. Apropos Publikum, das war fast nicht zu bremsen und feierte die junge Band an und reckte sogar Minischwerter. Fingertapping und melodische Soli gehören genauso wie Singalong Passagen zu den GRAILNIGHTS und natürlich darf der Pathos nicht zu klein ausfallen. Aufgrund der Omnipräsents der Akteure an Gitarren (Lord Lightbringer, Sir Optimus Prime) und Bass (Mac Death), war ein klarer Fronter nicht wirklich herauszuerkennen, was aber definitiv nicht beirrte, da allesamt sehr agil und stimmgewaltig mitwirkten. Auf den kommenden Festivals werden die Herren sicher noch für Wirbel und Stimmung sorgen.




Nach einer kurzen Pause war es nun Zeit in die moderne Schlacht mit SABATON zu ziehen. Der schwedische Sechser raste auf die Bühne und eröffnete gleich mit einem klugen Angriff namens „Ghost Division“ und „Art Of War“. Sänger Joakim, wie immer mit Fliegersonnenbrille ausgerüstet und diesmal mit offenem Hosenstall, den er, wie er später klarstellte leider nicht mehr schließen kann, was aber halt die Belüftung fördern würde, war bestens aufgelegt und heizte die Meute erfolgreich über 80 Minuten lang an. Der Rest des Trupps war ebenso gut gelaunt und trotz Bewegungseinschränkung auf der winzigen Bühne fleißig am abgehen. Nur Bassist Pär, der eben aus Platzgründen in die 2te Reihe musste wirkte etwas müder als sonst. Ab da teilte sich Joakim die Ansagen mit den Zuschauern, die teilweise sogar die geniale Setlist mitbestimmten. „40:1“, das schleppend, stampfende „Rise Of Evil“ und „Attero Dominatus“ gehören sowieso schon zur fixen Setlist, wie auch „Into The Fire“, mit dem gehörig das Tempo gezügelt wurde. Langsamer wurde es auch nicht mit dem Medley vom Debüt „Fist For Fight“, bestehend aus „Hellrider, "Shadows" und "Burn Your Crosses“, von denen ich bei 3 vorangegangenen Auftritten leider nie etwas hören durfte. Die „SABATON" und „We want more“ – Rufe wollten einfach nicht enden, als die Band die Bühne verlies, um dann noch einmal zu kommen um „Primo Victoria“, das stimmgewaltig mitgesungen wurde und natürlich die Partytracks „Metal Machine“ und "Metal Crüe“, als kombinierten Track hinzu zu fügen. Die Band ließ verlautbaren, dass sie überwältigt von der österreichischen Anhängerschaft seien, was man ihnen auch ansah. Man muss nur bedenken, dass damals bei BRAINSTORM weniger Leute anwesend waren.




Und schon waren 80 Minuten SABATON in Höchstform verflogen. Schade eigentlich, es hätte noch einige Songs gegeben, die ich gern gehört hätte. Schade war eigentlich nur die Bewegungseinschränkung, da Joakim normalerweise richtig schön über die Bühne wirbelt.

Setlist SABATON

Ghost Division
The Art Of War
Panzer Battalion
In The Name Of God
Cliffs Of Calipolli
Into The Fire
Attero Dominatus
Metalizer Medley
The Rise Of Evil
Panzerkampf
40:1
A Light In The Black
-
Primo Victoria
Metal Machine / Metal Crüe

www.grailknights.de
www.sabaton.net


FOTOS + E-CARDS


maxomer
Weitere Beiträge von maxomer


Zurück

Beitrag vom 30.10.2008
War dieser Bericht
interessant?

344 Stimme(n)
Durchschnitt: 5.35
Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: