SONATA ARCTICA   PAGANS MIND   VANISHING POINT  
13.11.2008 @ Gasometer

Nach der Schließung des legendären Planet Music durfte ich das erste Mal einem Konzert im Wiener Gasometer beiwohnen. Nicht nur das Gebäude beeindruckte, sondern auch die Konzerthalle überraschte mit einem gemütlichen Flair und reichlich Platz für die ca. 600 angereisten Metalfans, wobei die Halle dadurch natürlich nicht gefüllt war.

Nach überaus komplizierter Anreise kam ich zu spät und verpasste leider die erste Vorband VANISHING POINT.
Der zweite Supporter an diesem Abend war PAGAN’S MIND aus Norwegen. Die fünf Jungs, um Sänger Nils K. Rue, betraten gegen 21 Uhr die Bühne. Ihr Bemühen konnte man den progressiven Power Metallern nicht absprechen, aber der Funke wollte auf das Publikum nicht wirklich überspringen. Erst im Laufe des Konzertes, war eine Steigerung zu hören, da auch die Stimme von Nils lauter wurde. Höhepunkt war sicherlich die Coverversion des David Bowie Klassikers "Hello Spaceboy", wo fleißig mitgesungen wurde. Nach sechs Songs, oder vierzig Minuten Spielzeit, war dann auch schon Schluss.




Um 22.05 Uhr war es dann so weit, unter tosendem Applaus betraten SONATA ARTICA die riesige Bühne. Mit einem neuen mystischen Bühnenaufbau ging’s mit den Songs von "Unia" richtig schwungvoll los. Ein an diesem Abend in Höchstform agierender Tony Kakko, konnte selbst im Holzfäller- Outfit von der ersten Minute an stimmlich überzeugen. Durch lustige Gesten und flotte Sprüche wurde das Publikum köstlich unterhalten. Hab selten bei einem Konzert so viel gelacht.
Bei den Songs „Replica“ und „8th. Commandment“ schäumte die Stimmung dank der mitsingenden Fans über. Der neue Gitarrist Elias Viljanen passt durch seine sympathische und agile Art perfekt in die Band. Sein geniales Können konnte er bei einer Gitarreneinlage, die an Deep Purple erinnerte, beweisen. Einziger Kritikpunkt an diesem Abend ist sicherlich, dass zu viel kuscheln angesagt war. Für meinen Geschmack wurden zu viele langsame Songs gespielt. Das übliche „Ihr-Seid-Das-Schlagzeug-Spiel“ bei dem das Publikum als Schlagzeugteile fungierte, durfte natürlich auch nicht fehlen. Als Zugabe wurden noch die Kracher „Don’t Say A Word“ und „The Cage“ hinausgeknallt und die Stimmung wurde nochmals so richtig heiß.
Mit dem inzwischen kultigen „We Need Some Wodka“ wurde nach fast zwei Stunden das begeisterte Publikum mit einem großen Lächeln im Gesicht nach Hause geschickt.




Alles in Allem ein sehr schönes Konzert, bei dem die Finnen durch pure Kraft und Leidenschaft bewiesen haben, dass sie zur absoluten Metalspitze zu zählen sind.

Setlist SONATA ARCTICA:

Intro
In Black & White
Paid In full
White Pearl, Black Ocean
Replica
8th. Commandment
Last Drop Falls
Caleb
Black Sheep
Solo
Draw Me
Fullmoon
It Won’t Fade
Gravenimage
---
Don’t Say A Word
The Cage
Wodka
Outro



FOTOS + E-CARDS
www.sonataarctica.info

AndyVanHalen
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Beitrag vom 16.11.2008
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