SUMA   CYRUSS   
20.11.2008 @ Arena

Mit einer gemein bis surreal grinsenden 60ies-Fratze auf dem Tourposter kehren SUMA zurück. Und das ist gar keine unpassende Metapher für den in ungeahnte Extreme erhobenen Psychedelic Rock, den die Schweden mit Bravour zelebrieren – und der ihnen auch diesmal ein volles Haus beschert. „Intensität“ lautet das Zauberwort.

Opener CYRUSS, die Doomcore-Lokalmatadore mit Groove und angepissten Vocals, schlagen sich im Großen und Ganzen tapfer. Wer auf gepflegte Monotonie mit crustiger Attitüde á la EYE HATE GOD steht, wird hier glücklich – wir warten übrigens auf den Nachfoler zu „Hate Songs“.



Dann dauert es eine kleine Ewigkeit, aber schließlich stehen SUMA Instrument bei Fuß. Und die Erde beginnt zu beben. Das silberne Drumkit mit den Riesencymbals ist SUMAS pulsierendes Herz und nicht nur ob der Positionierung auf der Bühne Frontman der Band, hier wird aus minimalistischen Grooves der Teufel persönlich hervorgelockt, und man fragt sich, wie so eine Band eigentlich als langsam kategorisiert werden kann. Klar, mächtiger Drone und Zurückhaltung machen einen guten Teil von SUMA aus, aber wenn das Wesen zum Leben erwacht, dann wird „Dynamik“ neu definiert, jenseits von bloßen Schlagzahlen.



Kenner und auch Neuankömmlinge finden die Show dementsprechend gut, auch wenn sich manch einer am zugegebenermaßen aparten Auftritt des (eher selten stimmlich aktiven) Vokalisten stört: Der aparte Gentleman wirkt ein wenig wie Maynard von TOOL mit seinen meditativen Turnübungen, stellt aber einen unveräußerlichen Teil von SUMA dar. Und mit dem Versuch normal zu sein ist die Band sicher nicht dort angekommen, wo sie ist: Ok, irendwo im muffigen Underground, aber auf ihre Art sind sie dort Könige.




FOTOS + E-CARDS
www.arena.co.at/

marian
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Beitrag vom 30.11.2008
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