THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY  
03.12.2008 @ Flex

THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY gibt sich an diesem Mittwoch im Flex energiegeladen und stimmungsvoll. Frontmann Dennis verausgabt sich völlig, während sie ihr neues Album präsentieren. Beim Publikum - vom WU- Studenten, über Punks bis zu Teeniegirls - kommen die Songs von "The Cross Of My Calling" auch gut an. Ein cooles Konzert. Doch etwas fehlt.


THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY ist bekannt für ihre politischen Messages. Mit der Aufschrift „Capitalism is organised Crime“ hing früher ein Bettlaken auf der Bühne. Unangepasst und kritisch kennt man sie, und was Politikkritik angeht, erfüllen sie die Erwartungen.
Die Bühnenshow der fünf Schweden ist dynamisch. Allen voran Sänger Dennis, der von Anfang bis Ende die Punk Show schlechthin liefert. Sprünge, rhythmische Kicks, am Boden wälzen und das verpflichtende Mikro-Geschleuder – alles ist dabei. Auch die anderen Musiker machen bei diesem Konzert eine gute Figur. Eine „Scheiß-drauf“ Rock’n’Roll-Show, wie man sie kennt.



Nur musikalisch wirken sie beliebiger und ruhiger. Sie sind mehr wie ihre Kostüme: modisch violett und samtig weich. So maßgeschneidert ihre Outfits sind, so angepasst wirken auch ihre neuen Songs. Während die Älteren immer noch rocken und richtig Druck machen, sind die neuen Tracks eher ruhig. Sie sind melodiös und mit einem starken psychedelischen Einschlag. Ein Zufall, dass der Gitarist aussieht wie der "Stillwater"- Gitarist aus dem Film Almost Famous? Hier werden die psychedelischen 70er Jahre, ohne Kanten, wieder ausgegraben. Zwar sind solche Songs sehr hitverdächtig und bringen Radioairplay und ein breiteres Publikum, aber irgendwie passt das nicht zu den fünf Männern auf der Bühne und der letzte Funke fehlt um es ein großartiges Konzert werden zu lassen.



FOTOS + E-CARDS
www.myspace.com/internationalnoiseconspiracy

doubleRR
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Beitrag vom 12.12.2008
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