METALLICA   MACHINE HEAD   THE SWORD  
14.05.2009 @ Stadthalle, Wien

Am 14. Mai 2009 machte ich mich auf nach Wien, um eine der berühmtesten Metal-Bands der Welt zu sehen: METALLICA. Was die Herren Hetfield und Co. in der ausverkauften Wiener Stadthalle an diesem Abend ablieferten, war eine Show der ganz besonderen Art.

Dazu hat ganz wesentlich die Location beigetragen, die dieses Mal etwas anders arrangiert war als sonst. Denn an diesem Abend rockten die Bands auf einer Center-Stage, was mir, als ich den Saal betrat, einen kleinen Moment des Staunens bescherte. Das sah richtig stark aus. Die einzigen Zweifel, die in mir bei diesem Anblick hochkamen, waren die Sorge um Akustik und Sound, die ich mir - wie sich später herausstellen sollte – nicht unbedingt machen zu brauchte.

Doch nun zur ersten Vorband, namentlich THE SWORD. Die Band aus den Staaten rockte gleich richtig los. Die Jungs hatten ordentlich Pfeffer im Hintern und obwohl ich die Band vorher nicht wirklich kannte, blieben mir die Songs – vor allem die Gitarrenriffs - sofort im Ohr hängen. Ihr Musikstil passte wirklich gut zum Headliner. Einziges Manko war meiner Meinung nach der Sänger, der mich nur wenig überzeugen konnte. Sein Gesang war zeitweise sehr leise zu hören und das, was man vernahm, wollte irgendwie nicht so richtig zum Rest passen. Nichtsdestotrotz brachten die Jungs das Publikum auf Headbang-Temperatur und die Metal-Fans waren jetzt bereit für die zweite Band des Abends.



MACHINE HEAD starteten impulsiv in ihr Programm. Der Saal war nun gut voll und viele Besucher setzten einmal mehr vom Bierglas ab, um ihre Mähne ordentlich kreisen zu lassen. Da wurde schon etwas härterer Metal geboten. Die druckvollen Riffs beschwörten sogar die ersten Moshpits herauf. Ein paar kurze zweistimmige Parts brachten zusätzlich Abwechslung. Richtig punkten konnten sie dann mit ihrem IRON MAIDEN Cover „Hallowed By Thy Name“, bei dem der ganze Saal kräftig mitsang. Als die letzten Riffs der Jungs verhallten, lag elektrifizierende Stimmung in der Luft. Alle Anwesenden warteten gespannt auf den Hauptact des Abends.

Setlist MACHINE HEAD:

Clenching The Fists Of Dissent
Imperium
Aesthetics Of Hate
Hallowed Be Thy Name
Halo
Davidian


Als dann die Lichter ausgingen und die Schreie der Fans nicht mehr lauter werden konnten, ertönte „Ecstasy Of Gold“, das Intro, das jeder der METALLICA schon einmal live erleben durfte, niemals vergessen wird, einfach Gänsehaut-Feeling. Das Lied aus der Feder von ENNIO MORRICONE zauberte dieses Mal nicht nur zwei, sondern gleich vier glorreiche Halunken auf die Bühne und die Show konnte beginnen. Giftgrüne Laserstrahlen durchleuchteten den Saal und METALLICA spielten gleich zu Beginn den ersten Song ihres neuen Albums „Death Magnetic“: „That Was Just Your Life“. James Hetfield motivierte die sowieso schon ausgelassene Fangemeinde mit Sprüchen wie „This is your night!“. Nach einem zweiten Song des neuen Albums, die wie ich finde live deutlich besser, aber immer noch recht anstrengend, zu ertragen sind als auf CD, folgte ein Klassiker, „Harvester Of Sorrow“. Anlässlich dieses Songs wurden riesengroße Särge von der Decke über die Bühne geschwenkt, zusammen mit der Lichtershow, ergab das einen atemberaubenden Anblick. Danach folgten weitere Klassiker wie „One“, „Sad But True“ oder „Enter Sandman“ sowie Songs von der neuen Scheibe. Nicht nur das zeitweise Särge von der Decke hingen und Laser durch die Halle blitzten, auch Pyros wurden eingesetzt und das nicht zu wenig. Man wusste gar nicht wohin man blicken sollte. Das Schlagzeug von Lars Ulrich drehte sich nach allen paar Songs um eine Vierteldrehung, Riffer Kirk Hammett und Basser Robert Trujillo schwirrten auf der Bühne herum und posten zwischen den Flammen. Als Zugabe gab es dann noch drei Songs, letzteres natürlich „Seek And Destroy“, bei dem schwarze Bälle mit Bandlogo von der Decke ins Publikum fielen und das fast jeden METALLICA-Abend glorreich beendet. Danach blieben die Herren noch erstaunlich lange auf der Bühne, jeder der Bandmitglieder bedankte sich noch mal persönlich mit ein paar Sätzen bei den Besuchern und außerdem wurden kiloweise Gitarren-Pleks im Publikum verteilt. Hammett streute seine Pleks wie Reis in die Hände seiner Fans.



Um die vielen Pluspunkte des Abends ein wenig auszugleichen war dann doch die Lautstärke des Konzerts nicht besonders positiv auffallend, denn obwohl der Sound trotz Center-Stage recht gelungen war, überschlug sich so manches Riff aufgrund der Lautstärke, aber die Akustik war wie gesagt besser als ich erwartet hatte. Außerdem hätte man auf das ein oder andere Lied des neuen Albums verzichten können, da sie live nicht wirklich zündeten. Mir ist schon klar, dass sie ihr neues Material promoten, aber manchmal wäre weniger, dann doch mehr.

Abschließend bleibt zu sagen: Man kann ja bekanntlich METALLICA hassen oder lieben, aber wer an diesem Abend die Show einfach nicht genießen konnte, dem ist definitiv nicht mehr zu helfen.



Wer die Herren dieses Jahr noch einmal live in Österreich erleben möchte, kann dies am NovaRock im Burgenland (19.-21. Juni) tun.

Setlist METALLICA:

That Was Just Your Life
The End Of The Line
Harvester Of Sorrow
Of Wolf And Man
One
Broken, Beat And Scarred
Cyanide
Sad But True
Turn The Page
All Nightmare Long
The Day That Never Comes
Master Of Puppets
Fight Fire With Fire
Nothing Else Matters
Enter Sandman
-
Jump In The Fire
Motorbreath
Seek & Destroy


FOTOS + E-CARDS
www.metallica.com

Sunny
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Beitrag vom 30.05.2009
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