SERENITY    ECLIPTICA    THE DRAGONSLAYER PROJECT   
06.06.2009 @ Szene

Die Wiener Power Metal Bands ECLIPTICA und THE DRAGONSLAYER PROJECT haben sich für diesen Frühling etwas ganz besonderes einfallen lassen. Die Night Of Power, direkt in der Szene, Wien. Abgesehen von diesen Bands sollten noch DIGNITY spielen, die aber leider wegen einer schweren Erkrankung des schwedischen Sängers JakeE kurzfristig absagen mussten und unser heißer Export aus Tirol SERENITY, die als Headliner fungierten. Durch den akuten Ausfall war ein Ersatz nicht möglich, dafür durften die restlichen Bands länger ran, was dann mehr als entschädigte. Leider verirren sich immer weniger Power/Melodic Metal Bands dieser Welt in unsere Regionen, da war dieses Event umso interessanter und wir freuten uns schon lange auf diesen Aben. Los ging es um 20:00 mit den Drachenjägern, die erst mal die Leute aus dem noch sonnigen Gastgarten locken mussten.




Dies taten sie aber mit Leichtigkeit. Sofort war die Stimmung großartig in der schon recht beachtlich gefüllten Halle. Der Fantasy-Power-Metal, mit heroischen Fanfare Klängen, hymnischen Refrains und genug Schmackes dank Doublebass, gefiel den Anwesenden auf Anhieb und es wurde brav mit Fronter Sigi, der gut gelaunt seine Texte vortrug, mitgefeiert. Einziges Manko war, dass dieser viel zu laut in den Sound gemischt wurde. Aber alles egal, denn schon zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich, dank ausgelassener Stimmung und festem Matten-Schütteln, eine Hitze, die aber keinen zu stören schien. So wurden „Dragonslayer“ oder „Land Of Broken Dreams“, bei dem es auch ein Mitsing-Spielchen gab, von den Anwesenden mehr als gut aufgenommen. Nach einem kurzen Drumsolo enterte auch noch ECLIPTICAs Fronter Thomas Tieber, in schwarz gekleidet und ausgerüstet mit schönem Gehstock die Bühne, um mit Sigi ein Duett in Form von „Wings Of The Night“ zu singen. Auch die DRAGONSLAYERs waren teils in Fantasy Kleidung eingepackt, wobei die Gitarristen etwas aus der Rolle fielen und Keyboarder Georg an einen Mönch erinnerte. Als spontane Zugabe durften wir noch eine eigene Version von IRON MAIDENs „The Trooper hören, die anfangs sogar in Lemmy-Manier vorgetragen wurde. Ein gelungener Anfang, der dem Titel Anheizer nicht gerecht wurde, denn die Betriebstemperatur war von Anfang an da. Respekt.




Setlist THE DRAGONSLAYER PROJECT:

Burning Skies
Dragonslayer
Land Of Broken Dreams
Alcador
Wings Of The Night
The Longest Night
-
Dragonslayers Return
The Trooper


Der Weg für die folgenden ECLIPTICA war nun geebnet, aber diese hatten alles andere vor, als sich einen gemütlichen Abend zu machen. Allem voran Sänger Thomas, gaben sie alles, um die Stimmung auf eine noch höhere Ebene zu hieven, was ihnen mühelos gelang. Die Halle - mittlerweile fast voll - brodelte und schon beim Intro wurde heftig gekreischt. Mit „My Paradise“ und „Watching You“ wurden auch gleich zwei Hits vom Debüt „Impetus“ abgefeuert, die auch schon textsicher mitgesungen wurden. Die Haare wurden sowieso unentwegt geschüttelt. Auch auf der Bühne ging es rund. Etwas umstrukturiert präsentierten sich also ECLIPTICA nicht nur mit alten, neuen Basser Alexander Basstard, der Flo ersetzte, sondern auch mit zwei neuen Damen. Maria Melendez, direkt aus Mexico importiert und Sandra Urbanek übernahmen nun die weiblichen Parts, die bei dem neuen Song "Attitude" gleich richtig schön zum Einsatz kamen. Die Bandhymne „Ecliptica“ und „Evil Love“ von der ersten Demo, waren auch keinen Deut schlechter. Der sympathische Siebener beendete das Set mit der Zugabe „Carry On“ souverän. Aber nach minutenlangen Zugaberufen, war QUEENs „Show Must Go On“, das perfekt in den Power Metal übernommen wurde, noch unumgänglich. ECLIPTICA ist die Spielfreude jede Minute anzuesehen und es ist mir immer wieder eine Freude, die Live-Performance der Wiener zu genießen.




Setlist ECLIPTICA:

My Paradise
Watching You
Old Men’s Memories
Jester In The Ballroom
Attitude
Ecliptica
Evil Love
Land Of Silence
Carry On
-
The Show Must Go On


Die Night Of Power hatte es bis zu diesem Zeitpunkt schon mehr als in sich. Dank brodelnder Stimmung, flüchteten die Anwesenden immer wieder in die Freiheit, um sich abzukühlen, doch als die ersten Klänge des Intros von SERENITY erklangen, füllte sich die Halle überaus schnell und dies fast bis zum Anschlag. „Sheltered (By The Obscure)" erzeugte, dank Keys und einer schönen musikalischen Dichte, sofort eine Wahnsinns Atmosphäre. Sänger Georg Neuhauser, der auf den Alben schon mit seiner unglaublich melodiösen Stimme punkten kann, klang live fast noch ein Stück intensiver und brachte spätestens bei der genialen Power Ballade „Coldness Kills“ das erste Mal Gänsehaut Atmosphäre in den Saal. Auch die Nähe zum Publikum suchte er immer wieder sehr erfolgreich, was dieses noch mehr anspornte und die Stimmung nun ins Unermessliche trieb. Eine Band, die nur auf zwei Alben zurückgreifen kann, kann stolz auf sich sein schon Hits wie „Forever“ oder „Reduced To Nothingness“, bei dem auch ein paar Growls von Keyboarder Mario eingesetzt wurden, im Set zu wissen.




Überaus sympathisch und charismatisch scherzte Georg, der wenn er nicht gerade singen musste, einen breiten Grinser aufgelegt hatte oder an seinem, immer wieder aufgehenden Hemd rumfummelte. Auch Gitarrist Tom und Basser Simon wirbelten auf der Bühne herum und feuerten die Meute kräftig an. Bei der wunderschönen Ballade „Fairytales“ war wieder Gänsehaut angesagt. Fast im Alleingang berührten Georg und Mario mit diesem Song nicht nur die Herzen der Damen. Der Abend verging wie im Fluge und so war alsbald die mitternächtliche Stunde angebrochen und der letzte reguläre Song „Velatum“, der samt Orchester auch in einem Video zu sehen war, folgte. Doch der Abend war noch nicht vorüber, von mir aus hätte er bis in die frühen Morgenstunden anhalten können und mit diesem Gedanken war ich gewiss nicht alleine, denn die Rufe wollten nicht abebben und so kamen SERENITY wieder. „All Lights Reversed“ und SVATAGEs Klassiker „Edge Of Thorns“, bei dem Band und Fans nochmals alles rausholten, schlossen das Set endgültig ab.





Setlist SERENITY:

Sheltered (By The Obscure)
Reduced To Nothingness
Forever
Coldness Kills
Rust Of Coming Ages
Fairytales
Canopus 3
Engraved Within
Circle Of My Second Live
From Where The Dark Is Born
Velatum
-
All Lights Reversed
Edge Of Thorns


Über vier Stunden Power Metal, „Made in Austria“ waren vorbei und das viel zu schnell. Wer behauptet, dass dieses Genre in Österreich nicht funktioniert, der wurde in der Night Of Power eines viel besseren belehrt. Ich hoffe, dass dieses Event kein Einmaliges bleibt und vielleicht sogar in weitere Hallen Österreichs findet. Mit Ohren, voll mit schönen Melodien, und Ohrwürmen traten wir nach einem kleinen Meet & Greet mit den Bands die lange Heimreise, die sich aber sehr lohnte, an. Ich für meinen Teil bin überaus froh diesen Abend miterlebt zu haben. Warum auf die großen aus Europa warten, wenn wir selber welche haben? Danke


FOTOS + E-CARDS
www.serenity-band.com

maxomer
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Beitrag vom 07.06.2009
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