TUSKA 2009 - TAG3 : AMORAL   STAM1NA   MY DYING BRIDE   ELUVEITIE   PARKWAY DRIVE  
28.06.2009 @ Kaisaniemi, Helsinki

Frage: Was haben Idols (…sowas wie das finnische Starmania…) und Metal; in diesem Fall AMORAL gemeinsam!? Die Antwort lautet Ari Koivunen, Goldkelchen und Idols Gewinner von 2007, der mit „Show Your Colors“ sein Debüt bei AMORAL gibt und sicher zu der ein oder anderen Kontroverse geführt hat.



Nun ja… zumindest live fügt sich der Junge gut ins Bandgefüge ein und ist wohl schon zum Mädchenschwarm der Band mutiert und all die, die jetzt befürchten AMORAL mutiert zur 0815 Heavy Metal Band, der sei beruhigt Mister Koivunen kann seinen Stimmbändern auch mehr als amtliche Gröhler entlocken und ja, der Gig“ kicked ass“!
Etwas zum Lachen und leider auch zum Weinen lieferten STAM1NA, wobei sie für letzteres nicht verantwortlich waren. Für ersteres führt euch die Bilder zu Gemüte und ihr wisst was ich meine! Die Aufmachung war einfach der Hit, besonders Sänger Antti mit seinem geschminkten Auge das mich doch sehr an Struppi (Anm.: „Tim und Struppi“) erinnerte, war einfach ein Hit.



Den negativen Aspekt, des ansonsten wirklich überzeugenden und unterhaltsamen Gigs, lieferte diejenige Person, der die Hitze des letzten Tages anscheinend so sehr zu Kopf gestiegen seien scheint, dass sie eine Flasche auf die Bühne schoss und damit leider Drummer Teppo traf… und damit war mit dieser Aktion auch das verfrühte Ende des Gigs besiegelte…
Des einen Leid des andren Freud ;) aber damit hatte ich wenigstens Zeit für ein Bier und ne kurze Auszeit, bevor es mit ELUVEITIE weiterging. Nachdem die Band in letzter Zeit doch sehr gehypt wurde, war ich auf den Auftritt sehr gespannt und dieser hinterließ dann auch einen etwas zweigespaltenen Eindruck. Ja, sie waren nicht schlecht, aber vom Hocker gehaut, hat mich der Gig nicht. Man hat der Band sehr angesehen, wie bemüht man war Stimmung zu machen, aber das größte Manko war, dass das Gesamtergebnis nicht unbedingt geschlossen und harmonisch gewirkt hat.



Jep jep, spätestens bei MY DYING BRIDE wurde der Begriff TUSKA personifiziert und es war Zeit zum (Aus)leben der Gothic-Doom-Hölle (haha…) Besonders Sänger Aaron Stainthorpe hatte einiges zu leiden (am meisten wohl am prallen Sonnenschein!): Aber auch unter diesen (“widrigen“) „unpassenden“ Verhältnissen spulte die Band einen klasse Gig ab, obwohl ihnen die dunkle Inferno Stage wohl besser zu Gesichte gestanden wäre.



Doch auch nach all den Jahren schafft es die Band, einem ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern (Anm.: …nicht weil die Songs so happy sind…), auch wenn sie den Rang der „Doomgötter“ für mich an SWALLOW THE SUN verloren haben. Ein wieder viel zu schnelles End erfuhr unser TUSKA; zumindest das am Festivalgelände, mit PARKWAY DRIVE – oh ja australischer Metalcore.!! Nun ja, dazu sag ich nur, ihre Darbietung war die übliche „Gummiball“ Show – PROFANE OMEN stecken euch alle in die Tasche, sobald sie die Möglichkeit bekommen auch in Österreich (und das wird hoffentlich sehr bald sein!) – just my two cent…



Zum bitteren Ende gibt es nur soviel zu sagen, das wir VOLBEAT vor zwei weiteren absoluten Highlights bei den abschließenden Aftershow Partys wegrationalisieren mussten. Man möge es uns verzeihen, aber SARA und die folgenden BLACK SUN AEON (…das „Newcomeralbum“ - wenn man den Mann Newcomer nennen darf- des Jahres…)spannten uns so sehr auf die Folter, dass wir es nicht mehr länher aushalten konnten. Mit diesen zwei Bands endete ein wiedermal geiles Festival, das allen Unkennrufen zum Trotz überzeugt hat – sowohl musikalisch als auch organisatorisch! So heißt es jetzt wieder ein Jahr warten, bis das große Leiden wieder beginnt…


FOTOS + E-CARDS
www.tuska-festival.fi

Harald
Weitere Beiträge von Harald


Zurück

Beitrag vom 13.08.2009
War dieser Bericht
interessant?

344 Stimme(n)
Durchschnitt: 5.35
Diesen Beitrag bewerten:
  
Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: