CHIMAIRA   UNEARTH   THROWDOWN   DAATH  
27.09.2009 @ Szene

Der Opener des Abends DAATH aus Atlanta legte gleich zu Anfang richtig los. Generell war ich gespannt, wie der doch progressivere Sound in das Package passt, doch beim Gig selbst merkte man die Industrial-Einflüsse so gut wie gar nicht. Massiv legten die Jungs los und bereits nach 5 Minuten forderte Frontman Sean Zatorsky einen Circlepit von der etwas mehr als zur Hälfte gefüllten Halle, den auch einige Fans nachkamen, sehr mutig! Dazu später noch ein längeres Gitarrensolo und nach etwa 35 Minuten Spielzeit, verließen die Jungs die Bühne, nicht ohne eine ordentliche Prise Applaus zu ernten, die sie sich trotz des eher schlechten Sounds verdienten.





Als nächstes enterten die Mannen von THROWDOWN die Stage und schon beim ersten Anblick von Leadsänger Dave Peters spürte man eine gewisse Affinität zu Pantera, die sich auch definitv im Sound niederschlägt. Und das ist alles andere als abwertend gemeint. Bereits der Opener "Holy Roller" legte ordentlich was vor, bei "Never Back Down" war dann auch schon ordentlich Bewegung in der Halle, aber erst bei Song nummer 4 legte Dave seine Jacke ab, war auch gut so, denn die Stiummung war mächtig am Kochen, auch dank einer tollen Performance von Gitarrist Mark Choinere. Sensationell für 21 Uhr Ortszeit, bisher ein absolut gelungener Abend. Allerdings war nach nur 9 Liedern auch schon wieder Schicht im Schacht, leider muss man sagen, denn das war, neben ein paar Luftlöcher schlagenden Karate-Kiddies im Pit, das einzige Manko, da auch der Previewsong des im November erscheinenden Albums "Deathless" viel, viel Gutes verspricht! Kurz gesagt, THROWDOWN schlug ein wie ein Blitz!





Und nach dem Blitz folgt gewöhnlich der Donner... und so war es auch, als dann UNEARTH die ersten Töne zupften. Die Szene Wien bebte, und das durchgehend...
Chefschreier Trevor Phipps zeigte eine unglaubliche Präsenz auf der Bühne und seine Kollegen an den Gitarren Buz Mcgrath und Ken Susi nutzen jeden noch so versteckten cm² der Bühne und sogar mehr, zeigten Gitarrensoli am Rücken gespielt und wanderten von einem Eck ins andere. Die Halle war am Bersten und UNEARTH in Bestform, sie hatten derart viel Spaß, dass das Publikum mit den Worten "the stage is yours" sogar zum Stage-diven aufgefordert wurde - und das ließ nicht lange auf sich warten. Headbangen, Circlepits und Herumgespringe von vorne bis hinten. Die Hauptstadt war in der Hand der Amis, die so CHIMAIRA mit ihrer über einer Stunde dauernden Show einiges vorlegten.





Und es kam so, wie es kommen musste, der eigentliche Headliner auf fast verlorenem Posten. Nach der fulminaten UNEARTH-Show sank die Stimmung dezent und auch der Saal musste nicht mehr um seine Wände fürchten, denn dieser wurde etwas leerer. Nichtsdestotrotz gaben die Jungs alles. Wen wunderte, wer denn der "neue" Gitarrist sei, der wurde schnell aufgeklärt, CHIMAIRA’s Rotschopf Matt DeVries kriegt gerade “a fucking baby”, wie es sein Kumpel Mark Hunter formulierte, weswegen DAATH-Gitarrero Emil Werstler bei dieser Tour für ihn aushilft. Der legte sich dabei wirklich ins Zeug und riss die Band actionmäßig ziemlich raus. CHIMAIRA verhielten sich gewohnt behäbig, was man ihnen aber doch zugute halten muss, ist, dass sie live wahnsinnig sauber spielen und die Songs auf die Note genau wie auf CD rüberbringen, beginnend mit dem Opener der letzten: „The Venom Inside“.





Auf „Resurrection“ und „Power Trip“, folgte „The Disappearing Sun“ von der aktuellen CD „The Infection“, der nun auch eine live DVD folgen wird, für die auch ein Kameramann im Publikum anwesend war, der natürlich allerhand zu tun hatte, um die Bühne in der Linse zu halten, bei "Everything That You Love" ging dieser kurzzeittig zu Boden, was er aber wahrscheinlich schon gewohnt war - Berufsrisiko eben. Überraschend war, dass „Severed“ nicht als Zugabe, sondern schon mitten im Set abgefeuert wurde. Bei „Nothing Remains“ traute sich auch Keyboarder Chris Spicuzza mit dem Mikrofon an den Bühnenrand und die geschätzten 400 Zuschauer wurden richtig laut. Mit dem aggressionsegladenen "Pure Hatred" verabschiedeten sich die Männer aus Ohio und ließen die Zuschauer ohne Zugabe stehen - aber war ja auch schon Bettzeit.

Setlist CHIMAIRA:

The Venom Inside
Resurrection
Power Trip
Empire
The Disappearing Sun
Severed
Everything You Love
Secrets Of The Dead
Destroy And Dominate
Nothing Remains
The Flame
Pure Hatred


Tomo16v
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Beitrag vom 16.10.2009
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