666 HELL-O-WIEN: 10-JAHRES FEIER  
24.10.2009 @ Ottakringer Brauerei

Was könnte eine bessere Location für eine Metal-Party sein, als eine Brauerei? Genau, abgesehen von der Hölle selbst, keine! Deshalb hat sich auch die 666 Hell-O-Wien Megaparty heuer zum ersten Mal in die berühmte Ottakringer Brauerei verfrachtet. Auf über 2000 Quadratmetern bot die größte Metal und Goth Indoorparty dem schwarzen Herzen alles was es begehrt: 7 Zonen, 4 Tanzflächen, ein Open Air Bereich, zahllose Bars, Verpflegungsstationen, Händler, Künstler, Tänzerinnen und und und… Ganz zu schweigen von den mehr als 20 DJs, unter anderem altbekannte Helden aus der Metalszene, wie Matthias Weckmann (Metalhammer), Patrick Grün (Caliban) oder Felix Stass (Crematory). Gut gut, das 666 Hello-O-Wien versprach wieder einmal einiges - Grund genug für Earshot, wieder dabei zu sein.





Gleich beim Eingang wurde man positiv überrascht, denn für all diejenigen, die noch nicht genug intus hatten, gab es einen köstlichen Sektempfang – gratis versteht sich. Stichwort kostenlos - der Fantasy Flagship-Stand im Mittelalterfloor bot den „Historikern“ außerdem köstlichen Met zur Verkostung, was nicht nur für reichlich Stimmung sorgte, sondern auch verdammt gut schmeckte. Überall im Floor waren die Fans in ausgefallener Mittelaltertracht eingekleidet; so zierten Trinkhörner, Lederrüstungen, uralte Kleider und ähnliches die Körper der Besucher. Da ging es im Gothicfloor gleich ganz anders zu; hier hingen abgetrennte Gliedmaßen von der Decke, irritierten einen Lightshows und man erblickte ominöse Gestalten soweit das Auge reichte. Während der Bass der Elektro-Gothic-Lieder einen sanft den gesamten Körper massierte, liefen einem minütlich Typen mit Gasmasken, S&M-Sklaven und vermeintliche Spezialeinheitbeamte über den Weg. Wem der Gruftisound des Floors 2 doch etwas zu extrem war, der konnte sich am größten Floor, dem Floor 1 austoben, denn hier wurde feinster Metal, Rock und Crossover geboten. Bei DJ S8UK wurde unter anderem zu KORN, DISTURBED, LIMP BIZKIT oder SLIPKNOT gebangt, während passend blutige Videos an den Leinwänden zu sehen waren – Stimmung pur! Zu viel Metal? Ab in den Floor 4, wo man zu Klassikern der 80er und 90er feiern konnte, denn DJs wie Michael Zöller (ZWISCHENFALL) oder Ben Christo (THE SISTERS OF MERCY) heizten dermaßen ein, dass keiner die Hände unten behalten konnte.

Im Metalfloor durfte man währenddessen Matthias Weckmann bestaunen, der, flankiert von tanzenden Schönheiten, die Metalkeule auspackte und selber abging wie ein Tier. Songs von SEPULTURA, KILLSWITCH ENGAGE und METALLICA preschten kristallklar aus den Boxen. An dieser Stelle: Hut ab vor den Veranstaltern, denn alle Floors glänzten durch perfekten Sound! Mit PANTERA’s „Walk“ und METALLICA’s „Enter Sandman“ hatte dieser außerdem zwei Asse im Ärmel, die sofort zum Kollektivmattenschwingen animierten. Bei RAMMSTEIN’s „Sonne“ bebte schließlich der ganze Floor. Schlachtszenen aus den Filmen „Der Herr Der Ringe“ und „300“ boten außerdem auch Kino für die Augen. Huch, plötzlich begegnete man wieder dem seltsamen Eishockemaskenmann, der genüsslich zu „One Step Closer“ das Tanzbein schwang, tja, Offenheit macht das 666 Hell-O-Wien eben aus! Danach wurde wieder im gemütlichen Mittelalterfloor zu Falk & Lasterbalk‘s (SALTATIO MORTIS) Musik abgehangen, oder man ließ sich in einem eigens eingerichteten Fotostudio ablichten, um die ein oder andere Gedächtnislücke des nächsten Tages zu füllen.

Das 666 Hell-O-Wien übertraf sich auch heuer wieder selbst. Geniale Stimmung, noch genialere Location (bitte nächstes Jahr wieder!), faire Preise, super DJ’s, perfekter Sound… Lediglich das etwas überforderte Barpersonal sollte negativ erwähnt werden, denn ein Barkeeper für geschätzte 150 Leute vor dem Tresen ist einfach nicht ok. Nichtsdestotrotz: Beide Daumen hoch, weiter so 666!
www.myspace.com/666hell-o-wien

Doano
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Beitrag vom 09.11.2009
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