CALIBAN   SUICIDE SILENCE   MAROON   EMMURE   AFTER THE BURIAL  
04.11.2009 @ Arena

Die Beastfest Tour mit ihrem Hochkarätigen Lineup lockte ja so manchen in die Wiener Arena und Earshot durfte dabei natürlich nicht fehlen.
Leider konnte ich aus beruflichen Gründen erst zur Mitte der Veranstaltung eintreffen, daher gibt’s „nur“ ein Review der Show von CALIBAN.

Bereits gegen 22:00 (!) - SUICIDE SILENCE lag noch in der Luft, wurde fleißig am mächtigen Bühnenbild der Metalcore Recken aus Deutschland gebastelt. Alles wurde im Artwork der aktuellen CD „Say Hello To Tragedy“ gestaltet, inklusive eigener Lichttechnik und riesigen Plakaten. Um 22:30 war es dann so weit. Unter dem tosenden Gegröle der Fans enterten CALIBAN die Bühne der Wiener Arena und legten los, dass die Schwarte krachte. Als Opener diente gleich ein Song der neuen CD: „Love Song“ heizte dem Publikum von der ersten Sekunde an ordentlich ein, es wurde geheadbangt und die Stimmung war bereits angeheizt von den grandiosen Vorbands - absolut großartig. Der nächste Song „My Time Has Come“ brillierte mit unglaublichen Moshparts, CALIBAN wurden ihrem Ruf als ausgezeichnete Liveband mehr als gerecht und die ersten Crowdsurfer erhoben sich über die Menge. Eine Wall of Death lieferte den Einstieg zur nächsten Nummer „No One Is Safe“. Nur eine junge Dame ließ sich nicht beirren und blieb tapfer in der Mitte zwischen den Fronten stehen. Frontman Andreas versuchte es noch mit gutem Zureden, gab sich dann aber damit zufrieden die Meute um Vorsicht zu bitten. „I Will Never Let You Down“ knallte als nächstes um die Ohren der knapp 1000 Zuschauer. Die Stimmung im Pit wurde ausgelassener und auf der Bühne liefen die Jungs von CALIBAN zur Höchstform auf. Die beiden nächsten Songs, "Stigmata" und "The Revenge" machten klar warum CALIBAN zu den Top Metalcore Bands Europas gehören.



„Calibans Revenge“ die neueste Single der Band brachte die Menge endgültig zum ausflippen. Es ging sowohl auf als auch vor der Bühne richtig ab, doch könnte man diese Nummer als den Zenit der Show bezeichnen. Auch „Forsaken Horizon“, eine Nummer, die als Bonustrack auf der limited Edition von „Say Hello To Tragedy“ enthalten ist, konnte das Ruder nicht mehr ganz herumreißen. Im hinteren Teil der Halle begann sich die Menge bereits ein wenig zu lichten. Besonders wegen der frühen Uhrzeit nicht ganz verständlich, aber eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Frontman Andreas zwischen den Songs immer wieder ausführlich seinen Senf zum Besten gab. Es wurde versucht mit dem Publikum zu kommunizieren, was leider nicht ganz funktionierte und somit nahmen die teilweise zu langen Ansagen der Show doch ein wenig den Wind aus den Segeln.

Danach waren CALIBAN auch schon beim letzten Song ihres Sets angelangt und mit „24 Years“ als letzte Nummer wählte man eines der Flaggschiffe der neuen Scheibe und trotzdem konnten sie das Publikum nicht so recht bei der Stange halten. Die hinteren Reihen lichteten sich und auch der Moshpit begann zu verebben.

Nichtsdestotrotz gab es nach der letzten Nummer genügend Anfeuerung um CALIBAN nochmal auf die Bühne zu locken, sie liesen sich nicht lumpen und spielten zwei Nummern als Zugabe, die letze davon „It´s Our Burden To Bleed“ bei dem die verbleibende Menge nochmal tüchtig mitsang.



Um 23:30 war der ganze Zauber auch schon wieder vorbei, und zu sagen bleibt:
Alles in allem ein solides Konzert mit tollem Sound, toller Performance und einem guten Publikum. Trotzdem gelang es CALIBAN nicht 100%ig die Crowd zu fesseln und mitzureißen. Ein Punkt an dem vielleicht noch Handlungsbedarf bei meinen zweitliebsten deutschen Nachbarn herrscht.

Setlist:

Love Song
My Time Has Come
No One Is Safe
I Will Never Let You Down
Stigmata
The Revenge
Calibans Revenge
Forsaken Horizon
Say Hello To Tragedy
24 Years
-
Between The Worlds
It´s Our Burden To Bleed


FOTOS + E-CARDS


hampe
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Beitrag vom 26.11.2009
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