KATAKLYSM   BELPHEGOR   DARKEST HOUR   SUICIDAL ANGELS   RESISTANCE  
14.01.2010 @ Backstage

Angekommen im Backstage in München sind gerade die SUICIDAL ANGELS am aufbauen, um wenig später die Bühne für ihren Live Auftritt zu betreten. RESISTANCE waren leider schon vorbei, als ich das Backstage betrat. Inzwischen sind die Startzeiten von Konzerten schon sehr früh angelegt - zumindest wenn das Konzert unter der Woche stattfindet. Was leider sofort und schmerzhaft auffällt, ist die unglaubliche Lautstärke. Leider leidet der Sound von SUICIDAL ANGELS sehr stark darunter. So kommt der Sound eher einem Trash- als einem Thrash Gewitter gleich. Ab und an sind die Riffs zu hören, der Gesang und die Leads jedoch größtenteils gar nicht. Vielleicht auch deswegen waren recht wenig Leute vor der Bühne versammelt. Insgesamt ist es sehr schade denn die Band machte rein Showmässig richtig Spass und schaffte es mit ihrem, teilweise stark an SLAYER erinnernden Thrash Metal der älteren Schule einige Leute für sich zu gewinnen. Dass die SUICIDAL ANGELS ihre Instrumente zu bedienen verstehen, haben sie schon auf ihrer aktuellen CD bewiesen. Dieser Eindruck ändert sich auch nicht nach diesem Auftritt.

Im Anschluss daran, enterten DARKEST HOUR die Bühne. Hätte ich die anderen Bands nicht gekannt und nur auf meinen Kumpel gehört, wäre ich davon ausgegangen, dass es jetzt richtig voll wird. Doch weit gefehlt. Sehr verhalten war das Publikum. Da half auch das kaschieren fehlender Technik des Bassisten in dem er mit der Faust auf sein schönes Instrument schlug nichts. Dafür waren, zumindest hatte ich das Gefühl, die Gitarristen recht versiert auf ihren Instrumenten. Zugute halten muss man die Anstrengungen des sympathischen Sängers John, welcher immer wieder auf's Neue die Meute anfeuerte.



Dann endlich - BELPHEGOR. Immer noch den schauerlichen Sound der vorangegangenen Bands in Erinnerung, ging ich vom Schlimmsten aus. Hochgeschwindigkeits Black Metal gepaart mit zu hoher Lautstärke ist meistens keine gute Kombination. Doch ich wurde positiv überrascht. Die alten Hasen - besser gesagt DER alte Hase (Helmuth) wußtenn dass der Sound im Backstage nur mittels Verringerung der Gesamtlautstärke zu retten war. Und so war der Auftritt von BELPHEGOR eine wahre Wohltat! Das Publikumn welches offensichtlich aus sehr vielen Fans der Band bestandn hielt sich ob den fehlenden Showelementen dennoch ein wenig zurück. Erst als die Band sich ihrer T-Shirts entledigten funktionierten die von Helmuth angestimmten "Hail" Rufe. Etwas kurios wirkten dann die "Helmuth, Helmuth" Rufe aus dem Publikum. Das Highlight der Show war "Lucifer Incestus". Unglaublich wie diese Band mit einem guten Sound ausgestattet ihre Songs runter ballerte. Ein stark salzburgerisch akzentuiertes "Gott ist Tot, see you next time München!" entlies die Meute aus der eisernen Hand Helmuth's und gab sie an KATAKLYSM frei.



Auch KATAKLYSM setzte auf verminderte Lautstärke und konnte einen sehr guten Sound vorweisen. Und das anwesende Publikum machte von Showbeginn an klar wegen welcher Band sie hier hauptsächlich angereist waren. Nicht nur Bewegung, sondern auch intensives Mitsingen war angesagt. Die Band wirkte unglaublich sympathisch (wie immer!). Besonders Frontmann Maurizio verstand es perfekt die Leute zu motivieren, ohne dauernd, wie Sängerkollegen anderer Bands, "Circlepit" (kann's nicht mehr hören!) oder "Let's do a wall of death" schreien zu müssen. Es ging auch ohne. Unglaublich auch die Sounddichte angesichts der Tatsache, dass nur eine Gitarre zu hören war. Dieses Konzert hat wieder ganz klar die Stärken von Kataklysm aufgezeigt. Und das ist meiner Meinung nach nicht nur das in seiner Anwendung spektakuläre Northern Hyperblast Beat Drumgeballer, sondern eben die im totalen Kontrast dazu stehenden Halftime und Midtempo Songs bzw. Riffs. Besonders "Ambassador Of Pain" lies die Leute schier ausflippen. Alleine den Anfangsriff hätten KATAKLYSM eine halbe Stunde spielen können und es wäre nicht langweilig geworden. Mit der Zugabe "The Road To Devastation" beendeten KATAKLYSM ihr hervorragendes Set.



Sehr toll empfand ich die Tatsache dass es mal wieder einen Merchandise Stand gab an welchem nicht alle T-Shirts mit dem inzwischen inflationär oft verwendeten Imperial Clothing Design ausgestattet waren.

Insgesamt bleibt ein etwas schaler Beigeschmack denn die SUICIDAL ANGELS und DARKEST HOUR wären sicher auch hörenswerte Bands gewesen, wenn nicht der extrem schlechte Sound alles zunichte gemacht hätte. Dafür entschädigten BELPHEGOR und KATAKLYSM die Anfahrt und retteten den Abend.


(Fotos vom Gig in Linz @ Posthof)

www.suicidalangels.com
www.darkesthour.cc
www.belphegor.at
www.myspace.com/kataklysm


FOTOS + E-CARDS
www.backstage089.de

nano
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Beitrag vom 29.01.2010
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