VOLBEAT   THE BULLETMONKS  
06.03.2010 @ Max

Nachdem die dänisch Senkrechtstarter von VOLBEAT schon das Salzburger Rockhouse und die Wiener Arena in ausverkauften Hallen rockten, machte sich ein zweites Earshot-Team auf den Weg nach Tirol, genauer gesagt ins Innsbrucker Max. Trotz saumäßigen Wetterverhältnissen und arktischen Temperaturen, kamen wir mit noch reichlich Zeit an der Venue an und bekamen gesagt, dass der Einlass ab 19:00 Uhr wäre. Kein Problem, schnell noch ein Heißgetränk und ab geht’s. Denkste – um 19:30 standen gut 800 Leute vor verschlossenen Türen und als dann endlich die Securities anfingen, die Leute wie Terroristen abzutasten, gab es tosenden Applaus bei jedem Einzelnen, der es in die Halle schaffte. Da nur gut alle 20 Sekunden einer dies schaffte und endlich aus der Eiseskälte herauskam, war das natürlich verständlich. Ein überaus dickes Minus an die Veranstalter.

Weiter wusste man dann auch noch gar nicht, wann das Spektakel denn eigentlich beginnen sollte, denn auf der Homepage war 19:00 angedacht, auf den Tickets 20:00, doch mittlerweile stand die Uhr schon fast auf 21:00. Sichtlich genervt traten also viele Leute zum Zeitvertreib an die Bar, bis dann endlich die Supporter mit dem Namen THE BULLETMONKS die Bühne betraten, um ihren Job zu tätigen. Die Stimmung im bereits fast vollen Max war ganz gut, doch die dargebotene Musik der Deutschen eher schlecht als recht. Ebenso wie Kollege Andy vom Salzburger Gig berichtete, hatten die Herren einen grausamen Sound und präsentierten eine tausendmal durchgekaute Rock-Mischung, die weder hängen blieb, noch sonst irgendwie berührte. Applaus gab es dennoch.



Der Höhenflug von VOLBEAT scheint kein Ende zu nehmen, ganz im Gegenteil, denn die dänischen Sympathieträger steigen immer steiler in schwindelerregende Höhen. Nach der eher mageren Vorstellung vom Supporter und den ärgerlichen Umständen am Eingang, war die Vorfreude umso größer und VOLBEAT bewiesen von der ersten Minute, dass ihr Aufstieg in den letzten Jahren mehr als nur gerechtfertigt ist. Im ausverkauften Max tobte die Menge, als Michael Poulsen grinsend die Bühne betrat. Natürlich kochte der Saal schon bei den ersten Klängen von „Hallelujah Goat“ über und es kam sofort Bewegung in sämtliche Reihen. Wo man hinsah, kreisten Köpfe, moschten Rocker und tanzten Frauen und Kinder.

VOLBEAT vereinen Generation und Nationen. Ein Phänomen, welches ich in dieser Form schon lange nicht mehr erlebt habe. Was die Setlist betrifft, ist es immer schwer, denn obwohl die Dänen erst drei Alben (das bald erscheinende nicht mitgerechnet) im Petto haben, fehlten an diesem Abend dennoch einige Hits, aber einen durchschnittlichen Song haben VOLBEAT sowieso nicht, wodurch das Set sowieso drei Stunden dauern könnte, ohne auch noch annähernd langweilig zu werden. Ihre absoluten Überhits „Sad Man’s Tongue“, bei dem man in keiner Ecke des Saals sicher war und Michael stimmkräftig unterstützt wurde und das geniale „Pool Of Booze, Booze, Booze“ tat ihr Übriges zu der Stimmung dazu. Zwei neue Songs gab es auch noch. Die schon bekannte Hymne „A Warriors Call“ hat den typischen Bandsound und kam auch gut an, doch zum Hit reicht es nicht ganz. Der zweite Song, den Mr. Poulsen, der überaus charmant und witzig war, einfach als „Song 2“ bezeichnete, war dank der Brit-Pop Rhythmik etwas gewöhnungsbedürftig, aber blühte im Refrain richtig auf.



Auch auf der Bühne gab es, allem voran dank Thomas Bredahl, der mehr als nur alles gab, reichlich Bewegung, aber auch Basser Anders Kjølholm fegte über die Stage. Weiters überraschten sie mit zwei Cover-Stücken. Zum Einen war da „Angelfuck“ von den MISFITS und zum Anderen der alte Schinken "I Only Want To Be With You" von DUSTY SPRINGFIELD

Viel zu früh begaben sich die Jungs hinter die Bühne, um einen neuen Anlauf zu starten, aber dieser hatte es in sich. „The Human Instrument“ ertönte samt Intro und es wurde laut im Publikum, außerdem flogen literweise Bier über die ganze Konzertzeit verteilt quer durch die Halle und durchnässten die Zuschauer, die das überhaupt nicht zu stören schien. Zu (sehr) guter Letzt stimmte Michael noch „Still Counting“ an, bei dem er ebenso wie bei dem Gänsehaut Track „The Gardens Tale“ eigentlich auch den Mund hätte halten können, denn die Innsbrucker sangen jede Silbe mit.



Nach einem kurz angespielten „Raining Blood“, ausgiebigen Verabschiedungen und vielen Geschenken an die Fans, war mein erneuter Besuch eines VOLBEAT-Konzertes leider schon vorbei. Die Vorfreude auf das neue Album und die dazugehörige Tour, die mit Sicherheit in noch größeren Hallen oder Stadien (?) stattfinden wird, ist nun aber riesig.


Setlist VOLBEAT:

Hallelujah Goat
Guitar Gangsters & Cadillac Blood
BOA (JDM)
Radio Girl
Caroline #1
Mary Ann´s Place
Sad Man´s tongue
A Moment Forever
A Warrior´s Call
Mr & Mrs Ness
Pool Of Booze, Booze, Booze
Angelfuck (MISFITS-Cover)
Another Day, Another Way
Neuer (unbetitelter Song)
The Gardens Tale
I Only Want To Be With You (DUSTY SPRINGFIELD-Cover)
-
The Human Instrument
Still Counting


FOTOS + E-CARDS
www.volbeat.dk

maxomer
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Beitrag vom 09.03.2010
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