AIRBOURNE   TAKING DAWN  
04.03.2010 @ Posthof

Gibt es etwas Schöneres, als sich bei einem geschmeidigen Rockkonzert in angenehmer Location zu treffen, sich ein kühles Getränk einzuverleiben und mit Freunden über die einzig wahre Musik zu philosophieren, in freudiger Erwartung auf einen tollen Auftritt seiner Helden? Ich denke nicht.

Den Anfang machten die hyperaktiven Amis TAKING DAWN aus der Stadt der unendlichen Möglichkeiten Las Vegas. Die Männer hüpften, rotierten und blinkten über die Bühne, wie auch die Reklamen in ihrer Heimatstadt. Leider war der Sound alles andere als transparent, was die Band und auch die Zuschauer, im jetzt schon gerammelt vollen Posthof nicht wirklich zu stören schien. Knappe 30 Minuten heizten die vier quirligen Rocker dem Publikum mit Songs wie "Revolution" oder "Fight Em With Your Rock", deren Titel ja schon alles sagen, passabel ein. Der Sound von TAKING DAWN ist jetzt nicht in irgendeiner Form als herausstechend oder neu zu bezeichnen, doch den Job als Supporter für AIRBOURNE brachten sie anstandslos zu Ende. Im Anschluss konnte man sich gleich auf den Hauptact, der schon für 21:15 angesetzt war freuen und musste sich nicht mit zwei bis drei weiteren Vorbands herumschlagen. Sehr löblich!





Setlist TAKING DAWN:

Like A Revolution
Save Me
Endlessly
Time To Burn
Fight Em With Your Rock
The Chain



Es stand mal wieder ein Feiertag im musikalischen Sinn im Kalender. Die Australier AIRBOURNE machten an diesem Abend den Linzer Posthof unsicher. Und jeder, der dem knallharten Rock frönt war anwesend. Sind doch die vier Jungs in kürzester Zeit zu den neuen Ikonen des dreckigen Hard Rocks geworden. Als legitime Nachfolger der übermächtigen ACDC waren die Erwartungen dementsprechend groß, und der Posthof platze mal wieder aus allen Nähten.
AIRBOURNE zogen routiniert ihre Show herunter, wobei die Songs des Debüt Albums "Too Much, Too Young, Too Fast" zu Gänze gespielt wurden. Im Gegensatz zum letzten Auftritt in Wien im vorigen Jahr, wo nur eine Stunde gespielt wurde, dauerte das Konzert dank des neuen Werks nun schon deutlich länger. Besonders die Songs „No Way But The Hard Way” und “Born To Kill” gehören hier erwähnt, die live richtig abrockten.



Die Stimmung war natürlich auch perfekt, wie auch nicht anders zu erwarten war. Bei Songs wie „Too Much, Too Young, Too Fast“, “Stand Up For Rock N Roll” und “Diamond In The Rough” war es nicht schwer, gute Stimmung zu verbreiten und die Menge zum Headbangen zu bewegen.
Minimal bekleidet fühlte sich auch Sänger Joel O’Keeffe sichtlich wohl in der kochenden Halle. Das beste Mittel gegen die Hitze war natürlich Bier und das floss in Strömen. Das durchschwitzte Publikum freute sich über die flüssigen Spenden der Band. Auch halbvolle Becher als Wurfgeschosse zu verwenden, kann nur zu abkühlenden Zwecken gedient haben.

Leider bleibt dann doch noch etwas zu bemängeln: Der Sound im Posthof ließ dann doch etwas zu wünschen übrig, denn die Stimme von Joel ging leider etwas unter. Die neuen australischen Riffgötter machten aber durch viel Freude an der Musik und viel Laufbereitschaft, die Bühne in Linz trotzdem für kurze Zeit zu ihrem Wohnzimmer. Und ein wahrer Rocker lässt sich durch solche Kleinigkeiten nicht den Spaß nehmen.





Und die Setlist von AIRBOURNE:

Stand Up For Rock N Roll
Hellfire
Fat City
Get Busy Livin'
Diamond In The Rough
What´s Eatin' You
Born To Kill
Cheap Wine & Cheaper Women
Girls In Black
No Way Hard Way
Heartbreaker
Too Much, Too Young, Too Fast
-
Runnin' Wild
Blackjack


So ging ein schweißtreibender Abend zu Ende, der mit der Note Gut abgeschlossen werden durfte. Und so freue ich mich schon auf ein baldiges Wiedersehen, auf dem ein oder anderen Festival oder Konzert mit den sympathischen Langhaarträgern aus dem Land der Kängurus.
Und es bleibt nur mehr zu sagen, dass „Too Much, Too Young, Too Fast“ nicht immer zutrifft.

Ich frage mich dennoch, wie man es schafft, ein Konzert als Drummer mit nur zwei Beats zu überstehen, ohne negativ aufzufallen - irgendwie unheimlich.


FOTOS + E-CARDS


AndyVanHalen
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Beitrag vom 13.03.2010
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