AIRBOURNE   TAKING DAWN  
05.03.2010 @ Gasometer

Die Newcomer aus Australien namens AIRBOURNE wollen es ihren Vorbildern von AC/DC gleich tun. Am Erscheinungstermin ihres zweiten Albums, den 5.März 2010 waren sie im Gasometer Wien zu sehen. Und sie gaben Gas, als ob es kein Morgen gäbe, zwar nicht in einer Arena für Tausende Menschen so wie ihre Helden, doch immerhin für einen angenehm gefüllten Gasometer. Jeder fängt mal klein an.

Beim Support-Act von TAKING DAWN gab es anscheinend ein paar Schwierigkeiten, denn der Gig-Beginn wurde etwas vorverlegt und von den Earshot Redakteuren somit leider versäumt. Dafür konnte man die Burschen nach dem Konzert draußen zu ein paar Fotos überreden.

Rechtzeitig zum Intro der Australier angelangt, lag vor uns eine nicht prall-, dafür angenehm gefüllte Halle des Gasometers. Die Filmmusik von Terminator leitete den Gig ein, als ob die O’Keeffe Brüder und Co. uns sagen wollten: „Wir kommen aus der Zukunft, um mit unserem Rock die Geschichte der Menschheit zu verändern.“ Es lag eine Spannung in der Luft. Das Publikum konnte es sichtbar nicht mehr erwarten. Als schließlich die Lichter angingen rastete die Crowd völlig aus. Erstaunlicherweise, obwohl die CD erst ca. 12 Stunden zuvor erschienen ist, konnte trotzdem mindestens das halbe Gasometer lauthals die Stücke der neuen Scheibe mitsingen.



Ab den ersten Tönen des ersten Songs ging die Rock’n’Roll Party los und war nicht aufzuhalten. Jeder einzelne Song war eine Hard Rock Nummer, wie sie im Buche steht, somit wurde im Publikum von jung bis alt mitgegrowlt, ohne Rücksicht auf Verletzungen der Stimmbänder zu nehmen. Interessant mitanzusehen war, dass sowohl junge, als auch ältere Leute die Show besuchten. Die beiden Parteien gingen zur Musik der Australier gleichermaßen ab, der einzige Unterschied war das Alter, was aber offensichtlich niemanden störte.

Ganz nach dem Motto „Sex, Drugs, and Rock’N’Roll“ leitete Joel O’Keeffe das Lied „Diamond In The Rough“ mit den Worten: „This song is about pussy!!!“ ein und stieß dabei auf tobenden Jubel. Nicht nur die neuen Werke, sondern auch die Darbietung auf der Bühne zeigte jedem das Können und die Spielfreude von AIRBOURNE. Wenn sich Frontman Joel nicht gerade die zehnte Bierdose am Schädel zerschepperte, dann fand man ihn hinter den Zuschauern an der Bar. Als ich kurz in einen Matte-wedelnden Trancezustand verfiel und kurz darauf auf die Bühne schielte war der Sänger weg, man hörte ihn aber gerade ein Gitarrensolo spielen, bis mir auf einmal die Blicke der Menschen um mich, nämlich in die entgegengesetzte Richtung auffielen. Joel war um die Menschenmasse herum spaziert, direkt in die nächste Bar ohne mit dem Gitarrensolo aufzuhören. Nach dem er den Alkoholvorrat des Gasometers plünderte, ging er schnurstracks wieder auf die Bühne und machte weiter als ob nichts gewesen wäre. So muss eine ordentliche Hard Rock Show aussehen.



AIRBOURNE erfüllen mit ihrem neuen Alubm „No Guts, No Glory" alle Kriterien für eine spitzen Hard Rock Scheibe. 1. Sex: „Blonde, Bad And Beautiful“; Drugs: „Back On The Bottle“; Rock’N’Roll: “No Way But The Hardway”; Und das waren nur einige Nummern, die den Abend zum Kochen brachten. Aber auch Klassiker, wenn man von solchen nach zwei Alben bereits reden kann, wie „Too Much, Too Young, Too Fast“ oder „Diamond In The Rough“ waren im Programm.
Nach der regulären 12 Song starken Setlist gab es noch zusätzlich zwei Mörder-Nummer, die da wären, „Running Wild“ und „Blackjack“, ohne die die warmgelaufen Crowd die Australier nicht gehen hätte lassen.





Setlist AIRBOURNE:


Stand Up For Rock N Roll
Hellfire
Fat City
Get Busy Livin'
Diamond In The Rough
What´s Eatin' You
Born To Kill
Cheap Wine & Cheaper Women
Girls In Black
No Way Hard Way
Heartbreaker
Too Much, Too Young, Too Fast
-
Runnin' Wild
Blackjack


Wer nach so einem Konzert immer noch glaubt, AIRBOURNE sei ein billiger Abklatsch von AC/DC, der sollte am Besten seine Rolle in diesem Universum neu überdenken. Eine Ähnlichkeit ist zwar durchaus vorhanden, jedoch beweisen sie mit jedem weiteren Album ihre Eigenständigkeit mehr.
Somit lieferten sie einen Wahnsinns Gig ab, der sich gewaschen hat und der in jeder Hinsicht für jeden, der das Wort Rock’n’Roll schon mal vernommen hat empfehlenswert ist.


FOTOS + E-CARDS
www.airbournerock.com/

Stoney
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Beitrag vom 15.03.2010
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