IAN GILLAN + BRUCKNER ORCHESTER LINZ  
31.03.2010 @ TipsArena

Ein Spektakel der Sonderklasse kündigte sich im Frühling für die Linzer an. Auf der altbekannten Gugl in Linz, steht nicht nur das Stadion, sondern auch die TipsArena - früher bekannt als Intersportarena – in der zuletzt MARILYN MANSON oder auch NICKELBACK rockten. Auch Klassisches wurde schon geboten, so wurde das orchestrale „Herr Der Ringe“ Konzert dort abgehalten.

An diesem Abend sollten aber der gute alte Rock und die noch ältere sowie zeitlose klassische Musik verschmolzen werden. Und so geschah es, dass der Altmeister Ian Gillan, seines Zeichens Rocklegende und DEEP PURPLE Sänger auf das BRUCKNER ORCHESTER LINZ traf, um einen einzigartigen Abend zu veranstalten. Naja nicht ganz einzigartig, denn dies war weltweit der dritte seiner Art.

Gegen 20:30 stand bzw. saß das 80-köpfige Orchester, mitsamt weltberühmtem Dirigenten Friedman Riehle bereits auf der Bühne und verwöhnte die Freunde der klassischen Musik. Es dauerte noch eine gute Viertelstunde bis das überaus gemischte Publikum, das den Saal und dessen Stühle schon sehr gut füllte, nach einem langen und intensiven Intro, den sympathischen Briten empfangen durfte. Gut gelaunt startete er das Set mit den Klassikern „Highway Star“ und „Woman From Tokyo“, die beide aus seiner ersten Ära (1969-1973) stammen.



Diese Rocker klangen in orchestralem Gewand natürlich ganz anders als die gewohnten Stromgitarren Versionen, doch die Songs haben auch so nichts an ihrer zeitlosen Magie verloren und bekamen durch das BRUCKNER ORCHESTER ihren ganz eigenen Charme, der oftmals unter die Haut ging.

Natürlich wirkte Ian neben dem riesigen Orchester, das komplett in schwarz gewandet war, etwas verloren und ähnliches galt auch stellenweise für seine Stimme, die bei den pompösen Parts etwas unterzugehen schien. Dennoch hat der Mann mit seinen fast 65 Jahren fast nichts von seinem Gesangstalent eingebüßt. Als Unterstützung lud sich Mr. Gillan neben dem Dirigent Riehle auch noch die Starviolinistin Lidia Baich, die natürlich auch wegen der Optik ins Boot geholt wurde, ein. Die Austro-Russin durfte sogar bei einem Instrumental ohne Ian ihr Können zeigen. Die vorgetragene melancholische Ballade passte aber dann doch nicht wirklich in das flotte Set, denn „The Mechanical“ oder das schnelle „Fireball“ rockten - dank Schlagzeuger - schon recht fett. Für Gänsehaut sorgte aber Ian mit einer phenomenalen Gesangsleistung bei „When a Blind Man Cries“.



Unausweichlich war natürlich „Smoke On The Water“, bei dem so manch einer in den ersten Reihen vom Stuhl aufsprang und abrockte. Nach gerade mal 75 Minuten verließ der Meister kurz die Bühne und verabschiedete sich nach ein paar weiteren Minuten endgültig mit „Pictures Of Home“

Wie eingangs schon erwähnt, ein einzigartiges Erlebnis und ich bin froh an diesem teilgenommen zu haben, doch für € 45,- bis € 79,- war es dann doch ein ziemlich kurzer Spaß.




Die Setlist:

Intro
Highway Star
Woman From Tokyo
One More Rainy Day
The Mechanical
Instrumental
Anya
Lick It Up
Perfect Stranger
Fireball
When A Blind Man Cries
Black Night
Smoke On The Water
-
Pictures Of Home


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maxomer
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Beitrag vom 02.04.2010
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